Icefield Parkway
September 5 in Canada ⋅ ☁️ 7 °C
Es hat in der Nacht wieder einmal etwas geregnet und ich wache bei fünf Grad auf. Ganz kleine Flecken blauer Himmel lassen sich erahnen.
Heute geht es über den Icefield Parkway nach Norden Richtung Jasper. Die Kanadier haben ein langes Feiertagswochenende und sind damit zusätzlich zu den Touristen unterwegs.
Das macht sich sowohl auf der Straße als auch a den Aussichtspunkten bemerkbar. Trotzdem ist es zumindest auf der Straße entspannt, keiner drängelt, keiner hupt.
Ein erster längerer Stopp führt mich zum Peyto Lake. Während ich mich in Richtung Lookout bewege, trocknet mein Zelt wieder auf dem Autodach.
Nach dem ersten Aussichtspunkt wird es dann zum Glück wesentlich weniger frequentiert und vom Ziel der Wanderung habe ich einen schönen Blick zum Bow Lake. Endlich gab es auch das seit Tagen versprochene Murmeltier zu sehen.
Beim Abstieg mache ich noch Halt an einem Spot hoch über dem Peyto Lake - der tatsächlich so türkis ist, wie es Instagram versprochen hat 😏
Zurück auf dem Parkway halte ich immer wieder an, um die Aussicht zu genießen.
Ein weiterer etwas längerer Halt führt mich zum Mistaya Canyon. Noch weiter nördlich laufe ich zum Ende des Athabasca Gletschers. Erschreckend zu sehen, wie stark er auch nur in den letzten zwanzig Jahren geschrumpft ist. Bald wird er wohl verschwunden sein.
Vor Ort erinnere ich mich dann auch wieder an Grund-, Seiten- und Endmoräne und kann sie hier in echt betrachten.
Als ich auf den Parkway einbiege, sehe ich plötzlich einen Barkas auf einem Anhänger. Ich brauche einen Moment, um zu realisieren, dass der eigentlich hier nicht hingehört. Und als das Gespann an der nächsten Abfahrt rausfährt, folge ich neugierig. Um dann auch noch zu sehen, dass der Barkas aus Meuchen/Lützen stammt. Das kann doch gar nicht sein. Ich klopfe an der Scheibe des Zugfahzeugs und frage den Fahrer, wie er denn zu dem Objekt auf seinem Anhänger kommt. Es stellt sich heraus, dass er ihn in Eisenach gekauft, dann erstmal nach Großbritannien gebracht und nun nach Kanada verschifft hat, um ihn hier zu restaurieren. Sachen gibt’s 🤷🏻♀️ Als ich ihm sage, dass ich ganz in der Nähe von Lützen wohne, ist er sehr excited.
Weiter gen Jasper komme ich dann in das Gebiet, was 2024 einem riesigen Waldbrand zum Opfer gefallen ist. Kilometerweit fahre ich a den verkohlten Bäumen vorbei.
Kurz vor Jasper steht wie bestellt eine Wapiti-Familie am Straßenrand. Viele Menschen wollen unbedingt ein Foto machen. Und die Rangerin vom NPC hat schon mal mit dem Paintball-Gewehr (oder auch Markierer) Stellung bezogen, um den Bullen abzuwehren, sollte der schlechte Laune bekommen.
Die Wapiti-Bullen werden hier als ebenso gefährlich eingestuft wie die Bären…
Mein Zeltplatz ist dem Feuer von 2024 auch zum Opfer gefallen, was den Vorteil hat, dass alles neu ist. Bloß blöd, dass er zuvor erst im Jahr 2019 saniert wurde. Und dass es jetzt keinen Schatten mehr gibt, dafür freie Sicht auf die umgebenden Berge.
Im Übrigen herrscht auf den Zeltplätzen a den langen Feiertagswochenenden absolutes Alkoholverbot. In Deutschland undenkbar.
Zum Abendessen gibt es Hühnchen mit Kartoffeln und Erbsen.Read more





































TravelerWas für traumhafte Landschaften 🥰
TravelerIch komme mit permanent vor, als existiere ich in einer Postkarte
Traveler
Katja, das verbuche ich jetzt mal unter: du wolltest auch mal Fake News verbreiten und hast die KI bemüht...
TravelerDafür habe ich doch gar keine Zeit 🤷🏻♀️