• Einstein hat gesagt...

    July 16 in France ⋅ ☀️ 32 °C

    ..., dass es Wahnsinn ist, wenn man das Gleiche tut und andere Ergebnisse erwartet. Aber dazu später mehr. Zuerst startet ein Ausruh-Tag, der von kurzweiligen Zusammenfindungen der Reisegruppe am Esstisch unterbrochen wird. Erst will man den Bewegungsmelder für das Treppenlicht ausschalten, man findet aber den "Bewegungsknecht" nicht. Beim Frühstück wird intensiv die Schlafqualität erörtert. Dann werden die letzten zwei Tage aufgearbeitet. Man rekapituliert noch mal den gegnerischen Polizeieinsatz. Dann fahren wir in den Großmarkt zum Einkauf. Oft ist ja der zweite Teil eines Films gar nicht mal so gut. Das ist auch hier der Fall. Auf dem Weg zum Großmarkt ereignet sich das Folgende. Ich stelle voraus, dass ich mir meines Fehlverhaltens voll bewusst bin. Ich erläutere später, wie ich demnächst mit derlei Situationen umgehen mag. Als wir auf die Hauptstraße nach Malbec abbiegen, konzentriere ich mich leider auf einen Franzosen, der aus einer Parklücke kurvt. Dass das Schild, welches anordnet, wie mit vorüberkommenden Verkehr umzugehen ist, ein Stoppschild ist, erkenne ich erst als der Wagen schon zu weit auf der Straße ist zum Anhalten. Aber eigentlich alles gut. Niemand wurde in Gefahr gebracht. Alles war gut einsehbar. Leider erkenne ich auch jetzt erst das nächste Auto, dem ich fast in den Weg gefahren wäre. Es hat die Aufschrift "Gendarmerie". Kein Joke! Katrin hat das Urteil schon vor dem Anhalten gegoogelt. 90 Euro! Blaulicht! Parkplatz! Ich rasple eine Menge Süssholz. Nein, Monsieur ist zwar sehr nett, aber dennoch erbarmungslos. Etwas selektiv in den Englischkenntnissen, der Gute. Versteht nix, wenn ich erkläre und mich entschuldige, kann es aber sehr gut, wenn er mir das Bezahlen erklärt. Aber das werten wir nicht. Natürlich nicht! Ich lächle und bin froh, dass ich charmant auf meine Dummheit hingewiesen werde. Sina verlässt das Auto und verhindert, dass ich vor Glück überschnappe. Sie übernimmt dankenswerterweise die Kommunikation. Denn laut ihr war ich schon in einer aggressiven Silberrücken-Pose. Jaja, selber schuld! Dennoch müssen Sina und Katrin beim Einkaufen ein paar blöde Sprüche über Franzosen ertragen. Ich verspreche beim nächsten Mal bin ich nett, höflich und zuvorkommend und werden den Pflichtausüber obendrein zum Kaffee einladen. Krönchen zurecht rücken und weiter gehts. Das heißt, Katrin fährt weiter. Ich habe keinen Bock mehr und nehme mit verschränkten Armen auf dem Rücksitz Platz. Als wir heimkamen und das Finya erzählten, fragt sie doch tatsächlich, ob ich mit verschränkten Armen und Schnute auf dem Rücksitz saß.
    Back home, teuren Käse essen mit Baguette (liebevoll "Knochen" genannt). Zwischendurch hatte ich notdürftig Auto sauber gemacht. Dann gibt es eine kleine Siesta bis 18.00 Uhr. Die klimatisierten Räume täuschen über die sehr warme feuchte Luft draußen hinweg.
    Wir schauen uns dann noch die Abtei Notre Dame de Sénanque an, fast ohne Touris und bummeln noch durch das aufgeheizte Gordes. Zum Abschluss gibt es da noch Crepes. Oh la la!
    Heute war Ferien. Wir freuen uns auf tomorrow. Vielleicht treffen wir ja wieder einen Gendarmen und es wird zur geliebten Routine. Junge, Junge!
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