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  • Day3

    Akklimatisierung und erste Erkundung in

    October 10, 2015 in Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C

    ... Ubud.

    Es ist warm. Ortszeit ist hier 22:18 Uhr und wir haben noch 29 Grad.
    Wir sind es langsam angegangen. Erstmal Frühstück auf der Terrasse um 9 Uhr. Es gab Ananaspfannkuchen und Toast mit Marmelade. Der Kaffee war Pulver in die Tasse und heisses Wasser darübergießen. Wobei Kaffee im Ausland (außer Österreich) meistens gewöhnungsbedürftig ist. Wir haben morgen für Tee bestellt :).
    Der Pfannkuchen war bombastisch lecker, Sandra fand ihn gut...als Saft haben wir Mangosaft bestellt. Vorteil: frisch gepresst und lecker - Nachteil: unverdünnt und dick. Morgen nehmen wir Orangensaft.

    Danach habe ich mich mal hingesetzt und meinen 2-Tagesbericht von der Anreise ins Tablet gehackt. Sandra hats danach "zensiert". :) Gegen Mittag sind wir los Ubud erkunden. Wir brauchen zur Hauptstraße, an der auch der Markt ist ca. 5 Min. Die Straße geht leicht bergab, was wegwärts ja auch ganz nett ist. Der Rückweg ist da anstrengender. :)

    Der Markt in Ubud sind lauter kleine Geschäfte...sofern ich nichts falsch verstehe. Ähnlich wie eine Fußgängerzone in Deutschland, aber mit Autos und Rollern. Wie in Asien üblich muss der Fußgänger aufpassen und sprinten...sonst Matsch! Erster Kauf waren Briefmarken. Ich glaube ich kriege von Sandra eine Postkarte ;).
    Zweiter Halt war ein Spa. Durch das lange und viele sitzen im Flugzeug mit der mangelnden Bewegung und der Hitze hier habe ich etwas dickere Beine bekommen und vor allem hat dann irgendwann mein Rücken geächzt. Deshalb bin ich gleich ins Spa gesprungen und hab mir eine Massage gegönnt. Die traditionelle balinesische Massage die ich bekommen habe war super! Erst gabs ein Fußbad, danach die Massage. Das coole war: die Spa-Mitarbeiterin hat mich erstmal langgedrückt. Das bedeutet, ich lag auf dem Bauch und sie hat eine Hand auf die Schulter, die andere auf die untere Hüfte und mit vollem Körpergewicht runter gedrückt. Sie hat mich quasi auseinander gefalten. :) Das gleiche hat sie noch mit einer Hand an der Hüfte und die andere am Knöchel gemacht. Es hat regelrecht gekracht und geknackt. Dann wurden zuerst die Beine mit den Füßen massiert und das ging dann hoch bis Rücken und Nacken. An manchen Stellen leicht schmerzhaft aber im großen und ganzen toll. Die Frau hat mich so dermaßen entspannt, das ich vor lauter Wackelmuskeln fast nicht mehr von der Massageliege hochkam. Sie hat mir beim aufstehen tatsächlich geholfen. :)

    Im Anschluss haben wir Geld geholt und was gegessen. Danach waren wir in einem Tempel. Man erkennt einen Tempel daran, dass er ummauert ist und noch oben offene Areale haben. Der Himmel gilt als Dach. Sein Eingang bildet meist ein gespaltenes Tor, das von Dämonen bewacht wird. (Ich habe kein gespaltenes Tor fotografiert...noch nicht. Kommt morgen!) Das Tempelinnere besteht aus 3 Höfen, von denen der dritte und heiligste den Bergen zugewandt ist. Hier finden sich die heiligen Schreine mit bis zu elfstufigen Dächern (Elfstufige Dächer hab ich auch noch nicht fotografiert...kommt auch morgen). Jedes Dorf hat 3 Tempel. Den Ursprungstempel (Brahma gewidmet), der Dorftempel steht unter dem Schutz von Vishnu und ist Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Am seltensten wird der dritte Tempel, der Totentempel, aufgesucht welcher Shiva geweiht ist. (Tempelinformationen sind aus dem Marco Polo Reiseführer Bali).

    Nachdem es sooooooo warm ist hier, sind wir dann wieder zu unserem Homestay...den erwähnten Berg hoch....und das ganze zieht sich noch. Ist zwar gut für Oberschenkeltraining und knackige Hintern, aber bei der Hitze verdammt anstrengend und schweisstreibend. Im Homestay haben wir uns in die Badeklamotten geworfen und sind in der Homestayeigenen Pool gesprungen (siehe Bild von gestern). Wunderbare Abkühlung!!!

    Um 19:30 Uhr sind wir zu eine Tanzvorführung Kecak Fire an Trance Dance. Getanzt wurde ein Teil der Geschichte von Ramayana (eine Zusammenfassung könnt ihr bei Wikipedia nachlesen). Die alten Ideen sind immer die besten. Ein wenig erinnert mich die Geschichte von Ramayana an Odysseus, Troja und auch Hamlet. Ich glaube in jeder Kultur gibt es so einen Epos. :)
    Die Karten haben wir von unserem Gastgeber bekommen. Pro Kopf 75.000 IDR, was ca. 5 Euro entspricht. Er erklärte uns, dass er und sein Vater da mittanzen. Außerdem würde der Erlöß der Gemeinschaft der Straße und Parallelstraße zugute kommen. Laut dem Flyer sind das 140 Familien und alle Erwachsenen der 140 Familien sind in der ein oder anderen Weise in der Tanzgruppe involviert. Ich kann nur sagen geil. Super. Hypnotischer männlicher Gesang, der kanonartig war. Nix Playback! Tolle Kostüme, tolles Flair und ein Feuertänzer! Der Mann hat barfuß Feuer auseinandergetreten, Kostüm war eine Art gebogenes Steckenpferd. Mit einfachen Mitteln wahnsinnig gute Aufführung. Ich bin begeistert. Die 5 Euro waren sinnvoll investiert.

    Nach der Aufführung sind wir essen gegangen...der verdammte Fluch der Tomaten! Ich hab sie zwar noch im Essen entdeckt, aber trotzdem Bauchweh. :(((
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