Sansibar oder der letzte Stopp
Oct 22–29, 2024 in Tanzania ⋅ ☀️ 30 °C
Die an den bekannten Alfred-Andersch-Roman angelehnte Überschrift stimmt eigentlich nicht ganz, denn faktisch ist unser letzter Stopp Daressalaam, von wo auch unser Rückflug nach Paris geht.
Apropos Flug: Die Anreise nach Sansibar stellte sich für uns selbst nach mehreren Wochen in Afrikas Transportmitteln noch recht abenteuerlich dar, denn wir sind beide das erste (und hoffentlich auch letzte) Mal mit einem dieser kleinen "Busch-Flieger" unterwegs gewesen. Dementsprechend sind wir von Arusha nach Sansibar geschaukelt und gewackelt und waren beide äußerst erleichtert, als wir die kleine 13-Personen-Maschine durchgeschwitzt wieder verlassen durften. Wer sich das beim ersten Bild fragt: Ja, Philipp hat in die Maschine gepasst, es aber zuvor auch ein wenig angezweifelt.
Obgleich wir bereits über ein Visum für Tansania verfügten, muss bei Einreise nach Sansibar noch ein zusätzlicher Reiseversicherungsnachweis vorgelegt werden, der ganz zufällig ausschließlich bei der halbstaatlichen "Zanzibar Insurance Company" erworben werden kann (40 US$ pro Person). Dann ab ins Taxi zu unserer Hotelanlage auf der anderen Seite der Insel (sind nur 30 km gewesen) und schon beginnt das Pauschalurlaubs-Feeling - mit allen Vor- und Nachteilen, aber wir haben es uns ja ausgesucht. Zum Glück haben wir nicht wirklich Halb- oder gar Vollpension gebucht, denn der Koch in unserer Hotelanlage scheint schwer verliebt zu sein und greift entsprechend tief in das Salzfass. Leider entpuppten sich auch die vorab überlegten Aktivitäten (z. B. Schnorcheln) als eher fragwürdig (Boote ankern mitten im ohnehin schon bleichen Riff, Fische werden angefüttert, Delfine am Wegschwimmen gehindert), also beschränken sich unsere Tage im Wesentlichen auf Entspannen und Planschen. Nicht falsch verstehen, das ist eigentlich auch ganz gut so, nach unserer bisherigen Tour aber ein so starker Kontrast, dass die Umstellung erstmal nicht leicht fiel.
Ein klein bisschen Aktivität gab es dann am Ende doch noch: Einmal sind wir mit dem Bus nach "Stone Town" gefahren, der historischen Altstadt der Inselhauptstadt (siehe Bilder, "From the river to the sea [...]" spiegelt übrigens nicht unsere Einstellung zum Nahostkonflikt wider, sondern ist hier nur journalistisch-neutral dokumentiert) und ansonsten ein paar mal mit dem Motorroller in der Umgebung unseres Hotels rumgekurvt.Read more


















