• Jeju 1

    April 25 in South Korea ⋅ ☁️ 18 °C

    Arnd:
    Jeju ist eine Vulkaninsel mit einem dominierenden Hauptvulkan in der Mitte, Hallasan. Der ist erloschen und mit 1947m Südkoreas höchster Berg. Als wir noch jung und fit waren, sind wir da mal hochgelaufen, was sehr anstrengend war.

    Die Fähre war ziemlich groß und hatte etliche Angebote. Es gab z.B. ein richtiges Restaurant. Für die Hunde gab es auf Deck einen eingezäunten Auslaufbereich. Man hat die Möglichkeit, sich hinzulegen. Zum einen, weil die Fähre auch nachts fährt und tagsüber wohl für diejenigen, die seekrank werden. Der Standard zum hinlegen ist in größeren Räumen auf dem mit Teppich belegten Fußboden. Da zieht man die Schuhe aus und deshalb ist es sauber. Für Koreaner ist das ganz normal. Wir hatten die etwas teurere Klasse mit einer Schlafkabine. Ich habe das aber gar nicht benutzt.

    Mokpo liegt schon auf der Westseite der koreanischen Halbinsel. Richtung Jeju fährt man deshalb erstmal längere Zeit parallel zur Küste zwischen vielen kleinen Inseln hindurch. Wir haben schon beim Einsteigen ein holländisches Ehepaar getroffen, die mit dem Fahrrad unterwegs waren. Die haben wir ausgiebig zum Thema Radfahren in Korea interviewt und ich habe mich noch lange mit dem Mann über andere Themen unterhalten. Deshalb habe ich die pittoreske Landschaft außen diesmal verpasst. Aber es war sowieso wieder dunstig. Jeju lag leider auch in einem Dunstschleier, deshalb ist das Willkommensfoto nicht so schön.

    Die Insel ist übersäht mit kleinen vulkanischen Steinbrocken. Die Menschen haben die zusammengeräumt und überall kleine Mäuerchen gebaut. Das hilft auch gegen den Wind.

    Wir haben in Jeju eine Freundin und Mentorin von Hea-Jee besucht. Sie wohnt dort in einem Wohnprojekt und das wiederum ist mit einer alternativen Schule assoziiert. Es gab eine Wohnung einer älteren Dame, die längere Zeit verreist war und die konnten wir benutzen. Zum Glück, denn ich bin kurz nach der Ankunft krank geworden. Eigentlich wollten wir nur ein paar Tage bleiben und dann in Jeju verreisen. Wegen meiner Erkrankung sind wir aber über eine Woche geblieben.

    In der Nähe unserer Wohnanlage gab es ein geschütztes Feuchtgebiet, wo man eine kleine Wanderung machen konnte. Ich hatte ein Feuchtgebiet eher in einem Tal erwartet. Hier war es aber so, dass das Wasser durch das poröse vulkanische Gestein irgendwo unterirdisch zusammenläuft und auf dem sanft abfallenden Hang eines kleinen Berges einen Teich speist. Geologisch ist das wohl etwas besonderes und daher geschützt.

    Auf dem Weg kamen wir erst bei dem Wohnhaus eines Künstlers vorbei und dann bei einem aufwändig gebauten Haus mit Glashaus, das ein Café mit Bäckerei beherbergte. Das lag schon ziemlich abgelegen. Wir haben uns mit einem Brot fürs Frühstück eingedeckt. Ich vermute, sowas sind hier Liebhaberprojekte, die nicht unbedingt viel Profit abwerfen müssen. Das Leben ist hier nicht sehr schnell.
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