• Bayerisch-fränkisches Derby

    February 8, 2014 in Germany 🌧 13 °C

    Endlich war der Tag gekommen: Ich bekam meine allererste Zusage für ein Bundesliga-Auswärtsspiel des FC Bayern! Zwei begehrte Tickets machten sich per Post von der Säbener Straße auf den Weg zu mir. Die zweite Karte vermachte ich natürlich meinem Vater, der sich genauso auf den Ausflug freute wie ich.

    Die Stadt, das Frankenstadion und das gesamte Umfeld kannte ich durch die bisherigen Besuche bereits bestens. Große logistische Überraschungen oder Orientierungsschwierigkeiten warteten somit nicht auf uns – wir steuerten das Areal gewohnt routiniert an.

    Hinein ging es in den prall gefüllten Gästeblock zum bayerisch-fränkischen Derby am 20. Spieltag. Die Mannschaft von Pep Guardiola, die damals von Rekord zu Rekord eilte, übernahm von der ersten Sekunde an souverän die Kontrolle über das Geschehen.

    In der 18. Minute durften wir im Gästeblock das erste Mal jubeln: Xherdan Shaqiri schlug eine maßgenaue Flanke in den Sechzehner, und Mario Mandžukić versenkte den Ball per gekonnter Direktabnahme zum 0:1 im Nürnberger Tor. Der Club versuchte zwar leidenschaftlich dagegenzuhalten, doch die spielerische Überlegenheit der Bayern war an diesem Tag einfach eine Nummer zu groß.

    Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Münchner dann alles klar: Mandžukić bewies diesmal das Auge für den Mitspieler und bediente Philipp Lahm, der in der 49. Minute eiskalt zum 0:2 vollendete. Ein besonderer Moment für mich auf den Rängen, schließlich erzielte mein damaliger Lieblingsspieler damit sein allererstes Saisontor – frisch umgeschult zur Schaltzentrale im defensiven Mittelfeld.

    Nürnberg steckte zwar nie auf, doch die Bayern spielten die Führung im Stile einer Spitzenmannschaft trocken herunter und bauten ihre unfassbare Serie auf 39 ungeschlagene Bundesliga-Spiele in Folge aus.

    Mit den drei Punkten im Gepäck und dem erhabenen Gefühl eines Derbysieges, machten mein Vater und ich uns munter auf den Heimweg.
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