• Tag 2: Stadtführung Tirana

    28. maj, Albanien ⋅ ☀️ 24 °C

    Mit unserem Reiseleiter Isa geht es zu Fuß durch das belebte Tirana. Albaniens wechselhafte Geschichte spiegelt sich eindrucksvoll in der vielfältigen Architektur. Osmanische, griechische, italienische und ungarisch-österreichische Bauherren und nicht zu vergessen, die kommunistischen Prachtbauten prägen das Bild der Stadt. Seit der politischen Wende in den 90ern sind noch weitere gigantische Bauwerke hinzugekommen.
    Vorbei geht es an der Et’hem-Bey-Moschee und dem Uhrenturm (mit einer Uhr aus Deutschland), über den
    Skanderbeg Platz (zur Zeit findert auf dem Platz ein großes Sport Event im Paddelball statt), dem Nationalmuseum (derzeit wegen Umbau geschlossen) und dem Kindertheater.
    Die ortodoxe Auferstehungskathedrale wurde erst 2012 fertig gestellt. Der Priester nimmt sich Zeit für uns und erzählt über Religion in Albanien. Während des Kommunismus waren Religionsgemeinschaften jeder Art verboten, Priester wurden umgebracht. Nach dem politischen Umbruch Anfang der 90er gab es keine Priester im Land. Er selbst stammt aus Belgien, hatte in Deutschland studiert (bei Kardinal Ratzinger) und entschied sich 1993 nach Albanien zu gehen. Die Zustände waren katastrophal. Dank Spenden und Hilfsgütern konnte den Menschen geholfen werden. Die Finanzierung der modernen Katedrale erfolgte rein aus Spendengelder.
    In Albanien wurden in der Zeit des kalten Krieges, in der 1980er Jahren eine Vielzahl von Bunkern gebaut. Einige davon kann man besichtigen, wie den Bunker 2, der heute ein Museum beherbergt.
    Einen ordentlichen Überblick verschafft man sich über die Stadt, wenn man die 144 Stufen der Pyramide hoch klettert - bei über 30 Grad schon ganz schön schweißtreibend.
    Weiter geht's in Richtung Air Albana Stadion. Wenn man eine Kleinigkeit verköstigt, darf man auch einen Blick ins Innere werfen. Hier spielt die albanische Fußball- Nationalmannschaft. Mit 22.000 Plätzen aber trotzdem nicht sehr groß.
    Einigermaßen fußlahm klettern wir schließlich in unseren Bus und es geht weiter nach Berat, der Stadt der 1000 Fenster.
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