Tag 9
May 21–22 in Germany
☁️ 21 °C
An unserem Abreisetag standen wir noch einmal früh auf, um auch die letzten Stunden in Maastricht möglichst sinnvoll – beziehungsweise kulinarisch – zu nutzen. Zum Frühstück ging es deshalb in die traditionsreiche Bisschopsmolen, eine historische Bäckerei direkt an einem alten Wassermühlrad mitten in der Altstadt. Die Mühle existiert bereits seit dem Mittelalter und gilt als eine der ältesten noch betriebenen Wassermühlen der Niederlande. Allein die Atmosphäre dort wirkte schon so gemütlich, dass man am liebsten direkt noch einen zweiten Urlaubstag angehängt hätte.
Natürlich probierten wir dort auch den berühmten Limburger Vlaai – die wohl bekannteste Spezialität der Region Limburg. Vlaai ist ein Hefekuchen mit Fruchtfüllung, der traditionell oft zu Familienfeiern oder am Sonntagnachmittag gegessen wird. Wir testeten gleich mehrere Sorten: Rhabarber, Aprikose sowie Apfel-Kirsche. Geschmacklich war das Ganze definitiv lecker, auch wenn wir ehrlicherweise zugeben müssen, dass uns der kulinarische Offenbarungsmoment dabei ein wenig fehlte. Vielleicht waren unsere Erwartungen nach Tagen voller belgischer Waffeln, Schokolade und Bier inzwischen einfach unfair hoch.
Dazu gab es noch herrlich klebrige Zimtschnecken, die zuverlässig dafür sorgten, dass zumindest unser Blutzuckerspiegel perfekt auf die Heimreise vorbereitet war.
Im Anschluss bestiegen wir noch den roten Turm der St. Johannes Kirche. Die Kirche ist vor allem wegen ihres auffälligen roten Turms bekannt, der sich deutlich von den meisten anderen Kirchtürmen Europas unterscheidet. Nach einigen Stufen – und einer kurzen Erinnerung daran, dass enge Wendeltreppen nie gemütlicher werden – wurden wir oben mit einem fantastischen Rundumblick über Maastricht belohnt. Von dort oben konnte man noch einmal wunderbar die historischen Dächer, die Maas und die vielen Kirchtürme der Stadt sehen.
Zum Abschluss besuchten wir noch einmal Lionel in seiner erstaunlich großzügigen Studentenwohnung auf einen Kaffee.
Danach machten wir uns schließlich auf den Heimweg – über Herzogenrath und Düsseldorf zurück Richtung Süden. Ab Düsseldorf durften wir dann noch mit einem modernen ICE 4 fahren. Im Vergleich zu älteren ICE-Generationen wirkte der Zug deutlich komfortabler und moderner: mehr Platz, bessere Ausstattung und mehr Steckdosen.
Besonders erfreulich: Trotz zahlreicher Zugfahrten, Umstiege und Länderwechsel erreichten wir München pünktlich.
Ein kleines Fazit noch zur Reise selbst: Das Reisen mit Interrail funktionierte problemlos. Sowohl die Buchungen als auch die Verbindungen ließen sich bequem über die Interrail-App organisieren, was die gesamte Tour deutlich entspannter machte. Für eine Reise durch mehrere Länder war das System jedenfalls deutlich unkomplizierter, als wir ursprünglich erwartet hatten – und vermutlich auch deutlich stressfreier, als jede einzelne Strecke separat zu buchen.Read more






