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- День 56
- среда, 20 августа 2025 г.
- ☀️ 36 °C
- Высота: 62 м
КитайTurpan42°57’9” N 89°3’43” E
Tag 56 - Turpan
20 августа, Китай ⋅ ☀️ 36 °C
Arnd:
Wir sind von einer für Touristen ungewöhnlichen Seite her nach China eingereist und haben jetzt die Möglichkeit, ein paar Dinge zu sehen, die nur wenige westliche Touristen zu sehen bekommen. Wir haben aber bemerkt, das wir uns doch etwas beschränken müssen. Zum einen wollen wir ja irgendwann in Korea ankommen, und sind so langsam auch müde, und zum anderen sind wir in unserem Alter auch nicht mehr so fit, dass wir bei 36°C ein längeres Tagesprogramm abspulen wollen.
Wir hatten ja erst die Idee, eine zehntägige geführte Reise durch Xinjiang zu machen und hatten die auch schon gebucht. Leider kamen wohl nicht genügend Teilnehmer zusammen, so dass der Veranstalter das abgesagt hat. Jetzt bekommen wir einiges weniger zu sehen, dafür aber in unserem Tempo.
Heute also Turpan. Man könnte hier durchaus mehrere Tage bleiben, aber da wir ja irgendwann ankommen wollen und da es hier derzeit doch sehr heiß ist, haben wir uns auf einen Tag beschränkt. Und wegen der Hitze haben wir uns auf eine Sehenswürdigkeit beschränkt, die Ruinenstadt Jiaohe.
Der Tag begann aber erstmal mit einem chinesischen Frühstück im Hotel. Bei einem neuen Hotel gehen wir erstmal an der langen Reihe an Angeboten entlang und suchen uns was aus. Mit Freude sah ich am Ende einen Getränkeautomaten, auf dem was von Kaffee stand. Das Ergebnis kann man auf dem Foto sehen, es war eher ein leicht gesüßter dünner Tee mit dezentem Kaffeegeschmack. Ich vermute, dass das den chinesischen Frühstücksgeschmack gut trifft. Hea-Jee hatte noch mehr Glück, ihr rosa Gebräu kam aus dem Automaten, wenn man auf „heißen Tee“ gedrückt hat.
Das gar nicht chinesisch aussehende Stück Fladenbrot musste ich natürlich probieren, weil wir am Abend vorher einen jungen Mann beobachtet hatten, der solche Brote in einem Tandir-artigen Ofen gebacken hat. Ansonsten sieht das Frühstück auf dem Foto durchaus ansprechend und vor allem auch gesund aus. Aber irgendwie empfinde ich das morgens als ein bisschen freudlos.
Anschließend haben wir uns auf den Weg zu unserer Tagesattraktion gemacht, ein Didi hat uns hingebracht. Dort haben zwei kleine parallele Flüsschen je eine tiefe Schlucht mit 30m hohen Steilwänden in den Boden gegraben und sich dann vereinigt. So entstand ein Hochplateau von 300m Breite und 1,7km Länge, ideal zu verteidigen. 108 BC war sie schon Hauptstadt eines Reiches hier. Wie lange das vorher schon bestand, ist nirgends angegeben. Ungefähr um die Zeit begann auch der Fernhandel mit China und die Seidenstraße führte durch diese Gegend. Die Gebäude waren aus Lehm gebaut. Für lange Zeit nicht aus Ziegeln, sondern aus rohem in dünnen Schichten aufgeschichteten Lehm. Es gab aber auch ein paar Gebäude mit Ziegelwänden. Die Stadt bestand bis ins 13. Jhdt., wo sie von den Mongolen unter Dschingis Khan zerstört worden ist und von den Bewohnern aufgegeben wurde. Normalerweise wären die Lehmgebäude wohl bald völlig zerfallen, aber in dem trockenen Wüstenklima hier haben sie sich einigermaßen erhalten.
Lange Zeit war die vorherrschende Religion hier der Buddhismus. Entsprechende Gebäude gab es. In einem Nebental gab es aber auch noch buddhistische Höhlen in einer Steilwand. Solche Höhlen sind in China weit verbreitet.
Das Tourist Office lag etwas entfernt von dem Felsplateau, wir wurden von dort mit offenen Elektrokleinbussen zu den verschiedenen Attraktionen gefahren. Die erste empfand ich als eine Art Disneyland, in dem in einer Lehmbaukulisse verschiedene Aspekte des Lebens der Menschen in der Geschichte Xinjiangs dargestellt wurden. Als dann aber auf einer Tafel stand, dass hier unter anderem traditionell auch Mais angebaut wurde und das die Uigurische Küche traditionell viel Tomaten verwendet, war mein Interesse weg. Beide stammen aus Südamerika und kamen in der Folge von Kolumbus erst nach Europa und mussten dann noch ihren Weg hierher finden. Das mag für die letzten zweihundert Jahre stimmen, ich war aber hier wegen einer zweitausend Jahre alten Stadt. Eines der Fotos zeigt aus dieser Ausstellung einen Nudelmacher.
Draußen wurde es immer wärmer und wir sind dann so schnell wie möglich zum Haupthema, der Ruinenstadt, weitergefahren. Dort waren wir weitgehend ohne Schatten unterwegs, haben es aber bis zum Ende geschafft. Herausragendes zu zeigen gab es aber nicht. An einer Stelle konnte man auf der anderen Seite der Schlucht gut belüftete Quader stehen sehen. Wir vermuten, das darin Rosinen getrocknet werden.
Anschließend schnell wieder ins Hotel, wo wir uns mit den letzten Resten von auf dem Markt in Almaty gekauften Nüssen gestärkt haben. Darunter ein paar Macadamia. Die Schale war vom Händler schon angesägt. Beim Kauf bekam Hea-Jee dann dieses Metallteil, mit dem man die Schale spalten kann. Wir kannten Macadamia bisher nur als gesalzenen Snack. Roh schmecken sie auch sehr angenehm.Читать далее





















Путешественник
Grande Dame in Ledersessel!