• Elli Henke
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USA 2026 - über Berg und Tal

Et 16-dagers eventyr av Elli & Harald. Les mer
  • Reisens start
    23. september 2026

    Laaange Anreise

    23. september, Forente stater ☀️ 14 °C

    Der ganze Tag bestand gefühlt nur aus Anreise...Morgens um 06.00 Uhr am Düsseldorfer Flughafen gestartet, Zwischenstopp in München und mit leichter Verspätung dann um 14.30 Uhr in Denver gelandet. Die Immigration ging fix und war völlig problemlos. Aber dann war Warten angesagt. Unsere Koffer kamen erst zum Schluss (bei der Anzahl der Gepäckstücke von über 500 Passagieren hat das entsprechend gedauert) und damit waren wir leider ebenso ganz hinten in der Schlange vor dem Mietwagenschalter. Zum guten Schluss hat uns dann noch die Rush Hour in/um Denver aufgehalten so dass wir erst gegen 19.00 Uhr Ortszeit (03.00 Uhr Nachts deutscher Zeit) im Hotel eingecheckt haben. Den Tag habe wir uns mit einem Bier und Burger belohnt. Morgen geht es dann auf große Tour.Les mer

  • Von Fort Collins nach Walden, CO

    24. september, Forente stater ☀️ 11 °C

    Schon früh morgens machten wir uns auf den Weg Richtung Walden. Es dauerte nicht lange, da waren Verkehr und Menschen Geschichte - und wir ganz alleine auf der Strecke. Die Landschaft wurde weitläufig, abwechslungsreich und faszinierend.
    Walden hat aktuell an die 600 Einwohner und in früheren Zeiten als Versorgungsstation gedient.
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  • Von Walden, CO nach Rawlins, WY

    24. september, Forente stater ⛅ 18 °C

    Weiter geht es über die Bundesstaatsgrenze von Colorado nach Wyoming. Einen Zwischenstopp legten wir in Saratoga ein. Der Flair einer Wild-West-angehauchten Kleinstadt ist hier deutlich spürbar.
    In Rawlins angekommen haben wir nach der Besichtigung des ehemaligen Gefängnisses unseren Hunger in einem typischen (eher von Einheimischen besuchten) Steakhaus gestillt. Dazu gab es das "Bud Light" aus Dosen in einer "limited Edition". Auf dem Weg dorthin begegnete uns noch ein fast zutrauliches Mule Deere.Les mer

  • Wyoming Frontier Prison - Museum

    24. september, Forente stater ⛅ 20 °C

    Auf der heutigen Fahrt machten wir halt am "Wyoming Frontier Prison Museum" in Rawlins. Das Gefängnis öffnete 1901 und blieb bis 1981 80 Jahre lang das Staatsgefängis Wyomings. Es bot nach zwei Erweiterungen in den 30er und 60er Jahren Platz für über 500 Insassen. Dort wurden auch Hinrichtungen männlicher Todeskandidaten vollzogen. Bis 1936 kam der Galgen zum Einsatz und wurde dann durch die Gaskammer abgelöst. Insgesamt wurden dort 14 Todesurteile vollstreckt. Der Galgen war von besonderer Bauart, sodass kein Henker die Falltür bedienen musste sondern der Delinquent durch sein Körpergewicht eigenständig einen Auslösemechanismus in Gang setzte der innerhalb von maximal zwei Minuten zum Öffnen der Falltür führte.
    Die Bilder können kaum die unmenschlichen Bedingungen vermitteln die dort auf die Insassen warteten. Die Zellen in den Blocks waren in vier Etagen übereinander angeordnet und boten gerade Platz für eine schmale Pritsche, ein winzig kleines Waschbecken neben einem Eimer als Abort. Erst in den 30er Jahren wurde eine winzige Toilettenschüssel nachgerüstet. Der Gestank im gesamten Gebäude muss unerträglich gewesen sein. Warmes Wasser kam erst 1978 in die Zellen, vorher bekamen die Häftlinge nur zweimal am Tag eine Tasse heißes Wasser in die Zellen gereicht. Eine Heizung gab es anfänglich überhaupt nicht. In den 30er und 50er baute man Heizkörper in den Zellentrakt, die aber nie ausreichend Wärme spendeten. Es wurden dort im Winter Temperaturen von bis zu -36°C gemessen. So kam es tatsächlich mehrfach zu Todesfällen durch Unterkühlung. Über 13500 Häftlinge waren über 80 Jahre in Summe inhaftiert.
    Erst 1981 baute man an anderer Stelle in Rawlins ein moderneres Gefängnis und schloss die alte Einrichtung.
    Ursprünglich sollte das Gefängnis abgerissen werden, man stellte jedoch fest dass es fast unmöglich und extrem teuer geworden wäre diese Idee zu verwirklichen.
    Mitte der 80er Jahre suchte die Filmbranche eine Kulisse für den Film "Prison" und nutze es daher ausgiebig als Drehort. Dabei wurden ein paar kleinere Änderungen am Gebäude vorgenommen, die aber den Gesamteindruck nicht wirklich verändert haben.
    Die von uns genutzte Tour mit sehr kleiner Teilnehmerzahl von sieben Personen ermöglichte extreme Eindrücke und führte zu intensivem Nachdenken über das amerikanische Rechtssystem.
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  • Start in Rawlins, WY

    25. september, Forente stater ☁️ 11 °C

    Den Morgen begannen wir mit dem Besuch einer ehemaligen Tankstelle samt angrenzendem Firmengelände eines Spediteurs, welche wir tags zuvor im Vorbeifahren entdeckt hatten. Auf dem Außengelände stapeln sich LKW's der 20er bis 70er Jahre. Vom Ford A als Pickup bis hin zu Peterbilts verschiedener Serien gab es alles zu bestaunen. Aber auch Motoren, Achsen, Räder und dergleichen lagen teils wild verstreut auf dem Gelände. Während wir alles betrachteten fuhr ein moderner Pickup vor, wobei der Fahrer bei laufendem Motor für mindestens zehn Minuten im Wagen blieb. Plötzlich ging die Türe auf und ein älterer Mann von mindestens 60 Jahren mit weißem Bart stieg aus und begrüßte uns mit einem freundlichen "good morning ". Es handelte sich um den Firmeninhaber. Nach ein paar kurzen Sätzen erkannte er unser Interesse und öffnete für uns seine "Schatzkammer". Zwei Ford Model A und ein Model T in Top-Zustand kamen zum Vorschein. Wir hätten uns Stunden mit ihm unterhalten können, was für ein tolles Erlebnis. Man stelle sich die gleiche Situation bei uns Zuhause vor. Der Firmeninhaber hätte uns sofort mit der Polizei gedroht und vom Gelände gejagt ....
    Dafür lieben wir unsere Roadtrips hier ...
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  • Von Rawlins nach South Pass City, WY

    25. september, Forente stater ☁️ 18 °C

    Gut zwei Stunden Fahrt... Zwei Stunden ohne Zivilisation und wieder nahezu allein auf der Straße. Selbst der Mobilfunkempfang hat gestreikt. Aber es war keinesfalls langweilig, dafür waren die landschaftlichen Eindrücke zu überwältigend und durchgehend einfach nur faszinierend.
    Leider sind die Dimensionen auf den Fotos gar nicht wirklich erkennbar.
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  • South Pass City, WY

    25. september, Forente stater ☀️ 17 °C

    Halt machten wir in "South Pass City", einem originalen Städtchen welches heute als Freilichtmuseum zugänglich ist. Gegründet wurde der Ort ca. Mitte des 19. Jahrhunderts als Zwischenstopp für die Siedler der Trecks gen Westen die versuchten die Rockys über den South Pass zu überqueren. Als Siedler zufällig 1867 am Flussufer glitzernden Staub im Schlamm entdeckten brach für kurze Zeit ein Goldrausch aus und ein "Claim" wurde genehmigt. Die Einwohnerzahl wuchs innerhalb kürzester Zeit von ca. 100 Personen auf über 2500 an, aber schon 1872 war die Mine erschöpft und genau so schnell wie der Ort gewachsen war schrumpfte er wieder auf wenige Menschen zurück.
    Heute leben tatsächlich nur noch sieben Menschen, vier Hunde, ca. vier Katzen und drei Maultiere dort. Eine typische amerikanische Geschichte bis in die heutige Zeit ....
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  • Von South Pass City nach Dubois, WY

    25. september, Forente stater ☀️ 19 °C

    Auf unserer heutigen letzten Etappe ging es durch das Örtchen Lander. Dort stöberten wir durch einige Läden. Unter anderem waren in einem Antikladen sogar alte Sättel im Angebot.
    Kurz vor Dubois lag das "National Museum of Military Vehicles" auf der Strecke. Wir machten auch hier einen kurzen Abstecher.
    Für die vielen Exponate hätte es mehr Zeit gebraucht aber es hat uns nach dem heutigen erlebnisreichen Tag zu sehr erschlagen.
    Schließlich erreichten wir unser Übernachtungsziel, den kleinen und sehr urigen Ort Dubois.
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  • Von Island Park, ID nach Livingston, MT

    27. september, Forente stater ☀️ 18 °C

    Der Tag startete ganz entspannt mit einem Selfmade-Frühstück.
    Nach nur 20 Minuten Fahrt legten wir bereits den ersten Stopp ein: Die Ortschaft West Yellowstone.
    Die lange Schlange vor dem Eingang zum Yellowstone National Park war von dort aus gut sichtbar und bedeutete für uns einen halbwegs leeren Ort vorzufinden. Hier besuchten wir das örtliche Yellowstone-Museum. Errichtet in dem ehemaligen Bahnhof der Stadt konnten wir uns über die Anfänge des Nationalparks und das große Feuer im Park von 1988, bei dem fast 40% des Parks brannten, sowie über das große Erdbeben von 1959 informieren.
    Interessante Exponate wie Schneeräumfahrzeuge aus den Anfängen der Motorisierung oder Kutschen rundeten den Besuch ab.
    Unsere nächste Station war dann der Earthquake Lake. Dieser See entstand innerhalb weniger Tage durch eben dieses Erdbeben von 1959, da ein (über eine halbe Meile) breiter Teil eines Bergs in die Tiefe stürzte und das Bett des Madison River fast komplett versperrte. Dabei kamen leider auch 26 Camper zu Tode. Noch heute, fast 70 Jahre später, schauen überflutete Bäume wir Gespenster aus dem Wasser des Sees hervor.
    Die Weiterfahrt durch das Madisonvalley zeigte uns eine deutlich sattere und grünere Landschaft als die der letzten Tage.
    Im im Westernstil geprägten Ennis legten wir einen Stopp ein und schlenderten durch die scheinbar vernachlässigte City.
    Am Airport von Bozeman angekommen mussten wir von unserem ersten Mietwagen Abschied nehmen. Wegen eines größeren Steinschlags auf der Windschutzscheibe, der uns am Tage zuvor ereilte, bekamen wir von Alamo einen neues Auto zugewiesen - ein nettes kostenloses Upgrade in Form eines riesigen Pickups.
    Das größte Highlight des Tages waren aber drei Grizzlybären (Bärin mit Jungem und ein einzelner Bär) am Wegesrand zwischen Bozeman und Livingston.
    Was für ein Tag ...
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  • Von Livingston nach Gardiner, MT

    28. september, Forente stater ☀️ 9 °C

    Paradies Valley, so wird die Gegend zwischen Livingston und dem Yellowstone National Park genannt und macht ihrem Namen alle Ehre. Was für Eindrücke wir sammeln konnten können die Bilder nicht wiedergeben.
    Ein Insider für die Fans der Dutton Familie: Hier kam es zum Showdown der ersten Serie "1883". Elsa Dutton fand in dieser malerischen Umgebung ihre letzte Ruhestätte und die Yellowstone Ranch ihren Anfang.
    Dieses Valley war auch der Drehort für den Film "Rust", der durch den tödlichen Unfall während der Dreharbeiten im Oktober 2021 zu unrühmlicher Aufmerksamkeit gelangte.
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  • Beartooth Pass

    28. september, Forente stater ⛅ 9 °C

    Wenn man den Yellowstone Nationalpark über Cooke City verlässt gibt es nur zwei Möglichkeiten die Strecke fortzusetzen.
    Zum einen über den Chief Joseph Byway Richtung Cody den wir bei unserem letzten Besuch 2025 genutzt haben, oder aber über den Beartooth Pass nach Red Lodge den wir heute wählten.
    Die Strecke verläuft an der Staatsgrenze zwischen Wyoming und Montana. Der höchste Punkt der Strecke liegt auf fast 3500 Metern Höhe oberhalb der Vegetationsgrenze. Am 13. Oktober wird der Pass dauerhaft bis ins nächste Frühjahr gesperrt, da riesige Schneemassen eine Nutzung während des Winters unmöglich machen.
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  • Das Smith Mine Disaster und der Big Horn Canyon

    29. september, Forente stater 🌙 20 °C

    Den heutigen Morgen begannen wir mit dem Besuch der Ruine der ehemaligen Kohlemine von Red Lodge. Dort kam es 1943 zu einem tragischen Unfall. Bei einer Gasexplosion wurden damals 77 Minenarbeiter verschüttet aber nur drei konnten lebend befreit werden. Heute erinnert eine Gedenktafel an das Unglück.
    Unsere weitere Strecke führte uns in den Big Horn Canyon. Eine unbeschreiblich schöne, aber auch etwas lebensfeindliche Landschaft erwartete uns. Der Anblick erinnert sofort an den Grand Canyon, nur dass wir dort komplett alleine durch die Natur fuhren. Am Devil's Canyon Overlook Point kann man ungefähr 300 Meter an senkrechten Felswänden in die Schlucht schauen, unglaublich ....
    Der krönende Abschluss des Besuchs waren aber Wildpferdegruppen die wir einfach auf dem Highway trafen. Etwa 185 Exemplare dieser speziellen Pryor-Mustangrasse leben nur dort in freier Wildbahn. Es ist für uns unmöglich nachzuvollziehen von wie wenig Futter diese Tiere überleben können.
    Mountain Sheeps kreuzten ebenfalls unseren Weg. Diese Schafsrasse ist vergleichbar mit europäischen Steinböcken, nur dass diese Tiere aufgrund der kargen Vegetation deutlich kleiner sind als europäische Verwandte aus den Alpen.
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  • Cody, WY

    30. september, Forente stater ☀️ 22 °C

    Den heutigen Tag haben wir zum größten Teil in Cody verbracht, dem Ort den William Frederick Cody, besser bekannt als Buffalo Bill, 1896 gründete. Daher verehrt die blühende Stadt noch heute ihren Gründer und betreibt zu seinen Ehren u.a. ein riesiges Museum welches wir ausgiebig erkundeten. Auf unserer letzten Reise 2025 hatten wir nicht die Zeit dazu und holten es deswegen heute nach.
    Im Anschluss fuhren wir nach Basin und übernachteten wieder in dem gleichen "Bunkhouse" von Jim Hallman wie 2025, da wir den Kontakt zu ihm das ganze Jahr über aufrechterhalten haben.
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  • Von Basin über Ten Sleep nach Buffalo, WY

    1. oktober, Forente stater ☀️ 23 °C

    Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Jim machten wir uns auf den Weg nach Ten Sleep, einem winzig kleinen Ort in dem die Zeit stehengeblieben ist. In einem General Store, der seinem Namen alle Ehre macht, stärkten wir uns mit einem Eis bevor es weiter Richtung Buffalo ging. Dazu befuhren wir den Cloud Peak Skyway durch den Ten Sleep Canyon. Wieder einmal warteten unfassbar schöne Berglandschaften auf uns die wir kilometerlang alleine genießen konnten.
    In Buffalo angekommen besuchten wir das Historic Occidental Hotel. Dieses Hotel hat eine über 145 Jahre alte Tradition und wurde 1990 behutsam restauriert. Der Besitzer ist ein passionierter Musiker und spielt mit seiner riesigen Band jeden Donnerstagabend kostenlos Musik im Bluegrass-Stil. Das Ganze erinnerte an eine Jam-Session bei der laufend weitere Musiker die Bühne betraten. An der Bar sitzend konnten wir das Treiben verfolgen und dabei nette Gespräche mit Stammgästen, aber auch Musikern führen. Was war das wieder für ein toller Tag von dem wir morgens noch nichts ahnten ...
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  • Von Buffalo, WY über Devil Tower nach Sturgis, SD

    2. oktober, Forente stater ⛅ 14 °C

    Nach dem Frühstück heute morgen zog es uns noch einmal nach Downtown Buffalo. In einem Antikladen musste unsere Kreditkarte nochmals bluten. Danach machten wir uns auf den Weg nach Sturgis in South Dakota. Unser Weg führte uns über Gillette. Dort besuchten wir ein in vierter Generation geführtes Privatmuseum. Mit unglaublicher Liebe zum Detail wird dort die Mobilität und das tägliche Leben der 20er bis 60er Jahre in den USA präsentiert. Wirklich zigtausende von Artefakten wurden in Dioramen zusammengestellt. Mit Hilfe einer KFZ-Werkstatt oder einem Barbierladen, einem Kino, einem Kolonialwarenladen, einem Radioladen oder einem Waffengeschäft und vielerlei mehr wurde man in die alte Zeit versetzt. Wir hätten uns mal wieder den ganzen Tag dort aufhalten können.
    Da die Zeit drängte ging es über den verträumten Ort Hulett in Richtung Staatsgrenze nach South Dakota. An dem Devils Tower, einem kuriosen Berg nahe der Stastsgrenze, machten wir kurz halt. Die gesamte Strecke über sammelten wir wie bis jetzt täglich wiederum einzigartige Eindrücke der Natur, abermals über ewig einsame Strecken der Highways.
    Der Ort Sturgis ist einmal jährlich im August der Schauplatz eines gigantischen Motorradspektakels bei dem bis zu 750.000 Menschen den Ort überfluten, in dem aber nur 6600 Einwohner leben.
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  • Besuch bei John Bruch, Sturgis SD

    3. oktober, Forente stater 🌬 20 °C

    Der heutige Tag begann mit einem dreistündigen Besuch bei John Bruch, einem 80 jährigen Farmer auf seinem Anwesen ca. 10 Meilen nördlich von Sturgis. John haben wir vor über einer Woche beim Frühstück kennengelernt. Er hat sich sehr für uns interessiert und uns eingeladen ihn auf seiner Ranch zu besuchen.
    Was für eine Gelegenheit uns mit dem Leben eines Farmers vertraut zu machen. Er besitzt ca. 200 Mutterkühe und züchtet Rinder die auf riesigen Ländereien um die Farm ihr Leben genießen. Er besitzt ein eigenes Flugzeug nebst privater Landebahn. Sein Hobby ist neben der Fliegerei das Sammeln von Schmalspurbahnen einer ehemaligen Goldmine die sich in der näheren Umgebung befand und erst im Jahre 2000 geschlossen wurde. Wir fuhren mit zwei UTV's über das Anwesen. Hinter einem Hügel tauchte auf einmal eine Art Autofriedhof auf. Dort lagert John sämtliche Fahrzeuge die er jemals besessen hat, ein Paradies für Oldtimerfans. Sämtliche Wege auf seiner Ranch legt er genauso wie die Wasserversorgung eigenhändig an. Eine ehemalige Planiernaschine der Army hilft ihm dabei.
    Wir hoffen mit ihm in Kontakt zu bleiben und haben ihn eingeladen uns in Deutschland zu besuchen. Was für eine tolle Zufallsbekanntschaft ....
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  • FULL THROTTLE SALOON

    3. oktober, Forente stater 🌬 22 °C

    Nachdem wir Johns Ranch verlassen hatten machten wir am "FULL THROTTLE SALOON" etwas außerhalb von Sturgis halt. Er bezeichnet sich als weltweit größte Bar. Während der zehntägigen Sturgis Motocycle Rally im August besuchen diese Bar täglich mindestens 40.000 Biker. Heute waren wir tatsächlich die einzigen Gäste und hatten die Gelegenheit die gesamte Anlage ausgiebig in Augenschein zu nehmen. Die riesigen Ausmaße konnten wir nur schwer einfangen.
    In wenigen Tagen wird die Bar geschlossen und öffnet, je nach Dauer des Winters, frühestens Ende März 2027 wieder.
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  • Black Hills - Mount Rushmore - Crazy Horse

    3. oktober, Forente stater ☀️ 20 °C

    Nachdem wir nach Sturgis zurückkehrten fuhren wir in die Black Hills. Unser Ziel war Mount Rushmore. Bei wunderbarem Wetter und traumhafter Kulisse am Rande des Highways erreichten wir die in den Fels getrieben Köpfe der vier Präsidenten der USA denen besondere Ehre zuteil werden sollte: George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Tolle Fotos sprechen für sich.
    Das Ziel der nächsten Etappe war "Crazy Horse", eine noch jahrzehntelang im Entstehen begriffene Statur des namensgebenden Häuptlings der Lakota, der als Anführer während der Schlacht am Little Big Horn General Custer besiegte. Auch sie wird in einen Fels der gleichen Black Hill Mountains gemeißelt und soll an die Historie der Ureinwohner erinnern. Ihre Größe übertrifft nach Fertigstellung Mount Rushmore um ein Vielfaches.
    Unser Übernachtungsziel erreichten wir mit dem Städtchen "Custer".
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  • Custer State Park SD - Carhenge NE

    4. oktober, Forente stater 🌬 25 °C

    Heute morgen fuhren wir zuerst noch einmal nach Downtown Custer und genossen den Flair des Ortes. Anschließend machten wir uns auf den Weg in den Custer State Park. Im Visitorcenter informierte man uns per Film über die Entstehung des Parks und die aktuelle Arbeit zum Schutz der Bisons. Jährlich Ende September werden alle Tiere zusammengetrieben um sie medizinisch zu versorgen und genetische Diversität zu gewähren. Auf der Fahrt durch die Black Hills begegneten uns mehrfach Gruppen der wunderschönen Tiere am Wegesrand. Außerhalb des Parks entdeckten wir eine große Fläche mit Bauten der "Präriehunde". Im Vorbeifahren waren Fotos leider unmöglich ...
    Die Weiterfahrt führte uns über die Staatsgrenze nach Nebraska. Über mehr als 200 Meilen ging es durch die Plains. Wieder einmal folgten wir den Spuren der Siedlertrecks. Am Ortsrand von Alliance besuchten wir "Carhenge". 1987 baute der Künstler Jim Reinders mit Hilfe von Autowracks das englische "Stonehenge" originalgetreu nach. Dieses Kunstwerk kann man kostenlos besuchen.
    Unsere Unterkunft für die Nacht fanden wir in Ogallala, einem Städtchen mit ca. 5000 Einwohnern am Rand der Interstate 80.
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  • Ogallala, Ash Hollow, Chimney Rock, Scotts Bluff

    5. oktober, Forente stater ☀️ 31 °C

    Die heutige Strecke führte uns auf den Spuren der Siedlertrecks quer durch Nebraska über die "Great Plains". Den Anfang machten wir in Ogallala. Der Straßenzug in "Oldtown" ist ein Nachbau, leider am heutigen Montag nur von außen zu erkunden. Ein Wagon der Pacific Railroad rundete das Bild ab. Die Strecke führte weiter durch "Ash Hollow", einem ebenfalls teils beschwerlich zu meisternden Abschnitt auf dem Weg in das gelobte Land.
    Am "Chimney Rock" machten wir unsere nächste Station. Eine schon über weite Entfernung zu sehende Bergformation aus Sandstein bildete um 1850 einen visuellen Navigationspunkt für die Siedler auf ihrem Weg. Auf dem Parkplatz vor dem Visitorcenter warnten mehrere Schilder vor Klapperschlangen.
    Der nächste Halt war das Sandsteingebirge "Chimney Rock". Eine enge Serpentine ermöglichte es uns den Gipfel per Auto zu erklimmen. Von oben hatten wir einen genialen Blick in alle Himmelsrichtungen über die Great Plains. An dieser Bergkette angekommen wussten die Siedler damals dass sie sich den Rocky's näherten und von da an der Weg nochmals deutlich beschwerlicher werden würde. Klapperschlangen sind auch hier ständige Begleiter, damals wie heute. In den Sandstein gekratzte Hieroglyphen sind stumme Zeugen dieser Zeit. Auch dort konnten wir uns vor Ort mit Hilfe eines Films informieren. Anschließend überquerten wir noch die Staatsgrenze von Nebraska nach Wyoming. Abends gingen wir in Terrington unter Einheimischen landestypisch essen.
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  • Von Torrington, WY nach Fort Morgan, CO

    6. oktober, Forente stater ☀️ 29 °C

    Die heutige Etappe führte von Torrington bis nach Fort Morgan in Colorado. Da wir morgen den Rückflug von Denver antreten wollten wir für die letzte Nacht möglichst nahe an die Großstadt gelangen. Nach ungefähr einer halben Stunde Fahrt lag ein winzig kleiner Ort namens Hawk Springs am Highway. Dort leben 47 Einwohner. Einer von ihnen ist Dave Schanaman. Er besitzt eine ehemalige Tankstelle von 1929. Das arg baufällige Gebäude ist sein persönliches Paradies. Da er gerade vor der Werkstatt an seinem Truck reparierte musste ich die Straßenseite wechseln und ihn ansprechen. Sofort sprang der Funke über und er zeigte mir begeistert seine Schätze. Er lebt vom Brennholzverkauf und selbstgeschweißten Skulpturen aus Altmetall. Obwohl es gerade erst "High Noon" war durfte ich sein Angebot auf ein Bierchen nicht ablehnen. Zum Schluss tauschten wir unseren Social-Media-Kontakt aus. Er ließ uns nicht fahren ohne uns zwei kleine Geschenke zu überreichen, ein originales Kennzeichen von 1959 und ein altes Pferdegebiss. Was war das nur wieder für eine sensationelle Zufallsbekanntschaft ....
    In der Bar des Ortes stärkten wir uns noch und hatten ebenfalls nette Gespräche mit der Bedienung und dem Eigentümer.
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  • Bye bye...

    7. oktober, Forente stater

    Nach 4.234 km blicken wir auf einen tollen Roadtrip zurück. Wir haben wieder einmal so vieles erlebt was wir erst sacken lassen müssen. Diese unfassbar vielen Eindrücke, atemberaubenden Landschaften, schönen Erlebnisse und interessanten Bekanntschaften werden noch lange nachwirken.
    Wir hatten die Möglichkeit die Sorgen und alltäglichen Probleme der Menschen mitzubekommen. Inflation ist das alles überlagernde Thema. Bei Dieselpreisen von 6,20 $ pro Gallone (rund vier Liter) im Vergleich zu 4,10 $ pro Gallone für Benzin wird deutlich wie teuer alle Waren werden müssen die über Tausende von Meilen zwischen Ost- und Westküste transportiert werden. Die Tankfüllung eines klassischen Trucks kostet mehr als 3000 $. Man spürt die Hoffnungen auf die Ergebnisse der Wahlen zum Kongress am 3. November.
    Dieser Trip war wieder einmal eine Chance sich ein ungefärbtes eigenes Bild zu machen ....
    Wir hoffen 2027 unsere nächste Tour durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten starten zu dürfen ....
    Elli und Harry
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    Reisens slutt
    8. oktober 2026