• Okavango Delta 2

    May 13, 2025 in Botswana ⋅ ☀️ 27 °C

    Der Tag startete entspannt um 7:00 mit dem Boot zu einer Insel im Delta. Dort machten wir eine 2,5 stündige Safari Tour zu Fuß durch den Busch. Dort haben wir sehr viele Antilopen, Vögel und Skelette gesehen. Super spannend!
    Auf dem Weg zurück konnten wir dann die ersten zwei Elefanten aus nächster Nähe sehen. Quasi direkt neben unserem Camp. Während dem Frühstück konnten wir die zwei Elefanten weiter beobachten. Einer von ihnen kam dann fast unbemerkt bis auf 100m an unser Camp heran. Sehr beeindruckend aber auch irgendwo gruselig.
    Den halben Vormittag saßen dann fast alle zusammen und schauten den zwei Elefanten beim fressen zu - Busch-TV, wie die Guides es nennen. Mittags konnten wir im Delta schwimmen gehen. Die Boot-Fahrer prüften aber vorher noch, ob der Abschnitt auch Krokodil frei ist. Es gibt sicher noch andere 100 Dinge, die dich in dem Wasser töten könnten, aber hey: no risk, no fun 🤪

    Nachmittags startetet dann unsere Boots Safari. Wir fuhren zu einer Art Lagune, in der einige Flusspferde (Hippos) badeten.
    Zusatzinfo zu Hippos: 1) man sieht hauptsächlich ihre Nase, die Augen und Ohren. Wie kleine U-Boote tauchen sie ab, um dann irgendwo anders unerwartet wieder aufzutauchen. 2) Hippos sind super schnell, sowohl an Land als auch Wasser und ziemlich aggressiv - jährlich sterben mehr Menschen durch Hippos als durch Krokodile. Zusätzlich machen sie ziemlich angsteinflössende Geräusche 😣.
    Alle Boote stoppten also am Rand der Lagune. Unser Fahrer meinte es sehr gut mit uns und fuhr noch etwas weiter hinein. Als ich dann so durch mein Fernglas schaute, meinte ich zu den anderen beiden, ob sie auch das Gefühl haben, dass dieses eine Hippo unsere Gruppe ziemlich im Fokus hat und direkt auf uns zu schwimmt. Auch andere Hippos tauchten ab, um dann wesentlich näher an uns wieder aufzutauchen. Uns ging dann doch ziemlich die Düse, weil man nicht einschätzen konnte wo die Hippos wieder auftauchen und wir baten unseren Fahrer wieder weiter weg zu fahren. Vorbei an unserer Gruppe merkte man dann, wie alle, auch die erfahrenen Guides, etwas unruhig wurden und alle Boote seeeehr schnell den Rückzug antraten, um in einen Seitenarm des Deltas zu flüchten. Die Hippos folgten uns zum Glück nicht, aber die Situation war wohl doch etwas kritisch.
    Doch damit nicht genug….
    Auf dem Rückweg zu unserem Camp konnte man von weitem bereits drei Elefanten sehen. Wir fuhren immer weiter in ihre Richtung bis wir feststellten, dass sie quasi direkt neben unserem Wasserweg im Schilf standen. Die ersten zwei Boote beeilten sich an ihnen vorbei zu kommen. Wir, das dritte Boot, startete ebenfalls den Versuch als einer der Elefanten dann doch noch etwas näher ans Wasser kam. Als unser Fahrer sich duckte und wie die Boote hinter uns etwas zurück ruderten, ging der Puls direkt wieder nach oben. Da saßen wir also, keine 15m entfernt in unserer Nussschale, starrten den einen Elefanten an und er uns. Der zweite drehte sich auch irgendwann um und schaute direkt in unsere Richtung. Ein absolut uncooles Gefühl nicht zu wissen welche Reaktion als nächstes von ihnen zu erwarten ist. Die zwei Boote vor uns meinten später, dass sie ihnen direkt in die Augen schauen konnten.
    Nach Gefühlt einer Ewigkeit bewegten sich die Elefanten dann weg vom Wasser und wir konnten weiter.
    Zurück an Land stiegen wir mit zitternden Händen aus und viele aus der Gruppe meinten, dass sie zwei mal ernsthaft besorgt um uns, bzw. dem „German Boat“, waren. Die Nacht war dann nicht mehr ganz so entspannt wie die letzte, weil einem doch ziemlich klar wurde welche Gefahren draußen auf einen warten können.
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