• Gorillas im Regen

    Oct 2–4, 2024 in Rwanda ⋅ ☁️ 15 °C

    Nun war es endlich soweit: Unser großes Berggorilla-Abenteuer stand an! Um 5:20 Uhr morgens holte unser Fahrer John im Hotel in Gisenyi ab und nach ca. anderthalb Stunden Fahrt sind wir beim Hauptquartier des Volcanoes-Nationalparks angekommen. Dieser trägt den Namen , da hier fünf der acht Virunga-Vulkane liegen, der Rest im Kongo. Vor Ort gab es erstmal einen guten Kaffee und es trudelten nach und nach weitere 'Muzungus' (lokale Bezeichnung für Weiße) ein. Im Anschluss wurden alle Touristen in Gruppen von max. acht Personen ein- und einem Park-Ranger zugeteilt. Erst war in unserer Gruppe noch eine Kalifornierin, aber bereits auf der darauf folgenden Fahrt zum Startpunkt unserer Wanderung hat unser Ranger (auch John) uns mitgeteilt, dass wir nur zu zweit wären. 'Jackpot, eine private Tour!', dachten wir uns, aber die Sache hatte einen Haken: Es würde nicht der von uns favorisierte einfachere Weg werden, sondern etwas anstrengender. Zu Beginn wurden uns noch zwei Träger zugeteilt, für die wir insbesondere beim Aufstieg (800 Höhenmeter, Start bereits auf 2300 m, also dünne Luft) sehr dankbar waren. Erst ging es durch Agrarland, bis dann nach ca. 400 Höhenmetern eine Steinmauer den Beginn des Nationalparks (und damit des Dschungels) markierte. Teils über schlammige Pfade, teils durch das Unterholz ging es dann ca. anderthalb Stunden in Richtung des Ortes, an dem die uns 'zugeteilte' Berggorilla-Familie sich aufhielt. Der Aufenthaltsort wurde übrigens im Vorfeld durch mehrere sogenannte 'Tracker' ermittelt, die auch täglich den Gesundheitszustand der Tiere dokumentieren. Da die Gorillas ansonsten wild leben, ist das vermutlich ein sehr anspruchsvoller Job! Jedenfalls durften wir dann eine Stunde (worauf penibel geachtet wurde, sehr gut!) in der Nähe (min. 8 m) der Gorilla-Familie - bestehend aus acht Individuen- verbringen und diese beobachten. Um keine Krankheitserreger einzuschleppen, bestand Maskenpflicht (auch sehr gut!). Die Gorillas haben nach Aussage von John 2 (wie wir unseren Ranger nennen) einen sehr geregelten Tagesablauf, bei dem sich Nahrungsaufnahme (vor allem Pflanzentriebe) mit Nestbau und Schlafen abwechselt. Insgesamt waren die Tiere sehr entspannt und haben sich scheinbar recht wenig für uns interessiert. Dafür waren sie für uns umso interessanter! Das Wetter hat uns im übrigen sehr in die Karten gespielt, denn es war morgens ca. 12 °C kalt und hat dann im Dschungel nur zweimal kurz geregnet. Beim Abstieg waren wir natürlich deutlich schneller als beim Aufstieg und wurden im Anschluss dann nach Ruhengeri (Musanze) gebracht, einem Ort ganz in der Nähe. Neben der tollen Erfahrung mit den Gorillas sind wir jetzt auch aktuell noch angemessen stolz auf uns, dass wir die Tour ganz gut überstanden haben!
    Damit der Bericht jetzt nicht noch länger wird, verweise ich an dieser Stelle einfach auf die Fotos und Videos.
    Ach ja: Morgen (also am 4. Oktober) geht's mit dem Bus weiter nach Uganda.
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