• Günther B
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Mein Weg zum Ende der Welt

Pengembaraan 47hari oleh Günther Baca lagi
  • Der letzte Aufstieg

    27 Ogos 2018, Sepanyol ⋅ 🌬 21 °C

    zum Leuchtturm ist nochmal ganz schön heftig. Sind nochmal mehr als 100 Höhenmeter.
    Ich versuch schon die letzten Kilometer einen klaren Gedanken zu fassen. Funktioniert irgendwie nicht. Jetzt gilt nur noch ankommen. Fertig machen.
    Zwei Dinge sind es noch. Kilometerstein 0 und der Sprung in den Atlantik.
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  • Esta hecho - it's done

    27 Ogos 2018, Sepanyol ⋅ 🌬 21 °C

    Das Ende meines Weges.
    Nach 930km und 42 Tagen steh ich am Ende der Welt. Am Kap Finisterra.
    Im Osten Spanien, im Süden und Westen nichts. Nur Meer bis zum Horizont.
    Ich dachte der Moment wäre ergreifender. Nach 900 km. So wie in Santiago. Aber vielleicht liegt es daran, dass dort die Kathedrale vorher nicht wirklich zu sehen war und hier konnte ich mich seit gestern darauf vorbereiten. Keine Ahnung.
    Ist trotzdem schön endlich angenommen zu sein.
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  • Tag 42: The Arrivel

    27 Ogos 2018, Sepanyol ⋅ ⛅ 19 °C

    Cee - Kap Finisterra: 16km
    Besser könnte das Wetter am Tag der Ankunft nicht sein. Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein - wunderbar.
    Bevor ich die letzten 16km in Angriff nehme, erst mal frühstücken. Dann nochmal die Strecke nach Corcubion die ich am Vortag schon gelaufen bin. Nur nicht zum Hafen, sondern den Berg hoch.
    Berg hoch, drüben runter, um die beiden Buchten von Sardinero herum und durch den Ort hindurch. Nochmal den Berg hinauf. Der Weg führt aus dem Wald heraus, der blauer Himmel ist zu sehen. Die Büsche, die links und rechts den Weg säumen, treten weiter zurück, ein kleiner Streifen blaues Meer ist vor dem Weg zu erkennen und es deutet sich an was kommt. Noch ein paar Schritte und ich habe die Hügelkuppe erreicht.
    Vor mir liegt eine Bucht mit strahlend blauem Wasser, ein langer Sandstrand, der Ort Fisterra und links davon der Hügel mit dem Leuchtturm. Kap Finisterra. Wie gemalt! Schöner kann man es sich nicht ausdenken.
    6 Wochen willst du hierhin und plötzlich liegt es vor dir. Schöner als erträumt. Da hab ich erstmal einige Minuten gebraucht.
    Aber noch sind es 6,5km bis zum Kap.
    Keine Ahnung ob es mir nur so vor kam oder ob es wirklich so war. Die letzten Kilometer wollten nicht enden. Vorbei an dem langen Sandstrand vor Fisterre, durch einen Pinienwald durch den ein leichtes Lüftchen wehte, rein nach Fisterra und immer den Pfeilen nach. Ab Fisterra sind es noch 3,5km bis zum Ende. Ein allerletztes Mal den Berg hinauf. Die letzten km mit Rucksack. Strengte nochmal an. Mussten nochmal 100 Höhenmeter überwunden werden.
    Dann war ich oben. Parkplatz und Souvenierladen lasse ich links liegen. Schnell ein Foto vom Kreuz des Nordens. Ich wollte zum Ende.
    Zuerst kommt der 0km Stein. Dass der "besetzt" war, war mir klar. Bei so vielen Leuten. Aber dass eine Familie mit Kinderwagen, die mit dem Auto hier ist und keinen km gelaufen ist, den Stein 5min für Fotos belegt, fand ich unpassend. Irgendwann durfte dann auch ich an das Ding ran.
    Wichtiger als der Stein, war es mir aber bis zum Ende zu laufen. Was ich dann auch tat.
    Nach 42 Tagen stand ich dort wo ich hin wollte und wo es zu Fuß nimmer weiter geht. Kap Finisterra - das Ende der Welt.
    Geschafft - 930km!
    ICH BIN DER KÖNIG DER WELT!
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  • Stille

    27 Ogos 2018, Sepanyol ⋅ ⛅ 19 °C

    Bin gerade auf dem Rückweg vom Strand, laufe durch den kurzen Dünenabschnitt und hör die Grillen zirpen. Dabei fällt mir auf, was mir in den letzten Tagen (komischerweise nicht vorher oder ich habe es nicht wahrgenommen) ganz oft begegnet ist: Stille, absolute Stille.
    Man hört nichts, gar nichts.
    Nach Negreia an dem Fluss ist es mir zum ersten Mal aufgefallen.
    Vor Logoso an dem Bach wieder. Es war nichts zu hören. Nur das plätschern des Wassers.
    Jetzt wieder. Das Rauschen vom Meer und die Grillen. Kurz das Bellen eines Hundes aus der Ferne. Dann wieder Meer und Grillen.
    Es tut gut dem ständigen Lärm zu entfliehen.
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  • Kultivierungsprogramm

    28 Ogos 2018, Sepanyol ⋅ ⛅ 20 °C

    Jetzt am Ziel ist es mal nötig etwas mehr an Körperkultivierung zu tun. Rasieren, habe vor 10 Tagen zu mir gesagt ich rasiere mich erst wieder am Ziel. Etwas Creme für die Beine. Die waren sau trocken. Bodymilk gibts hier, wie duschdas, nur in Literflaschen. Das will niemand rumschleppen.
    Den typischen, leicht modrigen, Pilgergeruch wird man sowieso erst zuhause los. Dazu müssen die Klamotten ein paar mal gewaschen werden. q
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  • Tag 43: Fisterra

    28 Ogos 2018, Sepanyol ⋅ ⛅ 18 °C

    Bis 8 Uhr geschlafen, gepackt und mit Rucksack zum frühstücken gegangen. Musste ja Herberge wechseln. Da ich die Herberge ab Dienstag vorgebucht habe, nun aber schon am Montag hier war brauchte ich ein Bett. Die vorgebuchte Herberge war Montag schon voll.
    Der wechsel war aber gut. Die neue Herberge ist viel schöner.
    Eigentlich bin ich den ganzen Tag nur herumgehangen. Am Vormittag wurde das Wetter schlechter, Nebel, schlechte Sicht, regnerisch. Also habe ich den Ort besichtigt und nicht wirklich was sinnvolles gemacht.
    Den kleinen Stadtstrand und die Fischauktion besucht.
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  • Letzer Strand auf meiner Reise

    29 Ogos 2018, Sepanyol ⋅ ☀️ 20 °C

    Playa de Talon - einer der schönsten. Fast für mich alleine. Mit mir 6 Leute.
    Habe hier auch den zweiten Teil meiner Challenge erledigt. Im Atlantik gebadet.
    18Grad Wassertemperatur sind doch a weng kalt.
    An der Westküste darf man ja nicht wegen starken Strömungen.
    Hätte mich die Flut fast wieder überrascht. Das Wasser steigt echt schnell. Der Strand ist zweigeteilt, nur durch einen Felsen getrennt. Ich bin mit Schuhen zum hinteren Teil gegangen und denke noch, musst aufpassen und rechtzeitig zurück gehen. 15min später konnte ich nur noch durchs Wasser zurück. :-)
    Aber kein Problem.
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  • Tag 44: Fisterra / Ézaro

    29 Ogos 2018, Sepanyol ⋅ 🌬 18 °C

    Da ich gerade im Bus zurück nach Santiago sitze, habe ich Zeit die Tagesberichte der letzten Tage zu schreiben.
    Tag 44, mein 2. Tag in Fisterre. Bin morgens zu dem langen Strand am Ortseingang gelaufen. Dann den Strand entlang und habe jede Menge Muscheln gesammelt. Nach dem Strand bin ich weiter nach Sardiniero gelaufen. Sind insgesamt 5km (am Nachmittag wieder 3km zurück), aber das läuft man ja inzwischen mit links. Von dort bin ich mit dem Bus auf die andere Seite der Bucht, nach Ézaro gefahren. Nach einem Kaffee ging es weiter zu den Wasserfällen von Ézaro (ca. 2km). Sehr schön.
    Zurück ging es wieder mit dem Bus. Aber nur bis nach Calbala, da ich zu einem kleinen Strand ca. 4km vor Fisterre wollte. Playa de Talon. Ich hatte ja noch was zu erledigen. Im Atlantik baden (ja ich weiß, die Biskaya ist auch Atlantik).
    Der Strand war wunderschön und ich war alleine. Kurze Zeit später kamen noch 5 Pilger. Habe sehr schöne Muscheln gesammelt und war natürlich im 18 Grad kalten Atlantik.
    Bin dann den gleichen Weg wie am Tag der Ankunft, zurück nach Fisterra gelaufen.
    Abends gab es nochmal ein Pilgermenü mit Salat und Calamares. Danach zum Weststrand um den Sonnenuntergang nicht zu verpassen. Leider war der nicht so schön wie am ersten Abend.
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  • So, etz is es vorbei

    30 Ogos 2018, Sepanyol ⋅ ⛅ 17 °C

    Nochmal in der Sonne frühstücken mit Blick auf den Hafen.
    Dann Fahrkarte für den Bus kaufen und Rucksack packen. Um 11.45 Uhr fährt der Bus nach Santiago. Von dort um 16.45 Uhr nach Porto.
    7 Wochen sind vorbei. 7 Wochen nichts tun, nur laufen. Ich befürchte der Alttag holt mich schneller ein als mir lieb ist.Baca lagi

  • Warten auf den Bus

    30 Ogos 2018, Sepanyol ⋅ ⛅ 18 °C

    Sitz grad an der Estacion de Autobuses und warte, dass der Bus fährt.
    Dabei denke ich, wo sind die 7 Wochen hin. Zu Beginn schien die Strecke noch so lang, Finisterra so weit weg und noch so viel Zeit. Ratzfatz waren die 7 Wochen vorbei und die 930km gelaufen.
    Irgendwie fällt man nach Abschluss des Weges ins Leere. Es gibt iwie nix mehr zu tun.
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