Arusha und Umgebung
Oct 16–20, 2024 in Tanzania ⋅ ⛅ 24 °C
Diejenigen, welche etwas mit Ostafrika bewandert sind, denken bei der Stadt Arusha im Norden Tansanias sicherlich erstmal an Safari in der nahe gelegenen Serengeti oder an den Kilimandscharo. Da wir das Thema Safari bereits in Kenia 'hinter uns gebracht' hatten, fiel das schonmal weg. Bergsteiger sind wir bekanntlich auch nicht gerade und der Kilimandscharo ist auch kein Berg, an dem man das mal eben ein bisschen übt.
Wir haben allerdings zumindest einen Ausflug an den Rand des Kilimandscharo-Nationalparks, nämlich in das kleine Dorf Materuni mit dem gleichnamigen Wasserfall, unternommen. Dies war mit einer kleinen Wanderung auf rund 1700 m Höhe verbunden und hat sich demnach fast wie eine Kilimandscharo-Besteigung angefühlt. Unterwegs durften wir ein Chamäleon über unsere Hände krabbeln lassen (passenderweise von der Spezies "Fischer's Chamäleon") und haben von einer lokalen Kaffeebauern-Familie gelernt, wie man von der Kaffeeblüte bis zum fertigen Getränk kommt. Sogar die bekennende Teetrinkerin Meike hat sich nochmal nachgegossen, da der Kaffee super war. Nach kurzer Stärkung ging es dann über Stock und Stein zu den 'heißen' Quellen von Kikuletwa, die tatsächlich eher handwarm waren, aber nichtsdestotrotz zum Herumdümpeln eingeladen haben. Es gab auch eine sehr elegante Akrobatikeinlage von Philipp, siehe Video.
An einem anderen Tag haben wir noch dem städtischen naturhistorischen Museum einen Besuch abgestattet, über das es wenig zu berichten gibt, außer dass es sich in den Räumlichkeiten einer ehemaligen kolonialen Befestigungsanlage der deutschen befindet und dass dort eine 200 Jahre alte Riesenschildkröte namens Tom lebt, die Menschen mag.
Zu guter Letzt haben wir noch einen Kochkurs besucht, bei dem wir etwas über die Zubereitung einer Vielzahl ostafrikanischer Gerichte (z. B. Ugali, Kürbisblätter mit Erdnusssoße, afrikanisches Chapati und afrikanische Samosas) gelernt haben. Kochkurse hatten wir zwar schon bessere, aber wenigstens kommen die Teilnahmegebühren einer Organisation zu Gute, welche jungen Frauen zu wirtschaftlicher Unabhängigkeit verhilft.
Während ich diese Zeilen verfasse, befinden wir uns (zum Glück wieder) auf festem Boden in Sansibar, nachdem wir mit einem dieser winzigen Busch-Flieger hierher gewackelt sind.Read more

















