Von wegen ruhige Nacht. Es war zwar leise im Zimmer aber ich konnte nicht schlafen. Erst gegen 11. Dann hat mich meine Blase mehrmals geweckt und ich mich mehrmals geweigert aufzustehen. Um 4 Uhr nachts ging es dann nicht mehr. Ich musste also aus dem Zimmer in den Flur. Dort ging das Licht automatisch an und beleuchtete auch den Schlafraum, denn irgendjemand fand es eine gute Idee dort eine Glastüre zu installieren. Danach lag ich dann im Bett und konnte 1 Stunde nicht mehr einschlafen. So war es auch nicht verwunderlich, dass ich erst um kurz nach 7 aus dem Bett gekrochen bin. Da waren gerade die letzten beiden Pilger am Gehen. Auch gut. In der Bar habe ich mir dann noch einen Kaffee und ein Stück Schokokuchen gegönnt bevor ich mich draußen wieder in den Pilgerstrom eingereiht habe.
Es war kühl und wolkig aber ohne Regen. Es ging durch einige kleine Dörfer, meist auf geschotterten Wegen. Mal sah es aus wie zuhause, mal wie in der Lüneburger Heide.
In Melide versorgte mich im Supermarkt mit Brötchen, Käse und Obst das ich dann auf einer Bank einverleibte.
Anders als die letzten beiden Tage, riss der Pilgerstrom auch nach Mittag nicht ab. So erreichte ich am Nachmittag meine Herberge in Arzúa. Ich bekam dieses Mal ein oberes Bett. In dieser Herberge gab es wieder Schuhschachtelbetten mit Schubladen für den Rucksack unter dem Bett. Immer in 4-er Abteilen.
Nach dem Duschen war ich todmüde und habe mich ein wenig zum Mittagsschlaf hingelegt. Dabei ist mein Kreislauf wieder so in den Ruhemodus gegangen, dass mir hinterher kalt war und ich bis fast 9 Uhr gebraucht habe um mich wieder aus dem Bett zu schälen um mir ein Abendessen zu besorgen.Read more