Fahrt nach Kunming
March 29 in China ⋅ 🌬 25 °C
Nach einem ganz schönen Frühstück im Hotel haben wir noch in dem koreanischen Lebensmittelladen gegenüber für die Fahrt eingekauft und sind dann mit dem Loca-Taxi zum Bahnhof gefahren. Der liegt recht weit im Norden der Stadt, weil er ganz neu ist und es keine Eisenbahnschienen bis in die Stadtmitte gibt. Die Fahrt dorthin dauerte also 45 Minuten. Aber wir waren früh genug da. Am Eingang gab es eine Fahrkartenkontrolle. Da wurde unser QR-Code auf dem Smartphone nicht akzeptiert. Wir mussten erst zu einem Fahrkartenschalter gehen und uns ein Papierticket drucken lassen.
Der Zug fährt durch bis Kunming. Das heißt, er muss an der Grenze zweimal stehen bleiben, alle Passagiere müssen mit allem Gepäck aussteigen und durch die Immigration.
Bei der Fahrkartenkontrolle wurden wir schon darauf hingewiesen, dass man für die Immigration nach China online eine Voranmeldung ausfüllen muss. Es gab auch einen QR-Code dazu. Das hatte ich allerdings schon vor zwei Tagen versucht und war gescheitert. An einem Pflichtfeld für den genauen Einreiseort sollte eine Liste mit möglichen Orten erscheinen. Die kam aber nicht und ohne diese Angabe ging es nicht weiter. Aber ich dachte, wenn die mich hier darauf hinweisen, dann wissen die wohl auch, wie das funktioniert. Als ich ihnen das dann zeigte, waren sie auch sehr zuversichtlich, sind dann aber auch gescheitert. Ich wurde an einen Schalter in der Abfahrtshalle verwiesen. Dort hatte die Dame dieselbe Zuversicht, scheiterte aber auch. Ich meinte, wir müssten dann wohl doch das alte Papierticket ausfüllen. Ja, das gibt es im Zug. Ich frage mich nur, wie so ein Softwarefehler über Tage bestehen kann und keiner weiß das. Sind wir hier wirklich über Tage die einzigen Ausländer, die diese Grenze überschreiten?
Im Zug kam dann sehr schnell eine Mitarbeiterin mit einem QR-Code zu unserem Sitz. Sie wusste von uns. Es war aber wieder derselbe QR-Code. Wir füllten das gemeinsam aus bis zu der Stelle, wo es nicht weiterging. Sie scheiterte auch. Ich meinte: Papierformular. Sie war fast verzweifelt, bloß kein Papierformular! Sie ging weg, um Hilfe zu holen. Nach 10 Minuten kamen sie zu dritt, haben sich das nochmal angeschaut und hatten dann das Papierformular dabei. Mal schauen, wie es an der Grenze laufen wird. Lustig war das Feld für alle Länder, die man in den letzten 2 Jahren bereist hat. Unsere lange Liste passte da nur ganz knapp zweizeilig hinein.
So, wir sind in China. An der Grenze wurden wir gleich von ein paar Beamten abgefangen, die das Onlineformular auf ihrem eigenen Smartphone in ihrer chinesischen Variante für uns ausfüllten und uns den Ergebnis-QR-Code zum fotografieren zeigten. Am Ende hat alles geklappt, die Menschen sind halt überall hilfsbereit.
Ich hatte mal wieder zweite Klasse gebucht. Bei chinesischen Zügen heißt das eine 3+2 Bestuhlung und das schafft für den Algorithmus beim Fahrkartenverkauf Probleme. Unsere beiden Plätze waren zwar nebeneinander, aber mit dem Gang dazwischen. Das kriegen die Chinesen einfach nicht hin. Wir hatten auch schon mehrfach Plätze in benachbarten Reihen. Vielleicht sollte ich in Zukunft nur noch erste Klasse kaufen, da gibt es diese Probleme eher weniger.
Ankunft 21:45. Unser Hotel können wir wieder zu Fuß erreichen. Wir laufen durch einen gigantischen Bahnhof auf einen gigantischen Bahnhofsvorplatz und dann noch ein paar große Straßen entlang. Es sind fast keine Menschen zu sehen. Die Temperatur ist von 38°C in Vientiane auf 19°C in Kunming abends gefallen. Das ist echt faszinierend, wie diese doch nicht so große Distanz eine derartige Wetterscheide sein kann.Read more



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