Wilsons Promontory
January 25 in Australia ⋅ ☁️ 19 °C
Wir haben mit Eva und Finn ein Wochenende in dem Ferienhaus in Inverloch verbracht, das Scotts Familie gehört. Eva hat uns sehr gedrängt, von dort aus allein einen Tag in ein Naturschutzgebiet zu fahren, das etwa 100km östlich lag, Wilsons Promontory.
Man kann dort sicher sehr schön mehrtägige Wanderungen machen. Für einen Tag habe ich zwei Berge gefunden, die man hätte besteigen können, von Eva kannten wir den Squeaky Beach und am Ende gab es noch etwas, was auf der Karte wie eine Ortschaft aussah.
Es kann dort sehr voll werden, und dann hat man ein Problem, einen Parkplatz zu finden. Ich habe mir daher auf der Karte einen Parkplatz ausgesucht, von dem aus wir sowohl zu Squeaky Beach wandern konnten, als auch einen Berg besteigen. Und wir sind so früh gefahren, dass wir noch Chancen auf einen Parkplatz hatten. Das hat auch geklappt.
Der Berg war allerdings in den Wolken und das wurde über den Tag auch nicht besser. Wir sind zuerst zu Squeaky Beach gewandert und konnten dabei unterwegs einen Blick auf diesen Ort werfen. Eigentlich wollte ich da ja nicht hin.
Der Weg zu Squeaky Beach führte uns durch eine schöne Landschaft, in der immer wieder Reste von Waldbränden zu sehen waren. Die gehören hier zum normalen Ökosystem. Eukalyptusbäume brauchen Feuer zur Fortpflanzung und tragen mit ihren Ölen sehr zur Ausbreitung der Feuer bei. Durch das Feuer platzen die Samen auf. Baumschädlinge überleben das Feuer nicht und die Konkurrenz braucht auch länger, um sich zu erholen.
Das Phänomen des quietschenden Sandes hatten wir in Queensland schonmal. Aber es ist immer wieder lustig.
Auf dem Rückweg sind wir einen anderen Weg gelaufen, der uns näher an den Ort führte. Der entpuppte sich als große Campinganlage. Das Besondere dort ist ein kleiner Fluss, der über den Strand ins Meer fließt. Der Sandstrand zieht sich entlang des Flusses einen Kilometer ins Land. Für die Kinder eine schöne Spielfläche.
Wir haben dann dort zu Mittag gegessen und uns die Gegend genauer angeschaut. Auf den Berg sind nicht mehr gestiegen.
Hea-Jee:
Über den Waldbrand. In Australien stießen wir überall auf Wälder, die vom Feuer bedroht waren. Der ausgedörrte Wald wirkte, als habe er sich sorgfältig vorbereitet und warte nur darauf, dass ein Funke überspringt. Die in Fetzen herabhängende und schwankende Baumrinde sowie die pechschwarz vertrockneten Farnblätter und Sträucher, die den Boden bis zu einem Meter Höhe wirr bedeckten, wären wohl erstklassiges Zündmaterial gewesen. Wenn hier ein Feuer ausbräche, schien es unmöglich, es mit menschlicher Kraft zu löschen. Dazu kam, dass stets Wind vom Meer her wehte. Als ich diesen Wald betrachtete, der förmlich auf einen Brand wartete, verstand ich zutiefst das Naturgesetz, dass der Tod ein neuer Anfang ist.Read more

















Traveler
Das soll ja reiner Quarzsand sein?! Habt Ihr etwas davon mitgenommen?
Traveler
Nein, warum?