- Show trip
- Add to bucket listRemove from bucket list
- Share
- Day 44
- Friday, August 8, 2025 at 5:36 PM
- ☀️ 30 °C
- Altitude: 884 m
KazakhstanAlmaty43°14’12” N 76°57’7” E
Tag 44 - Ankunft in Almaty
August 8 in Kazakhstan ⋅ ☀️ 30 °C
Nur Hea-Jee:
Als ich aufwachte und den Vorhang leicht anhob, war es draußen bereits hell. Der ockerfarbene Horizont erstreckte sich endlos, manchmal flach, manchmal mit Hügeln oder in der Ferne aufragenden Gebirgszügen. Hin und wieder tauchten kleine Baumgruppen wie Mini-Oasen auf.
In der Ferne sah ich eine dünne Linie aus Staub oder Dunst in die Höhe steigen. Sie sahen wie kleine Sandstürme aus. Weil sie in einer einzigen Linie aufstieg, dachte ich, dort könnte ein Bach verlaufen und es handle sich um Wassernebel oder Morgendunst – Ich überlegte mir die wildesten Erklärungen. Während ich die immer dichter werdende Wolke fotografierte und länger beobachtete, erkannte ich schließlich den Ursprung: Ein Auto fuhr dort entlang.
Ob es nun Staub oder Abgase waren – ich war überrascht, wie groß die Wirkung dieses kleinen Wagens auf diese weite Steppe war. Unser Zug überholte das Auto schließlich. Aus der Nähe betrachtet, war die aufgewirbelte Spur gar nicht so stark. Aber das, was das Auto hinterließ, zog sich wie eine riesige Fahne über die Landschaft – der Effekt war groß.
Wir frühstückten wieder im Zugrestaurant – es war lecker – und kamen kurz nach zehn Uhr am Bahnhof in Almaty an. Da der Check-in unserer Airbnb-Unterkunft erst am Nachmittag möglich war, warteten wir im angenehm kühlen Wartesaal des Bahnhofs. Arnd recherchierte, wie man den öffentlichen Nahverkehr nutzt, wo man die Fahrkarte kaufen und wie man sie auflädt. Ich schrieb mein Reisetagebuch von gestern weiter.
Um die Verkehrskarte zu kaufen, gingen wir in ein großes Gebäude nebenan, das wie ein Kaufhaus wirkte. Ich fragte einen jungen Vater mit einem kleinen Sohn per Handzeichen, und er zeigte mir ebenfalls per Handzeichen den Weg – geradeaus und dann nach rechts. Doch Arnd wollte vorher erst Geld abheben, also gingen wir nach links. Dort gab es tatsächlich einen Geldautomaten, aber der akzeptierte keine ausländischen Karten.
Wir standen etwas ratlos herum, als ein bekannter Mann auf uns zukam und uns ansprach – es war derselbe junge Vater von vorhin. Er hatte wohl gesehen, dass wir nicht nach rechts, sondern nach links gegangen waren, und war uns vorsichtshalber gefolgt. Er telefonierte herum und fand schließlich heraus, dass es dort keine Möglichkeit zum Geldwechsel gab.
Also nahmen wir unser restliches kasachisches Geld, das wir am Vortag von usbekischem Geld getauscht hatten, und kauften damit zuerst zwei Verkehrskarten, die wir großzügig aufluden. Dann machten wir uns erneut auf die Suche nach einem funktionierenden Geldautomaten.
Auf Google Maps wurden einige angezeigt. Bei manchen war das Bargeld leer, und wir mussten lange laufen. Schließlich konnten wir vor einem großen Hotel erfolgreich Geld abheben. Von dort bestellten wir ein Yandex-Taxi und fuhren zur Unterkunft.
Das große Eingangstor zum Wohnkomplex war abgeschlossen. Wir irrten eine ganze Weile umher, bis Arnd nach einigen Nachrichten mit der Gastgeberin Olga endlich herausfand, wie man hineinkommt. Beim ersten Mal musste jemand uns das Tor aufmachen.
Er und Olga schrieben sich gegenseitig Nachrichten in ihren jeweiligen Muttersprachen und nutzten dabei automatische Übersetzungen. Die Unterkunft befand sich im obersten Stockwerk eines typischen russischen Plattenbaus. Die Wohnung war zwar etwas älter, aber sauber und praktisch – als wir ankamen, fühlte ich mich wie zuhause.
Wir hatten zwar Hunger, aber nach all den kleinen Schwierigkeiten des Tages wollten wir nicht mehr rausgehen. Also aßen wir einfach koreanische Instantnudeln zu Hause. Später, wenn die Sonne tiefer steht und es kühler wird, möchten wir noch einen Spaziergang in der Nachbarschaft machen und ein paar Lebensmittel einkaufen.Read more















Traveler🤗