• Tongyeong

    April 23 in South Korea ⋅ 🌬 15 °C

    Arnd:
    Die Südküste Koreas ist eine Gegend voll von Inseln, von größeren per Brücke ans Festland angebundenen, zu kleineren bewohnten Inseln, die per Fähre angebunden sind, bis hin zu kleinen Felsen. Ein Blick auf eine Karte zeigt, dass man sowas kaum anderswo zu sehen bekommt. Die Inseln sind aber nicht flach, sondern es sind steile Berge, die bei den etwas größeren Inseln durchaus ein paar hundert Meter Höhe erreichen. Zwischen den Inseln wird viel Aquafarming betrieben und es gibt auch noch Fischfang mit kleinen Kuttern.

    Wir wollten diese Gegend nochmal besuchen und haben uns für Tongyeong entschieden, das ist eine kleine Stadt mitten in diesem Inselgewirr. Dorthin fährt man einfach per Fernbus. Tongyeong liegt zum Teil noch auf dem Festland und zum Teil auf einer größeren Insel, die mit zwei kurzen Brücken angebunden ist. Dazwischen ist der Hafen.

    Der Hauptberg auf der Insel ist 458m hoch und man kann mit einer Seilbahn hochfahren, was wir gemacht haben. Von dort hätte man einen fantastischen Ausblick über die ganze Gegend, wenn es nicht wie derzeit ziemlich dunstig wäre.

    Als wir oben ankamen blies auch ein heftiger Wind und Hea-Jee fing an zu frieren. Darauf waren wir kleidungsmäßig nicht vorbereitet. Eigentlich wollten wir nach Süden absteigen und dann weiter zum Südende der Insel laufen. Aber wegen dem Wind hätten wir das schon fast aufgeben. Zum Glück sind wir erstmal ins Café gegangen und haben etwas abgewartet. Dann fing es an zu regnen, aber zum Glück nicht lang und danach hörte auch der Wind auf und es war angenehm.

    Der Weg den Berg runter war ziemlich steil, aber zum Glück einigermaßen mit Treppen ausgebaut. Unten kamen wir durch ein hübsches Dorf. Irgendwie war uns aber die Lust auf eine längere Wanderung über ein paar Bergrücken bis zum Südende der Insel abhanden gekommen und wir haben statt dessen einen Bus genommen.

    Am Südende der Insel gab es eine große Aussichtsplattform. Von dort sollte man den Sonnenuntergang sehr schön sehen können. Die Chancen darauf waren bei dem Wetter aber nicht so gut. Aber es wurde im Lauf des Nachmittags immer klarer und es hat wenigstens zu einem netten Fotos kurz vorm Sonnenuntergang gereicht.

    In der Nähe der Aussichtsplattform gab es noch ein Wissenschafts- und Fischereimuseum. Ein aufwändiger Bau in toller Lage an einem Hang am Meer. Leider gab es dort nicht die von mir erhofften Informationen zu den Fischbeständen um Korea und wo all der Fisch herkommt, der in Korea gegessen wird.

    Nach dem Museum haben wir erstmal in dem Dorf neben dem Museum nach einem Restaurant fürs Abendessen gesucht. Aber die waren alle geschlossen. Also sind wir nochmal zur Aussichtsplattform, haben den Sonnenuntergang abgewartet und sind dann zurück nach Tongyeong gefahren und haben dort gegessen. Das war auch nicht so einfach, weil Restaurants in Korea ziemlich früh schließen.

    Hea-Jee
    Tongyeong, die Heimatstadt meines Vaters, ist wirklich eine wunderschöne Stadt. Außerdem gibt es dort reichlich Fisch und Meeresfrüchte. Deshalb bestanden fast alle Beilagen aus Fisch, Muscheln oder Algen, was Arnd ziemlich zu schaffen machte. Er kann zwar Fisch essen, aber wenn vom Hauptgericht bis zu den kleinsten Beilagen alles aus dem Meer besteht, kann das irgendwann zu viel werden.
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