Jasper Nationalpark
September 6 in Canada ⋅ ☁️ 13 °C
Morgens sind um die fünf Grad, es hat in der Nacht nicht geregnet. Durch den fehlenden Baumbestand ist das Zelt aber ordentlich feucht vom Kondenswasser.
Während ich telefoniere und frühstücke, macht sich ein vorwitziges Eichhörnchen in meinem Auto zu schaffen, später klettert es auf meinen Tisch, um was Essbares abzugreifen.
Außerdem habe ich Besuch von einer Gruppe Kanadagänse.
In den Sanitärhäusern gibt es die Möglichkeit, die Handys und andere Geräte aufzuladen. Die Asiaten nutzen die Steckdosen schon am Morgen für ihre Reiskocher…
Zuerst geht es zum Valley of five lakes. Hier hat vor zwei Jahren der Waldbrand gewütet. Trotzdem gibt es jede Menge Pflanzen, nur keine Bäume mehr 🤷🏻♀️
Auch diese Seen strahlen türkis und leuchtend grün.
Als Nächstes geht es ins Maligne Valley. Die Wapiti-Familie hält auch heute den Verkehr auf. Dir laut Reiseführer enge und kurvenreiche Strasse ins Tal erweist sich als Reisebus-tauglich. Ich hatte schon eine Gravel Road wie in Neuseeland erwartet. So etwas gibt es in Nordamerika natürlich nicht.
Am Maligne Lake ist die Hölle los. Er gilt als einer der meistfotografierten Plätze Kanadas. Und die Rundfahrt zur berühmten Spirit Island kostet 190 Dollar, etwa 120€. Das ist aus verschiedenen Gründen keine Option. Ich gehe stattdessen zum Moose Lake, sehe dort aber weder die versprochenen Elche noch die angekündigten Bären. Auf dem Rückweg lande ich dann doch am Ufer des Maligne Lake. Ein ganzes Stück vom Parkplatz entfernt, ist hier gar niemand. Und so nutze ich die Chance, mit Blick auf die umliegenden Berge ein bisschen zu schwimmen.
Auf dem Rückweg gibt es noch einen Stopp am Medicine Lake, wo ich ein paar Murmeltiere zu Gesicht bekomme.
Es ist nun schon später Nachmittag und ich nutze die Zeit, in Jasper selbst ein paar Caches zu suchen. Die Stadt war auch vom Brand betroffen und man sieht die Schäden noch heute: eine abgebrannte Kirche, eine zerstörte Tankstelle. Überall werden neue Häuser gebaut. Ganz viele Menschen müssen aber noch in Trailern und Containern leben. Die waren mir gestern schon aufgefallen, aber erst heute ist mir der Zusammenhang klar geworden. Es erinnert mich an die Abruzzen in Italien, wo die Menschen noch Jahre nach dem Erdbeben dort in ihren Interimsunterkünften wohnten.
Zurück am Zeltplatz koche ich mein heutiges Abendessen: Nudeln mit Fleischbällchen.
Dabei kann ich gut beobachten wie die mexikanische Familie versucht, im
Halbdunkel ihr nagelneues Zelt aufzubauen.Read more





























