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- Kongsi
- Hari 42
- Rabu, 6 Ogos 2025
- ☀️ 35 °C
- Altitud: 453 m
UzbekistanTaschkent41°17’51” N 69°15’43” E
Tag 42 - Kunstgewerbemuseum Taschkent
6 Ogos, Uzbekistan ⋅ ☀️ 35 °C
Nur Arnd:
In der Nähe unseres Hotels lag das staatliche Kunstgewerbemuseum, eine schöne Beschäftigung für den Vormittag. Wir konnten zu Fuß hingehen. In etlichen Sehenswürdigkeiten hier, muss man fürs Fotografieren extra bezahlen. Dabei wollen sie gern eine Unterscheidung machen zwischen privat und professionell. Mit Smartphone gilt als privat und war hier kostenlos. Mit meiner Kamera hätte ich etwa den zehnfachen Eintrittspreis bezahlen müssen - nein danke.
Das Gebäude war schon besonders und auch in Teilen reich dekoriert. Innen wurden verschiedene künstlerische Handwerkstechniken gezeigt. Da gab es z.B. die Galerie mit Miniaturen, Bildern in der Größe von ein paar Zentimetern, die wohl zur Buchillustration verwendet wurden. Eine alte Technik, die im letzten Jahrhundert in Vergessenheit geraten war und erst in jüngerer Zeit wieder von ein paar Künstlern praktiziert wird.
Wir haben uns gefreut über die Messer, weil wir vor langer Zeit von einer Usbekin ein solches Messer geschenkt bekommen haben. Das haben wir auf unseren Reisen immer dabei und freuen uns jedesmal, weil es so schön und auch so scharf ist. Auf dieser Reise haben wir es aber zuhause gelassen, weil man nicht in jedem Land mit Messer gern gesehen ist. Ohne diese Problematik hätten wir uns hier bestimmt noch eines gekauft. Unseres ähnelt Nr. 10 und 11 auf dem Bild.
Wir haben uns länger eine Webtechnik angeschaut. Dabei entstehen etwa 50cm breite Stoffbahnen mit interessanten Mustern und teils leuchtenden Farben. Das Muster entsteht durch die Färbung der Kettfäden. Das sind die vielen Fäden, die fest im Webstuhl eingespannt sind. Entlang des Fadens wechseln die Farben, der Faden ist also nicht als ganzes in einer Farbe gefärbt. Wie sie das machen, haben wir nicht herausgefunden. Der Webstuhl ist nicht kompliziert, aber man kann damit ziemlich schnell weben. Die vielen Kettfäden müssen allerdings alle gleich gefärbt sein, 1cm rot, dann 3cm weiß usw. Da man das nicht perfekt hinbekommt, haben die Muster auf dem Stoff etwas zackige Ränder. Aus diesen Stoffbahnen werden am Ende verschiedene Kleidungsstücke hergestellt.
Sticken war lange eine vielbetriebene Handwerkstechnik. Junge Mädchen mussten das alle ab der Kindheit lernen. Das hörte erst mit dem Erscheinen von automatischen Stickmaschinen im 20 Jhdt. auf. Es gab auch eine Sticktechnik mit feinen Golddrähten für vornehme Anwendungen. Schön waren auch die bestickten Hüte.
Zum Schluß noch im Hof unter einem Baum einen Kaffee getrunken.
Nachmittags bin ich allein losgezogen. Ich hatte von einem astronomischen Museum gelesen und gehofft, dort etwas mehr über Ulugh Beks Observatorium zu lernen. Es gab aber fast keine Informationen im Internet und auf den Seiten, die ich gefunden habe, stand keine Adresse. Es sollte wohl in einem astronomischen Institut sein und das lag in einem Astropark.
Leider habe ich kein Museum dort gefunden, vielleicht gibt es das auch nicht mehr. Im Astropark gab es aber ein paar interessante Gebäude. Offensichtlich waren das mal Sternwarten mit drehbarem oder verschiebbarem Dach, das man öffnen konnte. Die Bauart war aber nicht so schön, wie man das sonst so kennt und sprach eher von Geldmangel beim Bau.
Auf dem Weg dahin hatte ich kurz den Taschkenter Fernsehturm gesehen, der ein besonderes Design hat. Also habe ich mich auf den Weg dahin gemacht und ein paar Fotos geschossen. Er ist mit 375m einer der höchsten Fernsehtürme der Welt und 3,5m höher, als der etwas ältere in Almaty. Ob es da wohl ein Wettrennen gegeben hat?
Eine lustige Einrichtung sind Bezahlterminals, die überall in der Stadt zu finden sind. Wir wissen nicht so genau, was man da alles machen kann. Wir haben es benutzt, um unsere Karte für Bus und U-Bahn aufzufüllen. Man wählt ATTO card als Geldempfänger aus, gibt die Nummer der Karte und die eigene usbekische Telefonnummer ein und dann schiebt man Cash in einen Schlitz. Wenn es reicht, sagt man fertig und die Karte wird geladen.
Abends noch eine Fleischorgie in dem Restaurant, wo wir auch unser erstes usbekisches Essen hatten. War lecker und gar nicht so fett, wie die Gerichte am ersten Abend.Baca lagi




















