• Bangkok

    25 marzo, Tailandia ⋅ ☀️ 34 °C

    Hea-Jee:
    Der Weg nach Bangkok verlief nicht ganz reibungslos. Früh am Morgen standen wir auf, frühstückten hastig und verließen das Hotel, an das wir uns in den fünf Tagen gewöhnt hatten. Wir gingen zu einer nicht weit entfernten Monorail-Station zu Fuß. Doch obwohl die Bahn angeblich alle zehn Minuten fahren sollte, kam sie auch nach fast 20 Minuten noch nicht. Langsam wurden wir nervös und fragten uns, ob wir unseren Zug verpassen würden. Da die anderen Leute jedoch ganz entspannt warteten, beruhigten wir uns ein wenig und wartete weiter – schließlich kam sie doch.

    Wir nahmen einen Schnellzug Richtung thailändische Grenze und fuhren etwas mehr als fünf Stunden. Die Wälder, die man draußen sah, bestanden fast ausschließlich aus Palmen. Arnd erklärte mir, dass ein Großteil des weltweit konsumierten Palmöls in Indonesien und Malaysia produziert wird.

    In der Grenzstadt Padang Besar angekommen, warteten wir bei etwa über 35 Grad Hitze vier Stunden lang in einer Wartehalle ohne Klimaanlage. Ein Hinweis besagte, dass sich die Einreiseformalitäten wegen des großen Andrangs verzögerten. Obwohl die Abfahrtszeit unseres Zuges längst verstrichen war, hatte die Passkontrolle noch nicht einmal begonnen, und wir wurden wieder unruhig.

    Wenn wir diesen Zug nach Hat Yai Junction verpassen würden, könnten wir auch den Nachtzug nach Bangkok nicht mehr erreichen. Da es schwierig gewesen war, Fahrkarten für den Bangkok-Zug zu bekommen, hatten wir in Kuala Lumpur sogar fünf Tage gewartet. Außerdem hatten wir bereits alle weiteren Verkehrsmittel und Hotels für die kommende Woche gebucht, sodass die Situation ziemlich heikel war. Doch irgendwann öffneten sich die Türen, und wir konnten die Grenzformalitäten erledigen. Entgegen unserer Befürchtungen verlief alles überraschend schnell und reibungslos. Schließlich konnten wir problemlos in den Zug nach Hat Yai Junction einsteigen. Es war wohl der älteste Zug, den wir auf dieser Reise genommen hatten – natürlich ohne Klimaanlage, sodass alle Fenster geöffnet waren. Nach 45 Minuten erreichten wir Hat Yai Junction und konnten in den Nachtzug nach Bangkok umsteigen.

    Der Nachtzug nach Bangkok war auf interessante Weise aufgebaut: Die Betten waren auf beiden Seiten übereinander in Längsrichtung angeordnet. Tagsüber waren die oberen Betten hochgeklappt, und man saß unten auf Sitzen. Am Abend kamen freundliche Mitarbeiter vorbei, stellten die unteren Sitze zu Betten um und
    klappten die oberen Betten herunter. Dabei kamen auch Kissen, Laken und Decken zum Vorschein. Unsere Plätze waren beide oben, einander gegenüber. Jedes Bett hatte einen Vorhang, sodass man etwas Privatsphäre hatte. Ich fühlte mich wohl und konnte gut schlafen. Wahrscheinlich war ich auch einfach erschöpft, nachdem wir den ganzen Tag in der Hitze unterwegs gewesen waren.

    Arnd:
    Diesmal kamen wir so gegen acht Uhr in Bangkok an. Wir sind gleich zur U-Bahn gelaufen. In der Bangkoker U-Bahn muss man im Bahnhof an einer automatischen Schranke seine Fahrkarte vorweisen. Dazu kann man auch einfach eine Kredit- oder Debitkarte nehmen, das ist also sehr einfach. Nur ApplePay ging diesmal nicht, worüber wir erstmal gestolpert sind. Auf dem Bahnsteig sahen wir dann lange ordentliche Schlangen an den Stellen, wo die Türen der U-Bahn sind. Dann kam die erste U-Bahn. Total voll. Ein paar Leute stiegen aus und etwa so viele konnten einsteigen. Die Schlange vor uns wurde etwas kürzer. Zum Glück kamen die Bahnen recht schnell hintereinander, aber die nächsten zwei Bahnen konnten wir immer noch nicht einsteigen. Dann kam eine Bahn, die wohl extra neu eingesetzt und komplett leer war.

    Dieses Erlebnis hat uns zu denken gegeben. Wir wollten zwei Tage später am selben Bahnhof weiterreisen. Wenn nicht planbar ist, wie lange wir bis zum Bahnhof brauchen, dann müssen wir vorsichtshalber sehr früh vom Hotel aus losfahren. Am nächsten Tag konnten wir aber sehen, dass es zu der Uhrzeit an unserer Station keine Schlange gibt. Die Abfahrt am letzten Tag hat dann auch gut geklappt.

    Bei unserer Ankunft war es wieder früh morgens und dann kann man noch nicht im Hotel einchecken. Wir konnten aber im Hotel ein extra Frühstück kaufen, Toiletten gibt es auch in der Lobby und eine Gepäckaufbewahrung haben auch alle Hotels. Wir hatten noch nichts geplant für unseren Aufenthalt in Bangkok und mussten das erst in der Lobby nachholen. Am späten Vormittag sind wir dann losgezogen.

    Heute hatten wir aber nichts besonderes geplant. Wir sind zuerst zu einem Blumenmarkt gefahren. Märkte werden immer als touristische Highlights herausgestellt. Ich finde mich dort immer fehlplatziert, weil ich nichts kaufen will, denn wir haben fast keinen Platz in unserem Gepäck.

    Es gibt zwei Sorten von Märkten. Zum einen echte Märkte, wo einheimische einkaufen gehen und Touristenmärkte. Der Blumenmarkt war ein echter Markt. Ich vermute, dass dort Blumenhändler hingehen. Normale Konsumenten werden nicht durch halb Bangkok fahren, nur um einen Blumenstrauß zu kaufen. Als wir gegen Mittag dort waren, war aber nicht viel los.

    Der Blumenmarkt liegt in der Nähe des Chao Phraya Flusses. Das ist der große Fluss, der durch Bangkok fließt. Der ist auch eine Hauptverkehrsachse. Es gibt zahllose Boote, die an vielen Haltestellen entlang des Flusses anhalten. Die Fahrt ist sehr günstig. Daneben gibt es auch Touristenboote, die bestimmte Sehenswürdigkeiten ansteuern und dort etwas liegen bleiben, damit die Fahrgäste fotografieren können.

    Wir haben ein Boot genommen, das bis zu einer Haltestelle fuhr, wo auch die U-Bahn hält. Mit der sind wir dann zurück zum Hotel gefahren und haben uns am Nachmittag ausgeruht. Abends haben wir noch einen Spaziergang durch einen nahegelegenen Park gemach, der sich abends in eine Art Fitnessstudio für die Bevölkerung verwandelte. Danach haben wir noch bei einem Nachtmarkt vorbeigeschaut und eine Grußkarte mit vielen Schmetterlingen für Finn gekauft, zu einem Preis, den sie auch in Deutschland gekostet hätte.
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