• El Aaiún العيون

    February 17 in Morocco ⋅ ☀️ 27 °C

    Die Fahrt von El Marsa nach El Aiún passiert zügig und unproblematisch. Interessiert genieße ich die sandige Landschaft samt der Dünen, die an mir vorbeiziehen.

    In El Aaiún angekommen, passiere ich erst einmal eine freundliche Polizeikontrolle am imposanten Eingang der Stadt und werde von einem riesigen Heuschreckenschwarm heimgesucht! 😇🤣

    Es geht die Straße entlang, rechts rein, vorbei an dem wunderschönen Kongresspalast und dem gegenüberliegenden Mechouar-Platz, wie ich nach einer Recherche herausfinde. Auf Googlemaps ist der atemberaubende Platz nur auf arabisch zu finden.
    Direkt rechts und wieder rechts, finde ich, zumindest für den Chälli, den auserkorenen park4night Parkplatz, welcher hier im
    Footprint auch den Standort markiert. Er befindet sich direkt neben einer Waschanlage und irgendeinem Gebäude, in dem Frauen ein- und ausgehen.

    Ich packe mein Wasser und gehe Richtung „Place Oum Saad“.
    Da es hier keinerlei Caches oder Adventure Lab’s gibt, bediene ich mich der Googlemaps „Sehenswürdigkeiten“ und lasse mich frei und fröhlich treiben.
    Auf dem herrlichen Platz angekommen, kreuzt sich mein Weg mit einer wunderschönen Sahrawiya, (eine sahrauische Frau) was so viel wie „Bewohnerin der Wüste“ bedeutet. Ich begrüße sie mit „Salam aleikum“, was soviel wie „Friede sei mit dir“ heißt und was ich mit einem gleichzeitigen Klopfen auf mein Herz unterstütze. Das entlockt ihr ein verschwitztes Lächeln, was mich etwas verzaubert.

    Diese Standardbegrüßung hat ja bereits in Marokko gut funktioniert und hier in der Westsahara 🇪🇭 natürlich auch. Ebenso klappt sie bei der männlichen Zunft und sorgt auch bei denen für ein ehrliches und offenes Lächeln. Ich mag das einfach! Da hat man gleich einen ganz anderen Start mit den Leuten. 🫶❤️💫
    Mit den Männern kommt man dadurch auch ins Gespräch, die Frauen sind viel zu schüchtern und ich auch. 😁

    Grundsätzlich fällt mir in El Aaiùn auf, dass es vergleichsweise schick ist. Schöne Plätze, schöne Parks und auch schöne Menschen, die gefühlt mehr aus sich machen oder vielleicht auch machen können, wie ich aus Marokko gewohnt bin.

    Ich sehe sogar, und das ist das erste Mal, seid ich in Afrika bin, ein Pärchen, welches Körperkontskt in der Öffentlichkeit hat. Er gibt ihr mehr oder weniger eine zärtliche Massage und das in einer öffentlich Parkanlage. Das bringt mich zu dem Schluss, dass es hier freier und offener zugeht, als in Marokko, aber das kann natürlich auch täuschen…
    So! Weiter geht es vorbei an einer Art Kulturzentrum und 1x um das „Lycée hassan II“, was mich in den „Place El Ouahda“ oder „Mohammed-Benkiran-Platz“ bringt, da sind sich Google und das Schild Vorort nicht einig.
    Immer wieder begrüßen mich Leute sehr freundlich und reagieren auch auf meine Kontaktaufnahmen sehr sehr positiv und alle scheinen hier so glücklich! Ja, das ist es! Ich liebe es! 😏❤️

    Ich latsche irgendwo kreuz und quer durch die Stadt und lande wieder am Mechouar-Platz, wo ich diese wunderschöne Katze treffe. Solche Augen habe ich noch nie gesehen. 😍

    Dann geht es zurück zur Waschanlage, in der sie mir doch 100 DH für das Waschen vom Chälli abknöpfen wollen, aber nicht mit mir! Haha! 😂
    Ich handele ihn auf 50 DH runter und verpisse mich, nachdem ich 50 Minuten mit Einheimischen gequatscht und der gute Mohammed sich noch immer nicht in meinem Wagen kümmern will.

    Der letzte Weg führt mich in den Marjane Supermarkt, den ich bereits aus Guelmim schätzen gelernt habe. Es ist teurer als auf den Märkten, aber ich werde 1. nicht verarscht und 2. geht mir keine Pimmelgesicht auf den Sack, das ist auch schon mal viel wert. Ich kaufe 1 Kg Putengehacktges und allerlei anderes sinnvolles Zeug, zahle und räume alles in den Chälli. Dort ziehe ich mir vom Hunger geplagt erst einmal 250g auf mit Butter gespicktem Sesambaguette rein, immerhin war die Tage Weltmetttag, das muss ja freilich nachgeholt werden.
    Beim Verlassen des Geländes bemerke ich, dass es hier ein richtige Small gibt, sogar mit eine originalen Adidasstore, unglaublich. 🤯🤣😜

    Bevor ich die Stadt verlasse geht es nochmals zur Shell Tankstelle, wo ich 64,39L für den Chälli zapfen lasse (ja, es gehen 65L rein) und ich dafür 49€ bezahle. Das ist Rekord auf 50.000 km mit dem Challenger und dazu applaudiere ich Ahmed an der Zapfsäule! ⛽️👏

    Ich düse von dannen und mache kehrt, nachdem ich in die falsche Richtung weggefahren bin. Wer kennt es auch nicht! Du stehst irgendwo und erkennst nicht in welche Richtung dich das Navi senden will und du wählst nach dem 50/50 Joker die falsche Antwort! 🤣

    Dafür entschädigt der grandiose Sonnenuntergang, den ich bei der Offroad-Umfahrung durch einen nicht fertiggestellten Stausee auf die Autobahn erleben darf. Die mir, nebenbei bemerkt, abermals ein lustig netter Marokkaner auf einem einspurigen Fahrzeug weist. Sicher zum 5. Mal in den 4 Wochen, aber seht doch selbst!
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