• Meike und Philipp
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Ostafrika

A 40-day adventure by Meike und Philipp Read more
  • Trip start
    September 23, 2024

    Los geht's!

    September 23, 2024 in France ⋅ ⛅ 14 °C

    Erstmal mit dem auf die Minute pünktlichen TGV nach Paris, bevor es morgen dann nach Ruanda geht.

  • Ankunft in Kigali

    Sep 25–28, 2024 in Rwanda ⋅ ☁️ 28 °C

    Nach dem etwas ermüdenden aber ereignislosen Flug ab Paris (man schläft ja nie wirklich gut im Flugzeug) sind wir heute morgen um halb 6 in Kigali, der Hauptstadt von Ruanda, gelandet.
    Entsprechend unserem Zustand haben wir noch nicht viel unternommen (bisschen rumgelaufen, Wasser kaufen im Supermarkt, Mittagessen) und sind gerade per Motorradtaxi (mit Helm natürlich!) in unser Hotel zurückgekehrt.
    Rückkehr mit dem Motorradtaxi deshalb, weil Kigali dem Beinamen des Landes ('Land der tausend Hügel') alle Ehre macht und wir echt noch bissl im Eimer sind.
    Die Stadt wirkt auf den ersten Blick modern und sehr sauber, wurde sie doch bereits mehrfach von den UN als sauberste Stadt Afrikas ausgezeichnet. Außerdem wird man am Flughafen von Robotern empfangen, die aber offensichtlich außer Betrieb sind. Effizient lief es auch ohne betriebsbereite Roboter, nach ca. 30 min waren wir mit Visum und Gepäck aus dem Flughafen draußen.
    Auf der Fahrt ins Hotel konnten wir neben sehr fitten Einwohnern (E-Bike Fehlanzeige) riesige Schwärme von Flughunden bei ihrer Rückkehr zum Schlafplatz beobachten.
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  • Kigali

    September 26, 2024 in Rwanda ⋅ ⛅ 30 °C

    Kigali ist, wie bereits im vorherigen Beitrag angedeutet, recht hügelig, bisweilen steil. Anders als die (west-) afrikanischen Städte, die wir in der Vergangenheit bereits kennenlernen durften, scheint es hier recht sauber und grün. Quirlig ist es auch, aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte, also bleiben Abgase nicht aus.
    Heute haben wir uns vormittags per Motorradtaxi dann in die Genozid-Gedenkstätte begeben, welche die Gräueltaten rund um den Genozid an den Tutsi im Jahr 1994 aufarbeitet. Die beklemmende Ausstellung ist wirklich eindrucksvoll, auf die schrecklichste Art und Weise - aber so soll sie ja auch wirken. Wenig überraschend sind die Geschehnisse in der 90ern (und auch früher) eng mit der Kolonialgeschichte des Landes bzw. umliegender Länder verknüpft und -wer hätte es gedacht- die Deutschen hatten auch dazu beigetragen, indem die bereits Ende des 19. Jahrhunderts Hutu und Tutsi nach oberflächlichen Kriterien "wissenschaftlich" eingeteilt und so gegeneinander aufgebracht haben (neben dem Aussehen floss die Anzahl der Rinder, die eine Familie besaß, in die Beurteilung ein...).
    Nun ja, abends ging es dann auf der Suche nach etwas leichterer Kost zur "Car Free Street", dem Namen nach einer Fußgängerzone. Diese ist gespickt mit Restaurants und jedes von ihnen sei nach Auskunft der recht aufdringlichen Promoter das beste. Außerdem bekäme man nur heute etwas gratis und sein Geld zurück, sollte etwas nicht schmecken. Auch die Ausstattung ließ nicht zu wünschen übrig: Nicht 4G-, nicht 5G-, nein 60G-Internet gäbe es!
    Am Ende sind wir dann beim am wenigsten aufdringlichen Restaurant Falafel essen gegangen und haben es nicht bereut.
    Übrigens, absolute Empfehlung von Philipp: "African Tea" (Ingwer wird mit Gewürzen und warmer Milch aufgekocht und mit etwas Schwarztee versetzt) - sehr lecker!
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  • Nochmal Kigali

    September 28, 2024 in Rwanda ⋅ ⛅ 31 °C

    Man könnte fast meinen, in Kigali gäbe es viel zu sehen bzw. zu tun, weil das jetzt schon der dritte Beitrag von hier ist. Dieser (voraussichtlich letzte) Beitrag aus Kigali soll allerdings in erster Linie dazu dienen, ein Fazit zu ziehen und ein paar Beobachtungen festzuhalten:
    - Es gibt Motorradtaxis mit Sonnenschutz
    - Es deckt sich mit unseren letzten Afrika-Erfahrungen, dass teils ausgedehnte Suchaktionen nötig sind, um einen funktionierenden Geldautomaten zu finden
    - Die Aussicht vom 'Mount Kigali' (ca. 1900 m üNN) ist praktisch nicht vorhanden, aber beim Aufstieg ausgehend vom Pelé-Stadion schon
    - Reis ist ein Lebensmittel, das sich ausgezeichnet bei Adipositas und Diabetes eignet
    - Jeden letzten Samstag im Monat ist zwischen 8:00 Uhr und 11:00 Uhr 'Umuganda' angesagt, eine Art gemeinschaftliches Aufräumen...

    ...was dazu führt, dass wir jetzt gerade noch warten müssen, bis der Busbahnhof für unsere Weiterfahrt wieder öffnet. Nahezu der gesamte Straßenverkehr ist während dieser Zeit eingestellt.

    Das nächste Mal melden wir uns dann aus Kibuye (Karongi) am Kivusee. Die Städte hier haben oft zwei Namen, warum auch immer.
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  • Kibuye (Karongi)

    Sep 28–30, 2024 in Rwanda ⋅ 🌩️ 27 °C

    Gerade sitzen wir in unserem kleinen Hotel am Kivu-See und trotzen dem aufbrausenden Gewitter, während wir auf unser Essen warten. Gestern sind wir mit dem Bus aus Kigali angereist, in dem wir knapp 4 Stunden mit unseren Rucksäcken auf dem Schoß eingeklemmt waren. In unserer Unterkunft haben wir einen anderen deutschen Reisenden namens Paul kennengelernt und mit diesem heute eine kleine Bootstour auf dem Kivu-See unternommen, bei der wir auch verschiedene Inseln besucht haben.
    Doch erstmal zum See: Es handelt sich um den drittgrößten (und mitt knapp 500 m auch um den tiefsten) See Afrikas, der im Osten von Ruanda und im Westen von der DR Kongo begrenzt wird. Er liegt auf knapp 1500 m üNN und wird hauptsächlich für den Fischfang und Tourismus genutzt (z. B. finden hier auch viele Hochzeiten statt).
    Auf einer der besuchten Inseln wohnt eine große Kolonie Flughunde (Ton an beim entsprechenden Video!), auf einer anderen einige Meerkatzen und überall hatte man einen schönen Rundumblick, teils sogar bis in den Kongo. Ach und Kühe gibt's auf den Inseln auch, diese werden zum Teil über das Wasser zwischen den Inseln hin- und hergetrieben, um jeweils dort zu grasen.
    Morgen geht es dann nach Gisenyi am Nordufer des Kivu-Sees und von dort aus dann am Mittwoch zu den Berggorillas.
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  • Gisenyi (Rubavu)

    Sep 30–Oct 2, 2024 in Rwanda ⋅ ☁️ 24 °C

    Die Stadt Gisenyi (oder Rubavu, je nachdem wen man fragt) liegt im Nordwesten von Ruanda und direkt an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Vis à vis liegt die kongolesische Stadt Goma am Fuße des aktiven Vulkans Nyiragongo (der mit dem Lavasee wie im Film).
    Nach einer etwa dreistündigen Busfahrt von Kibuye entlang einer malerischen Strecke (siehe Video) erreichten wir bereits den Ort, in dem einen interessanterweise auf einmal alle auf Französisch ansprechen (und nicht mehr auf Englisch).
    Wie Kibuye liegt auch Gisenyi am Kivu-See und bietet eine nette, entspannte Atmosphäre. Wir haben es uns natürlich nicht entgehen lassen, uns das Grenzgebiet zum Kongo anzuschauen (auf dem dritten Foto rechts ist im Hintergrund Goma zu erkennen und auf den beiden darauffolgenden Fotos beginnt der Kongo an dem Zaun).
    Auf dem siebten Foto erkennt man die Silhouette des Nyiragongo, aus dem es ein wenig raucht. Der Vulkan ist zuletzt 2021 ausgebrochen, was sich ausschließlich auf Goma ausgewirkt hat.
    Das letzte Foto zeigt, dass Afrika bereits jetzt Philipps Flipflops in die Knie gezwungen hat ... Ob es hier wohl welche in seiner Größe gibt?!
    Erstmal wurscht, denn morgen in aller Herrgottsfrühe werden wir abgeholt, um uns die Berggorillas im Nationalpark anzuschauen bzw. erstmal zu suchen (...aufregend!). Danach werden wir dann zu unserem letzten Stop in Ruanda gebracht, nämlich nach Musanze (Ruhengeri).

    Warum hier alle Städte zwei Namen haben, konnten wir übrigens noch nicht schlüssig in Erfahrung bringen.

    Das letzte Video zeigt dann noch ein kleines Stürmchen in Kibuye. So geht es hier am See irgendwie jeden Abend zu.
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  • Gorillas im Regen

    Oct 2–4, 2024 in Rwanda ⋅ ☁️ 15 °C

    Nun war es endlich soweit: Unser großes Berggorilla-Abenteuer stand an! Um 5:20 Uhr morgens holte unser Fahrer John im Hotel in Gisenyi ab und nach ca. anderthalb Stunden Fahrt sind wir beim Hauptquartier des Volcanoes-Nationalparks angekommen. Dieser trägt den Namen , da hier fünf der acht Virunga-Vulkane liegen, der Rest im Kongo. Vor Ort gab es erstmal einen guten Kaffee und es trudelten nach und nach weitere 'Muzungus' (lokale Bezeichnung für Weiße) ein. Im Anschluss wurden alle Touristen in Gruppen von max. acht Personen ein- und einem Park-Ranger zugeteilt. Erst war in unserer Gruppe noch eine Kalifornierin, aber bereits auf der darauf folgenden Fahrt zum Startpunkt unserer Wanderung hat unser Ranger (auch John) uns mitgeteilt, dass wir nur zu zweit wären. 'Jackpot, eine private Tour!', dachten wir uns, aber die Sache hatte einen Haken: Es würde nicht der von uns favorisierte einfachere Weg werden, sondern etwas anstrengender. Zu Beginn wurden uns noch zwei Träger zugeteilt, für die wir insbesondere beim Aufstieg (800 Höhenmeter, Start bereits auf 2300 m, also dünne Luft) sehr dankbar waren. Erst ging es durch Agrarland, bis dann nach ca. 400 Höhenmetern eine Steinmauer den Beginn des Nationalparks (und damit des Dschungels) markierte. Teils über schlammige Pfade, teils durch das Unterholz ging es dann ca. anderthalb Stunden in Richtung des Ortes, an dem die uns 'zugeteilte' Berggorilla-Familie sich aufhielt. Der Aufenthaltsort wurde übrigens im Vorfeld durch mehrere sogenannte 'Tracker' ermittelt, die auch täglich den Gesundheitszustand der Tiere dokumentieren. Da die Gorillas ansonsten wild leben, ist das vermutlich ein sehr anspruchsvoller Job! Jedenfalls durften wir dann eine Stunde (worauf penibel geachtet wurde, sehr gut!) in der Nähe (min. 8 m) der Gorilla-Familie - bestehend aus acht Individuen- verbringen und diese beobachten. Um keine Krankheitserreger einzuschleppen, bestand Maskenpflicht (auch sehr gut!). Die Gorillas haben nach Aussage von John 2 (wie wir unseren Ranger nennen) einen sehr geregelten Tagesablauf, bei dem sich Nahrungsaufnahme (vor allem Pflanzentriebe) mit Nestbau und Schlafen abwechselt. Insgesamt waren die Tiere sehr entspannt und haben sich scheinbar recht wenig für uns interessiert. Dafür waren sie für uns umso interessanter! Das Wetter hat uns im übrigen sehr in die Karten gespielt, denn es war morgens ca. 12 °C kalt und hat dann im Dschungel nur zweimal kurz geregnet. Beim Abstieg waren wir natürlich deutlich schneller als beim Aufstieg und wurden im Anschluss dann nach Ruhengeri (Musanze) gebracht, einem Ort ganz in der Nähe. Neben der tollen Erfahrung mit den Gorillas sind wir jetzt auch aktuell noch angemessen stolz auf uns, dass wir die Tour ganz gut überstanden haben!
    Damit der Bericht jetzt nicht noch länger wird, verweise ich an dieser Stelle einfach auf die Fotos und Videos.
    Ach ja: Morgen (also am 4. Oktober) geht's mit dem Bus weiter nach Uganda.
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  • Was sonst so war

    Oct 5–8, 2024 in Uganda ⋅ ☁️ 25 °C

    In Musanze, unserem letzten Halt in Ruanda, waren wir noch Schuhe für Philipp kaufen (echte Nike-Flipflops für 2 Euro!) und haben dann abends den 'Jaguar Executive'-Bus (Executive - naja) nach Mbarara in Uganda genommen, wo wir nur eine Nacht als Zwischenstopp verbracht haben.
    Es wäre gelogen, die Busfahrt als Vergnügen zu bezeichnen, dauerte sie doch am Ende sieben statt vier Stunden, obwohl der Busfahrer wohl eher über eine Karriere im Motorsport hätte nachdenken sollen. Abgerundet wurde die Erfahrung durch eine bergige, kurvenreiche Strecke, extrem laute Musik und eine vor sich hin hustende Passagierin direkt neben uns.
    Der Grenzübergang war problemlos; vor der Ausreise hat ein Mitarbeiter des ugandischen Gesundheitsministeriums (fast...) allen Fieber gemessen und hat nach unseren Gelbfieber-Impfnachweisen gefragt, die er am Ende dann doch nicht sehen wollte. Muzungu-Bonus oder so, wer weiß das schon.
    Nach Ankunft in Mbarara (es war inzwischen 1:30 Ortszeit und wir wurden nicht am Busbahnhof, sondern an irgendeiner Tankstelle abgesetzt) hat uns ein von der Gastgeberin organisierter Fahrer namens Daniel abgeholt, nachdem er bereits einen feuchtfröhlichen Abend verbracht gehabt haben musste.
    Am kommenden Tag wurden wir dann von einem weiteren (nüchternen) Fahrer namens Davis abgeholt und nach Entebbe gefahren (das ist die ehemalige Hauptstadt Ugandas und liegt in direkter Nachbarschaft zur aktuellen Hauptstadt Kampala am Victoriasee). Unterwegs überquert man den Äquator wir hatten im dortigen Restaurant das Vergnügen, unser erstes 'Rolex' zu probieren, den wohl beliebtesten Snack Ugandas. Dabei handelt es sich um ein Omelette, das in Chapati (ein indisches Fladenbrot) eingerollt wird. Nachdem Davis dort noch ein bisschen Mountain Dew getankt hatte, ging es in halsbrecherischem Tempo Richtung Entebbe, wo wir uns jetzt aufhalten. Heute Mittag wollten wir ein kleines Mittagessen in einem Restaurant einnehmen, es hat sich aber herausgestellt, dass kleine Portionen hier nicht möglich sind. Vielmehr hat der Kellner und darüber aufgeklärt, dass sie sich bei den aufgerufenen Preisen eher an amerikanischen Portionen orientieren würden - über niedrigere Preise und folglich kleinere Portionen hat wohl noch niemand nachgedacht. Überhaupt sind die Portionen bisher, auch in Ruanda, immer sehr groß gewesen.
    Die beigefügten Bilder bzw. Videos illustrieren die obigen Beschreibungen ein wenig.
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  • Entebbe und der Schuhschnabel

    Oct 6–9, 2024 in Uganda ⋅ ☁️ 24 °C

    So, jetzt gibt's mal wieder eine Meldung von uns! Wir sind inzwischen schon in Kenia und noch ein bisschen Stoff aus Uganda schuldig geblieben.
    Was ist also inzwischen passiert? In Entebbe, der ehemaligen Hauptstadt Ugandas, haben wir uns in ein etwas schickeres Hotel mit Blick auf den Victoriasee eingebucht und es uns ein wenig gemütlich gemacht. Daneben waren wir im ältesten botanischen Garten Ostafrikas (eigentlich nicht sehr spektakulär, aber es gab Marabus und riesige Spinnen) und haben den bizarren Schuhschnabel in den nahegelegenen Mabamba-Sümpfen beobachtet.
    Im nächsten Beitrag geht's dann noch um unseren darauf folgenden Stopp Jinja und wie wir generell so von A nach B gekommen sind.
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  • Ein paar Impressionen aus Jinja

    October 9, 2024 in Uganda ⋅ ⛅ 26 °C

    Jinja ist eine (laut Reiseführer) verschlafene Kleinstadt am nördlichen Ufer des Victoriasees, wo der weiße Nil entspringt. "Verschlafen" ist in Uganda wohl etwas anders definiert, denn auch hier waren überall wieder alle Leute. Das hat uns nicht davon abgehalten, ein wenig das Alltagsleben in der Stadt zu beobachten, die zwar nicht viel Besonderes bietet, aber immerhin ein paar Eigenheiten hat. Beispielsweise wird hier lediglich ein einziges Motorradtaxi ("Boda Boda") für zwei Personen genutzt, anders als überall sonst bisher. Außerdem hatten wir das Glück, am ugandischen Nationalfeiertag (9. Oktober) dort zu sein und zufällig in die gleiche Richtung laufen zu müssen wie eine Parade inklusive Marschmusik (s. Video).
    Außerdem ist hier heute noch ein bedeutender Knotenpunkt der Uganda-Bahn gelegen, der einst den äußersten Westen Ungandas über Kampala, Jinja, Nairobi schließlich mit Mombasa am indischen Ozean verband. Der Personenverkehr wurde leider in den 1990ern eingestellt und inzwischen verkehren nur noch Güterzüge zwischen Kampala und Mombasa.
    Von Entebbe nach Jinja sind wir übrigens mit dem "Pineapple Express" (Ananas-Express) gekommen, einem praktischen Shuttlebus, der die beiden Städte direkt miteinander verbindet.
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  • Safari Time

    Oct 12–14, 2024 in Kenya ⋅ ☀️ 27 °C

    Bevor es zum aktuellen Titelthema geht, wollen wir noch kurz erzählen, wie wir überhaupt zum Massai Mara-Nationalpark gekommen sind.
    Von Jinja aus hatten wir uns über einen Bus nach Kisumu in Kenia informiert und es sollte (eigentlich) der Simba-Express werden. Mit dem Motorradtaxi machten wir uns rechtzeitig zum 'Busbahnhof' auf, um dort mitgeteilt zu bekommen, dass der Bus unterwegs eine Panne hatte. Also wurde es dann das Sammeltaxi (Matatu, eine Art Minibus mit bis zu 20 Fahrgästen) zur Grenze und von dort ein wenig überbezahltes Taxi nach Kisumu.
    Nach einem wenig erwähnenswerten Aufenthalt in Kisumu im Westen Kenias wurden wir von einem Fahrer aufgesammelt, um die vierstündige Fahrt nach Narok anzutreten, dem Ausgangspunkt für den Zugang zum Massai Mara-Nationalpark. Dort wurden wir mit vier weiteren Leuten in einen Safari-Van gepackt und weitere zweieinhalb Stunden zu unserem Zelt-Camp gefahren. 'Zelt-Camp' bedeutet hier: Richtige Betten und privates Bad mit warmem Wasser (obwohl wir die 'Budget-Safari' für 'nur' 750 Euro pro Person gebucht hatten).
    Am Nachmittag und dem kompletten darauf folgenden Tag waren wir dann auf 'Game Drive', wie sich das hier nennt. Leider schien unser Fahrer/Guide - beschönigt ausgedrückt - nicht besonders daran interessiert, uns irgendetwas über den Park und die Tiere näherzubringen, sondern fuhr uns einfach stur durch die Gegend.
    Abgesehen davon konnten wir der Art und Weise, wie diese Art von Safari durchgeführt wurde, nicht sonderlich viel abgewinnen. Natürlich sind super Bilder dabei herausgekommen und es war beeindruckend, die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Aber 30 Autos, die einem Löwen fast über den Schwanz fahren, lässt schon die Frage offen, wie verantwortungsvoll diese Aktivität ist.
    Insgesamt hat uns von den bisher bereisten Ländern Kenia noch an wenigsten gepackt und nach einem kurzen Aufenthalt in Nairobi geht es dann bereits mit dem Bus weiter nach Arusha im Norden Tansanias. Dort werden wir bei hoffentlich guter Sicht den Kilimandscharo erblicken können!
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  • Kurzer Stopp in Nairobi

    Oct 14–16, 2024 in Kenya ⋅ ⛅ 27 °C

    Wie bereits angedeutet ging es nach unserer Safari erstmal noch nach Nairobi, vor allem als Zwischenstopp auf dem Weg nach Tansania. Als Unterkunft haben wir uns eine Airbnb in einem dieser schnieken Expat-Wohntürme angemietet, insbesondere wegen der Waschmaschine. Und da wir nie ohne Waschpulver verreisen, riecht unsere Wäsche jetzt wie daheim.
    Ansonsten stand unsere typische Großstadt-Moloch-Aktivität auf dem Programm: Spazieren durch die größten Einkaufszentren der Stadt. Denn in der Großstadt-Hitze bei dezent viel Smog ist ein Aufenthalt im Freien einfach nicht sehr angenehm (sowas haben wir vielleicht in unseren Zwanzigern noch gemacht). Im Allgemeinen war es jetzt in Kenia nochmal deutlich heißer als zuvor.
    Tags darauf hatten wir dann einen Bus (hier heißt das "Shuttle") nach Arusha in Tansania gebucht und berichten dann beim nächsten Mal von dort (dann wieder mit Natur, versprochen!).
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  • Arusha und Umgebung

    Oct 16–20, 2024 in Tanzania ⋅ ⛅ 24 °C

    Diejenigen, welche etwas mit Ostafrika bewandert sind, denken bei der Stadt Arusha im Norden Tansanias sicherlich erstmal an Safari in der nahe gelegenen Serengeti oder an den Kilimandscharo. Da wir das Thema Safari bereits in Kenia 'hinter uns gebracht' hatten, fiel das schonmal weg. Bergsteiger sind wir bekanntlich auch nicht gerade und der Kilimandscharo ist auch kein Berg, an dem man das mal eben ein bisschen übt.
    Wir haben allerdings zumindest einen Ausflug an den Rand des Kilimandscharo-Nationalparks, nämlich in das kleine Dorf Materuni mit dem gleichnamigen Wasserfall, unternommen. Dies war mit einer kleinen Wanderung auf rund 1700 m Höhe verbunden und hat sich demnach fast wie eine Kilimandscharo-Besteigung angefühlt. Unterwegs durften wir ein Chamäleon über unsere Hände krabbeln lassen (passenderweise von der Spezies "Fischer's Chamäleon") und haben von einer lokalen Kaffeebauern-Familie gelernt, wie man von der Kaffeeblüte bis zum fertigen Getränk kommt. Sogar die bekennende Teetrinkerin Meike hat sich nochmal nachgegossen, da der Kaffee super war. Nach kurzer Stärkung ging es dann über Stock und Stein zu den 'heißen' Quellen von Kikuletwa, die tatsächlich eher handwarm waren, aber nichtsdestotrotz zum Herumdümpeln eingeladen haben. Es gab auch eine sehr elegante Akrobatikeinlage von Philipp, siehe Video.
    An einem anderen Tag haben wir noch dem städtischen naturhistorischen Museum einen Besuch abgestattet, über das es wenig zu berichten gibt, außer dass es sich in den Räumlichkeiten einer ehemaligen kolonialen Befestigungsanlage der deutschen befindet und dass dort eine 200 Jahre alte Riesenschildkröte namens Tom lebt, die Menschen mag.
    Zu guter Letzt haben wir noch einen Kochkurs besucht, bei dem wir etwas über die Zubereitung einer Vielzahl ostafrikanischer Gerichte (z. B. Ugali, Kürbisblätter mit Erdnusssoße, afrikanisches Chapati und afrikanische Samosas) gelernt haben. Kochkurse hatten wir zwar schon bessere, aber wenigstens kommen die Teilnahmegebühren einer Organisation zu Gute, welche jungen Frauen zu wirtschaftlicher Unabhängigkeit verhilft.
    Während ich diese Zeilen verfasse, befinden wir uns (zum Glück wieder) auf festem Boden in Sansibar, nachdem wir mit einem dieser winzigen Busch-Flieger hierher gewackelt sind.
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  • Sansibar oder der letzte Stopp

    Oct 22–29, 2024 in Tanzania ⋅ ☀️ 30 °C

    Die an den bekannten Alfred-Andersch-Roman angelehnte Überschrift stimmt eigentlich nicht ganz, denn faktisch ist unser letzter Stopp Daressalaam, von wo auch unser Rückflug nach Paris geht.
    Apropos Flug: Die Anreise nach Sansibar stellte sich für uns selbst nach mehreren Wochen in Afrikas Transportmitteln noch recht abenteuerlich dar, denn wir sind beide das erste (und hoffentlich auch letzte) Mal mit einem dieser kleinen "Busch-Flieger" unterwegs gewesen. Dementsprechend sind wir von Arusha nach Sansibar geschaukelt und gewackelt und waren beide äußerst erleichtert, als wir die kleine 13-Personen-Maschine durchgeschwitzt wieder verlassen durften. Wer sich das beim ersten Bild fragt: Ja, Philipp hat in die Maschine gepasst, es aber zuvor auch ein wenig angezweifelt.
    Obgleich wir bereits über ein Visum für Tansania verfügten, muss bei Einreise nach Sansibar noch ein zusätzlicher Reiseversicherungsnachweis vorgelegt werden, der ganz zufällig ausschließlich bei der halbstaatlichen "Zanzibar Insurance Company" erworben werden kann (40 US$ pro Person). Dann ab ins Taxi zu unserer Hotelanlage auf der anderen Seite der Insel (sind nur 30 km gewesen) und schon beginnt das Pauschalurlaubs-Feeling - mit allen Vor- und Nachteilen, aber wir haben es uns ja ausgesucht. Zum Glück haben wir nicht wirklich Halb- oder gar Vollpension gebucht, denn der Koch in unserer Hotelanlage scheint schwer verliebt zu sein und greift entsprechend tief in das Salzfass. Leider entpuppten sich auch die vorab überlegten Aktivitäten (z. B. Schnorcheln) als eher fragwürdig (Boote ankern mitten im ohnehin schon bleichen Riff, Fische werden angefüttert, Delfine am Wegschwimmen gehindert), also beschränken sich unsere Tage im Wesentlichen auf Entspannen und Planschen. Nicht falsch verstehen, das ist eigentlich auch ganz gut so, nach unserer bisherigen Tour aber ein so starker Kontrast, dass die Umstellung erstmal nicht leicht fiel.
    Ein klein bisschen Aktivität gab es dann am Ende doch noch: Einmal sind wir mit dem Bus nach "Stone Town" gefahren, der historischen Altstadt der Inselhauptstadt (siehe Bilder, "From the river to the sea [...]" spiegelt übrigens nicht unsere Einstellung zum Nahostkonflikt wider, sondern ist hier nur journalistisch-neutral dokumentiert) und ansonsten ein paar mal mit dem Motorroller in der Umgebung unseres Hotels rumgekurvt.
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    Trip end
    November 1, 2024