• Strand pur in Michamvi

    Jul 7–10, 2024 in Tanzania ⋅ ⛅ 25 °C

    Auf geht's mit dem Daladala durch Sansibar! Die kleinen, ziemlich... rustikalen Busse befördern Einheimische und jeden, der sich traut, über die ganze Insel. Obwohl wir einen Aufschlag für "Musungu" (Weiße) zahlen, sind wir so für 3,50€ (statt 30€ im Taxi) dabei. Die local experience gibt es gratis dazu: immer mehr Menschen werden in den Bus gequetscht. Nach 1,5 Stunden kommen wir gesund und munter an unserem Ziel an. An der Bushaltestelle übe ich meine wenigen Sätze Swahili mit einem kleinen Jungen.

    Auf einer kleinen Halbinsel an der Ostküste Sansibars liegt das ruhige Fischerdorf Michamvi. Zumindest behauptet das das Internet. Inzwischen haben aber auch die größeren Hotelketten mitbekommen, dass man hier wunderschöne Sonnenuntergänge an strahlend weißen Stränden erleben kann. An allen Ecken kann man es daher hämmern und sägen hören. Wir lassen uns dadurch nicht ablenken und suchen durch die verwinkelten Straßen den Weg zu unserem Häuschen. Über einen Schleichweg sind wir in nur 2 Minuten an einem Strand, den wir uns so schön nicht hatten vorstellen können. Palmen, weißer pudriger Sand und türkises Meer! Zum Tagesabschluss springen wir beim Sonnenuntergang ins warme Wasser.
    Am nächsten Tag starten wir eine Umrundung der Halbinsel. Dabei müssen wir uns nach den Gezeiten richten: zwischen Ebbe und Flut liegen hier im Norden der Halbinsel zwar nur 2 Meter Höhenunterschied, aber mehrere hundert Meter Land! Daher sind bei Ebbe Einheimische unterwegs, die aus den Rockpools verschiedene Meerestiere zum Verzehr sammeln. Wir entdecken in den Gezeitenbecken Einsiedlerkrebse, Fische, Seesterne, Seeigel und Seegurken. Andi ist dabei mit seinen Wasserschuhen klar im Vorteil und ich stakse mit meinen Flipflops vorsichtig hinterher. Wir schaffen es an die Ostküste, bevor die Flut den Strand völlig verschluckt. Nach einem kurzen Fotostopp bei dem berühmten Restaurant "The Rock" kehren wir nach 11 Kilometern erschöpft zum Sonnenuntergang nach Michamvi zurück.
    Den nächsten Tag verbringe ich schlafend in der Hängematte, während Andi Videos bearbeitet - Dreamteam :) Abends belohnen wir uns für die harte Arbeit mit Cocktails an der Beachbar "Kae Funk" mitten in den Mangroven, die bei Flut nur mit einem Boot erreichbar ist. Wir glauben das natürlich nicht und versuchen es trotzdem zu Fuß und im Bikini/Badehose, müssen aber in Sichtweite zur Bar kapitulieren und steigen doch aufs Boot um. Der Vibe an der Bar ist super und die Cocktails lecker - was für ein Tagesabschluss!
    An unserem letzten Morgen starten wir einen zweiten Angriff auf die Mangroven. Diesmal haben wir die Gezeiten berücksichtigt und schleichen uns aus einer anderen Richtung an. Am Schuhwerk kann ich leider nichts ändern und muss meine Flipflops händisch freikämpfen, während Andi neben mir herspaziert. Na gut, dann eben barfuß! Ich habe Glück und wir erreichen die Beachbar, ohne dass ich von einer Krabbe in die Fußzehen gezwickt werde. Der Mangrovenwald fasziniert uns mit seiner Stille und der Undurchdringbarkeit der schwarzen Stämme und vielen Wurzeln - aber jetzt geht es weiter nach Paje, zum Strand der Kitesurfer und Partys!
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