Eishockey bei den Wölfen Freiburg
November 1, 2024 in Germany
⛅ 13 °C
Zu Besuch bei einer Freundin in Freiburg überlegten wir, wie wir den Abend am besten verbringen könnten. Dabei kam sie auf Eishockey zu sprechen – sie war schon einmal bei den Wölfen des EHC Freiburg gewesen und hatte dadurch Gefallen an dem schnellen Sport gefunden. Da ich spätestens seit meinem Besuch bei der Düsseldorfer EG ebenfalls vom Eishockey-Virus gepackt war, war ich sofort begeistert von der Idee.
Wir stiegen also in die Straßenbahn und machten uns auf den Weg zur Echte Helden Arena. Dort angekommen, konnten wir ganz entspannt an der Abendkasse unsere Tickets lösen. Drinnen nahmen wir auf den blanken und spärlich besetzten Betonstufen Platz, von denen aus man den urigen, unverfälschten Charme der alten Eishalle hautnah spürte.
Kurz vor Beginn der DEL2-Partie gegen den Aufsteiger, die Blue Devils Weiden, schrillte plötzlich ein durchdringender Feueralarm durch das Gebäude – exakt derselbe schrille Ton, den ich sonst nur von der Arbeit kenne. Instinktiv wollten wir schon geordnet den Rückzug antreten, stutzten dann aber gewaltig: Um uns herum machte absolut niemand Anstalten, seinen Platz zu verlassen.
Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen Fehlalarm. Es pfiffen bereits die Spatzen von den Dächern, dass der Alarm wohl nicht zum ersten Mal absichtlich ausgelöst worden war, um sprichwörtlich „Alarm zu schlagen“ und Nachdruck für den längst überfälligen Neubau der in die Jahre gekommenen Eishalle zu verleihen. Ein leidiges, zähes Thema in Freiburg – ein Schicksal, das man aus Würzburg rund um die Diskussionen um eine neue Basketball-Arena nur zu gut kennt.
Als die Sirenen schließlich verstummten, rückte wieder das Geschehen auf dem Eis in den Mittelpunkt. Vor knapp 3.000 Zuschauern entwickelte sich ein enges und umkämpftes Spiel. Freiburg erwischte den besseren Start und ging in Führung, doch die Gäste aus Weiden hielten wacker dagegen und glich aus. In der 25. Minute erlöste Eero Elo die Heimmannschaft, als er eine Unachtsamkeit der Gäste-Abwehr nutzte und die Wölfe mit 2:1 in Front schoss.
Im letzten Drittel verwalteten die Hausherren den Vorsprung geschickt und brachten das knappe 2:1 über die Zeit. Ein gelungener Eishockey-Abend in einer Halle mit viel Nostalgie – und dem süßen Geschmack von drei Punkten für die Wölfe!Read more


