- Show trip
- Add to bucket listRemove from bucket list
- Share
- Day 72
- Friday, September 5, 2025
- ☁️ 29 °C
- Altitude: 11 m
China市北区36°5’9” N 120°18’39” E
Tag 72 - Abfahrt nach Korea
September 5 in China ⋅ ☁️ 29 °C
Arnd:
Unser Schiff fuhr zwar erst um 17:30, aber man muss schon um 14:30 beim Terminal sein und der Checkout im Hotel ist vor 12:00. Wir haben uns deshalb morgens nur die Zeit vertrieben, Pinguine geschrieben, und sind um kurz vor 12:00 ein letztes Mal Didi gefahren zum Qingdao Cruise Terminal.
Das Beschaffen der Tickets ist für Nicht-Koreaner vermutlich nahezu unmöglich. Es gibt im Internet fast keine Informationen und schon gar keinen Ticketshop. Und das ist nicht nur für die Fähre so, die wir heute nehmen, sondern für alle anderen ebenso, die von anderen Städten in China aus nach Korea fahren. Hea-Jee hat nach einiger Suche einen K-Talk Kanal des Fährbetreibers gefunden. K-Talk ist das koreanische WhatsApp. Dort hat sie Kontakt zu einem Mitarbeiter bekommen, bei dem sie die Tickets bestellen konnte. Dann haben wir jemanden in Korea bemüht, die Fahrtkosten zu überweisen. Heute konnten wir dann am Schalter unser Ticket abholen.
Es wäre aber überhaupt kein Problem gewesen, einfach heute zum Schalter zu gehen und ein Ticket zu kaufen. Die Fähre ist mit Passagieren nämlich überhaupt nicht ausgelastet, vermutlich fahren hier heute nicht mehr als 100 Passagiere mit. Einzig ob unsere Royal Class noch verfügbar gewesen wäre, war mir nicht ganz sicher, deshalb haben wir die Tickets vorher besorgt. Es gibt schlicht kaum einen Grund, dieses Schiff zu nehmen, wenn man nicht wie wir das Fliegen vermeiden will. Ok, in der billigsten Klasse ist das Schiff vielleicht doch noch billiger, als fliegen, aber wir zahlen definitiv mehr. Aber vielleicht sollten wir unsere Royal Class auch eher mit der Business Class im Flieger vergleichen. Immerhin haben wir ein geräumiges Zweibettzimmer mit eigenem Bad, sogar mit Badewanne.
An unserem Terminal werden wohl auch Kreuzfahrtschiffe abgefertigt und deshalb ist das ziemlich groß. Der chinesische Grenzschutz war sehr pingelig. Die chinesischen Fahrgäste mussten einige Fragen beantworten, eine Frau musste sogar irgendwohin mitkommen. Bei uns hat es nur irgendwie sehr lange gedauert. Vermutlich sind wir in der ganzen Zeit in China gründlich überwacht worden und das mussten die erstmal alles auswerten. Eine Ausreise ist normalerweise eine Sache von unter einer Minute. Hier hat es gefühlt 5 Minuten gedauert.
Dann wurden wir mit einem Bus zum Schiff gefahren. Wir stiegen aus dem Gebäude direkt in den Bus, der Bus fuhr einmal auf die andere Straßenseite (die andere Seite der Pier) und wir standen vorm Eingang des Schiffs. Gehen wäre genauso schnell gewesen. Nachdem die meisten Passagiere im Schiff waren, ging aber auf der Pier die Arbeit los. Unser Schiff ist nämlich heutzutage in der Hauptsache ein Frachtschiff, das etwa 300 Container laden kann. Oben über den Frachträumen gibt es noch zwei Etagen für Passagiere. Es könnte 660 Passagiere mitnehmen, aber das war einmal. Das System hat sicher bessere Zeiten erlebt, das kann man an Fotos von Unterhaltungsveranstaltungen und Feuerwerk für die Passagiere sehen, die hier in den Gängen hängen.
Ab 17:00 gab es ein Buffet zum Abendessen, das schon sehr koreanisch war. Das war nicht im Preis enthalten und auf dem Schiff kann man nicht digital bezahlen, das würde außerhalb des Hafens schlicht nicht funktionieren. Also konnten wir endlich unsere chinesischen Bargeldbestände reduzieren, die wir tatsächlich fast nicht gebraucht haben. Die Betonung liegt aber auf fast. Gegen 18:00 war der letzte Container verladen und es ging los. Kurz danach war auch schon Sonnenuntergang und während es dunkel wurde sind wir aus der Bucht von Qingdao herausgefahren und haben zusammen mit den anderen Passagieren die Aussicht genossen. Es war wirklich sehr schön.Read more























