• Ventosa

    May 11–12 in Spain ⋅ ⛅ 17 °C

    Nächster Tag, neues Glück.
    Ich konnte ein bisschen länger schlafen. War nicht schlecht. Sogar mit einer richtigen Bettdecke und Kopfkissen. Ich wusste garnicht was ich mit soviel Decke anfangen soll. Nach dem mehr oder eher weniger guten Hostelfrühstück ging’s dann kurz nach 10 zur Busstation gerademal eine Türe weiter. Um 10:30 Uhr fuhr der erste Bus zurück nach Logroño.

    Während der Fahrt habe ich dann schon mal den Weg und die Pilgermenge begutachtet. Waren garnicht so viele. Keine Ahnung wo die in Logroño alle herkamen. Ich habe kurz überlegt, ob ich in Logroño einen Pausentag einlegen soll und der Stadt noch eine Chance geben, entschied mich dann aber dagegen. Schon beleidigt. Außerdem waren immernoch hunderte Menschen unterwegs.

    In Logroño hieß es dann erstmal 1-2 km bis zum Jakobsweg zurücklaufen. Dann ging’s auf dem offiziellen Weg weiter. Das Wetter war nicht schlecht. Leider hielt es nur bis ich aus der Stadt war. Bis zum Stausee war ich wieder pudelnass.

    Während ich so tropfte, wanderten meine Gadanken zum Tagesziel. Navarrete 12 km? Zu nah,
    Sotes 17 km? zu viel Umweg.
    Najera 30 km? Zu weit
    Also Ventosa. Kleiner Umweg. Ca. 20 km entfernt. Empfohlene Herberge.

    Der Regen hörte bieder auf und ich erreichte Naverrete. Danach hätte ic eigentlich durch das Tal der Steinmännchen kommen sollen. Bin ich aber nicht. Obwohl ich den offiziellen Weg gelaufen bin. Komisch. So blond kann ich ja nicht gewesen sein.

    18:30 endlich in Ventosa in der Herberge angekommen, bekam ich ein Bett im 8er Zimmer. 3 Französinnen, ein Franzose, die beiden Österreicherinnen und ich. Nach der Wäsche habe ich mich auf den Weg zur Bar gemacht, dort noch einen Salat mit Ziegenkäse bekommen und tatsächlich Brian wieder getroffen. Er war dann auch ganz perplex, dass ich in Logroño kein Bett mehr bekommen habe. Allerdings hat er um halb 2 auch nur noch eine Matratze abbekommen. Kein Wunder also dass bei mir nichts mehr frei war.
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