• Geschichte in Stone Town

    July 6, 2024 in Tanzania ⋅ ⛅ 26 °C

    Nach einem kurzen Flug, bei dem wir ironischerweise zum ersten Mal den Kilimandscharo sehen können, landen wir in Stone Town auf Sansibar.
    Die Stadt hat eine dunkle Geschichte: einst war sie 70 Jahre lang der Dreh- und Angelpunkt des Sklavenhandels, bei dem Menschen von einem Einzugsgebiet bis in den Kongo auf einer qualvollen Reise in alle Welt verschifft wurden. Das Museum mit den gut erhaltenen Sklavenunterkünften ist sehr informativ und lässt uns bedrückt zurück.
    Abgesehen davon war die Insel schon Hauptstadt des Oman, wurde vom Deutschen Kaiserreich und dem Vereinigten Königreich gegen Helgoland getauscht, und gab Tansania den "-sania"-Teil seines Namens. Eine bewegte Vergangenheit also.
    Heute leben in Stone Town viele Muslime, was uns immer ein Gefühl der Sicherheit gibt. Der Druck Allahs auf seine Gläubigen, sich anständig zu verhalten, erscheint uns größer als der Druck des christlichen Gottes heutzutage auf seine Gläubigen. So erkunden wir unbehelligt die Stadt mit ihren wunderschönen Fassaden, die aufgrund des umfassenden Denkmalschutzes leider verfallen; niemand kann es sich leisten, eines der Häuser zu renovieren.

    Obwohl wir noch in der Hauptstadt sind, erfreuen wir uns schon an den wunderschönen Stränden und dem türkisblauen Meer.
    Bei einem Cocktail stoßen wir mit Blick auf den Sonnenuntergang auf unsere Zeit auf dieser besonderen Insel an.
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