• San Xiao

    2.–3. jun., Spanien ⋅ ☁️ 18 °C

    Nach dem aufstehen und richten wollte ich gleich loslaufen. Ich hatte beschlossen, nur ein T-Shirt anzuziehen. Es sollte wolkig werden und ich musst du mir keine Gedanken um einen Sonnenbrand machen. Als ich in die Bar kam, war ich etwas verwundert, weil so viele Leute da waren. Der Blick aus dem Fenster brachte die Auflösung: es regnete. Dies ist für mich: Rucksack noch mal absetzen. Jacke und Regenschutz für den Rucksack raus, dafür den Sonnenhut weg packen.

    So stapfte ich los. Irgendwann wurde es mir in zu warm und ich musste anhalten, um die Jacke wieder Rucksack zu packen. Es hatte ja auch zu regnen aufgehört. Klar ich hatte ja eine Regenjacke an…

    Da ich nichts gefrühstückt hatte, hielt ich beim nächsten Regen an einer netten kleinen Bar, wo ich mir Crêpe und Kaffee gönnte. Ich hatte die Hoffnung, dass auch dieser Regen sich wieder verzieht bis ich meinen Kaffee getrunken hatte. Tat er nicht. Also Kaffee Nummer 2. Leider war auch danach der Regen noch nicht vorbei und ich musste wohl oder übel weiter.

    Bis ich in Palas de Rei ankam, konnte ich dann tatsächlich wieder einen blauen Himmel mit Wolken sehen. Die Stadt ist ein bisschen größer und ich hatte die Hoffnung, dass ich im Supermarkt leckeres Obst für den Nachmittag finde. Das war leider eine Pleite. Das Obst war nicht wirklich frisch, dafür teuer. Zum Schluss habe ich eine Flasche Wasser mit Kohlensäure gekauft und bin weitergelaufen. Auch an diesem Nachmittag war es wieder fast leer auf dem Weg. So kam ich um 3 an meinem Ziel an. Ich wurde von der Herbergsmutter begrüßt und sie zeigte mir kurz wo alles ist. Ich war die erste im Zimmer und konnte mir so mein Bett aussuchen. Nach der üblichen Routine, habe ich mich dafür entschieden, dass ich einen Kaffee brauche. So holte ich mir an den Bar den obligatorischen Café con Leche und setzte mich in die Sonne. Von irgendwo her kam dann ein steinaltes Pärchen. Sie saß im Rollstuhl und er schob sie langsam an den Nebentisch. Er fragte sie etwas und sie brauchte einige Zeit bis sie sehr undeutlich irgendetwas antwortete. Ich habe absolut nichts verstanden aber er offensichtlich schon. Sie trank dann ein Glas Orangensaft, er ein Glas Wein. Danach bestellte er das Selbe nochmal. Nach der Hälfte waren beide so erschöpft, dass sie mehrmals am Tisch einschliefen. Ich war in der Zwischenzeit beim Abendessen angekommen, als er seine Frau wieder ganz langsam nach Hause schob.

    Wieder im Zimmer, stellte ich erfreut fest, dass sich niemand das Bett über mir ausgesucht hatte. Somit sollte es eine ruhige Nacht werden auch wenn noch 4 andere im Raum schliefen.
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