• Jeju 2

    1 maggio, Corea del Sud ⋅ 🌬 18 °C

    Arnd:
    Nachdem es mir wieder besser ging, haben wir noch ein paar Ausflüge auf Jeju unternommen.

    Drei Fotos zeigen Bilder aus Hamdeok, einem Badeort im Nordosten. Da sind wir vor 30 Jahren mal mit unseren Kindern gewesen. Das hat sich doch sehr verändert. Nur der Berg, der ins Meer ragt, sieht noch so aus wie früher. Ich habe da alte Fotos, an die ich mich erinnere und die ich nach der Reise mal rausholen werde.

    Ein Ausflug führte uns in den Südosten zu einem Berg, Seongsanbong, der sich aus zwei ehemaligen kleinen Vulkanen gebildet hat, die zusammengewachsen sind. Er liegt im Meer, ist aber über eine Landbrücke erreichbar. Man kann bis zum Rand hinaufsteigen, was auch sehr viele Touristen tun. Zum Glück ist gerade nicht Hauptreisezeit. Oben hat er eine flache Mulde, ein Krater ist da nicht zu erkennen.

    Jeju ist durchzogen von teilweise recht großen Straßen. Unser Dorf liegt aber abseits davon an einer kleinen Nebenstraße. Das ist schöner, aber deshalb kommen wir nicht so leicht da weg. Es gibt zwei Buslinien im Dorf, aber die fahren nicht sehr häufig und nicht sehr weit und wir müssen dann irgendwo umsteigen und das ist nicht so einfach zu planen. Die Busse fahren nämlich nicht sehr zuverlässig nach Plan und die Abfahrtzeiten für bestimmte Haltestellen erfährt man auch nicht so einfach. Es kann deshalb leicht passieren, dass man auf einen Anschluss lange warten muss. Am Ende hat es aber meist geklappt. Im Notfall muss man ein Taxi nehmen.

    Im Süden der Insel, genau in der Mitte, liegt die zweitgrößte Stadt, Seogwipo. Dorthin sind wir bei unserem letzten Ausflug gefahren und haben da einmal übernachtet. Es gibt dort mehrere schöne Wasserfälle und abends Lichtschauen auf einer kleinen Insel und am Hafen.

    Hea-Jee ist bei der Hotelauswahl immer der Sparfuchs und ich habe den Eindruck, dass Koreaner sich nicht für ein anständiges Frühstück interessieren. Einmal wollte ich deshalb ausprobieren, ob man für mehr Geld im Bereich Frühstück etwas geboten bekommt. Und wo sollte man das besser ausprobieren, als in Jeju, einer der Haupt Touristenziele in Korea überhaupt. Also haben wir mal 65€ für eine Nacht mit Frühstück in einem großen Hotel ausgegeben und siehe da, Koreaner können auch Frühstück!

    Am nächsten Tag haben wir noch eine geologische Formation am Meer westlich von Seogwipo besucht. Wenn Lava ins Meer fließt und dann schnell abkühlt, zieht sie sich zusammen und bekommt Risse. Dadurch entstehen fast wie Kristalle aussehende Säulen, die meist 5- oder 6-eckig sind.

    Von dort sind wir dann recht schnell wieder nach Hause gefahren, weil Hea-Jees Freundin uns noch unbedingt ein Café zeigen wollte. Das gelbe Haus ist von einem älteren Ehepaar erbaut worden und wird von ihnen liebevoll betrieben. Sie haben mal in Berlin gewohnt und der Mann hat dort Landschaftsarchitektur studiert, was er jetzt im Cafégarten praktiziert. Das Café ist ohne Auto praktisch nicht erreichbar, es liegt mitten in einer nur landwirtschaftlich genutzten Gegend, der nächste Ort ist ein paar Kilometer entfernt.

    Es gibt Kaffee und Tee von Dallmeier, die sie irgendwie direkt aus Deutschland beziehen und sie backen ganz schönen Kuchen. Das Café ist bekannt und es kommen auch Leute dahin. Wirtschaftlich tragen muss es sich wohl nicht, das ist den Betreibern nicht so wichtig.
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