• Eintracht Frankfurt undercover beim VfB

    September 22, 2013 in Germany ☁️ 17 °C

    Damals noch sehr frisch mit meiner damaligen Partnerin zusammen, wollte ich ihr als eingefleischter Eintracht-Frankfurt-Anhängerin eine Freude bereiten. Als sie mich in Mosbach besuchte, überraschte ich sie spontan mit Karten für das Auswärtsspiel ihrer Eintracht beim VfB Stuttgart.

    Die Fahrt über die Landstraße und Autobahn dauerte gar nicht mal so lange und war für meinen treuen Dreizylinder-VW-Polo keine allzu große Herausforderung. In Stuttgart angekommen, parkten wir auf einem Schotterparkplatz nahe der Schleyer-Halle und liefen am Wasen vorbei, wo gerade emsig die Aufbauten für das bevorstehende Cannstatter Volksfest im Gange waren.

    Im Stadion steuerten wir unsere Plätze im Oberrang direkt über der Cannstatter Kurve an. Da wir mitten im Stuttgarter Heimbereich saßen, hieß es für meine damalige Freundin natürlich: Jubel zügeln und unauffällig bleiben! Beim Einlaufen der Mannschaften beteiligten wir uns brav an der Choreografie der VfB-Fans, was dem Ganzen eine herrlich verdeckte Note verlieh.

    Das Spiel selbst bot von Beginn an reichlich Spektakel: Bereits in der 14. Minute ging die Eintracht durch ein Tor von Marco Russ nach Vorarbeit von Stefan Aigner mit 1:0 in Führung – ein Moment, in dem sich meine Ex-Freundin auf den Lippen kauen musste, um nicht lautstark loszujubeln. Die Freude währte allerdings nicht lange, denn nur zwei Minuten später glich der VfB aus: Der erst 17-jährige Timo Werner köpfte in der 16. Minute zum 1:1 ein – es war das allererste Bundesligator seiner Karriere.

    In der Folge entwickelte sich eine umkämpfte Partie mit Chancen auf beiden Seiten, doch der absolute Höhepunkt sparte sich bis zur allerletzten Sekunde auf. In der 94. Minute gab es nach einem Foulspiel noch einmal Elfmeter für Stuttgart! Vedad Ibišević trat an, schoss – und Eintracht-Keeper Kevin Trapp parierte bärenstark! Der Gästeblock auf der gegenüberliegenden Seite explodierte, und auch bei meiner Begleitung herrschte Erleichterung, die sie sich aber tunlichst nicht anmerken lassen durften.

    Mit dem hart erkämpften 1:1 im Gepäck machten wir uns schließlich auf den Rückweg zum Polo. Die Überraschung war mehr als gelungen und der Nervenkitzel im Stuttgarter Block machte den Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis!
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