• Fressstop in Jorf El Melha

    April 5 in Morocco ⋅ ☀️ 30 °C

    Ich fahre 2x an dieser qualmenden Leckerbude (مجزرة ومشواة الزيتونة )vorbei. Eines dieser typischen marokkanischen Restaurants, wo Metzger und Restaurant irgendwie miteinander verheiratet sind, aber im Zweifel das Eine auch ohne das Andere kann. So finde ich an der Hauptstraße meinen Parkplatz und gehe in die Metzgerei. Dort stelle ich mich in der Schlange oder was das Menschenknäul ist, an. Es gibt leichte Verständigungsschwierigkeiten, doch I ch mache dem Metzger klar, dass ich 500 g Kefta direkt hier essen möchte. Als ich dann warte und die Menge bezahlen möchte, fällt mir noch das leckere Rindersteak auf, von dem ich auch noch ein Kilo bestelle, zum mitnehmen versteht sich . Ich setze mich an einen Tisch und warte. Es vergehen 51 Minuten, 15 Minuten, 20 Minuten und ich vertreibe mir mit umherschauen die Zeit. Auf einmal werden 1 Teller mit 500 g Kefta und ein Teller mit einem Kilo Rindersteaks fertig gebraten auf mein Tisch gestellt, dazu eine unglaubliche Menge Brot und der Tee.

    „Na Prost Mahlzeit?!“, denke ich mir noch und kränkele die Ärmel hi cu Bund fange an, Entschuldigung, zu fressen! So ein bisschen fühle ich mich wie in einem dieser Italowestern mit Terence Hill und Bud Spencer, nein! Eigentlich fühle ich mich genau wie Terence Hill. Ich streue Meersalz und ein Cumingemisch vor jedem Beißvorgang auf das Steak und reiße es ab, anschließend ein Stück Brot. Das Kefta muss nicht extra gewürzt werden, es ist einfach perfekt und auch hier folgt nach jedem Bissen ein Stück abgerissenes Brot, lecker! Der Tisch gegenüber leert sich und 2 Marokkanerinnen gehen und eine kommt. Sie wünscht mir guten Appetit. Ich fresse eigentlich wie eine Sau, also gefühlt. Aber das scheint sie zu mögen, so oft wie sie rüberglotzt!

    Ich habe meinen Spaß, so zu fressen hat doch was und ich denke zeitweise, dass ich diese Portion hier echt gemeistert bekomme. Wäre ja nicht das erste Mal, dass ich zwischen 1 und 2 Kilo Fleisch esse. Am Ende muss ich jedoch etwas einpacken lassen. Mit Mistir tausche ich noch Instagram aus und beim Chef Mohammed nehme ich noch ein halbes Kilo von diesen sensationellen Keftagewürz mit! Das brauche ich unbedingt für den Camper! Mohammed knöpft mir dafür 230 Dirham ab, was wahrscheinlich viel zu viel ist, aber die 500g Kefta und die 1 Kg Rindersteaks waren so mit das geilste an Geschmack und Qualität, was ich in meinen 2 1/2 Monaten Marokko erleben durfte!

    Aber seht doch selbst!
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