Achill Island
May 28 in Ireland ⋅ ☁️ 16 °C
Heutiger Plan war es, über kurze Zwischenstopps bei Viewpoints eine kurze Besichtigung des Slievemore Deserted Village zu machen zu und dann weiter in den Süden zu fahren.
Das Fahren war, die Temperaturen sind um 10 Grad gefallen, deutlich angenehmer. Ich lasse mich gerne von GoogleMaps navigieren; das schlägt manchmal abenteuerliche Routen vor; so auch heute. Wir kamen über schmale Wege an so vielen schönen Landschaftbereichen vorbei 😃, die wir sonst nicht gesehen hätten. Insgesamt bietet die kleine Insel verschiedene Zonen. Teilweise flachhügelig mit (jetzt fast verblühtem) Stechginster und blühenden Rhododendren, teils Flächen ohne erwähnenswerte Vegetation aber mit vielen Gesteinsdurchbrüchen und auch Bereiche, die das Gefühl geben, man wäre in einer sehr hügeligen „Lüneburger Heide“.
Nunja, das Deserted Village erreichten wir, als ganz leichter Sprühregen einsetzte (oder waren es die extrem tiefliegenden Wolken?), der aber nicht lange anhielt. Die Besiedlung des Bereichs erfolgte schon vor ca. 6000 Jahren. Die letzte große Bedeutung hat das Dorf, bestehend aus ca. 100 Häusern, kurz vor der großen Hungersnot (1845-1852) erreicht, die dann auch dazu führte, dass das Dorf verlassen wurde; die Häuser (Steinhäuser vermutlich reetgedeckt) verfielen folglich. Die Siedlung war größer als erwartet, sodass der Spaziergang etwas länger dauerte.
Anschließend wollten wir kurz in Dooagh bei Gielty‘s Bar was essen. Die Bar war jedoch (wohl dauerhaft) geschlossen. Wir fuhren auf einen nahegelegenen Parkplatz mit Meerblick und aßen unsere Sandwiches. Und dann ein ungewohnter Anblick: Wir hofften ja, Robben, Delphine oder mit Glück auch einen Wal zu sehen, aber eine riesige Haiflosse - nein drei - waren schon irritierend. Ein SUP-Boarder, der gerade aus dem Wasser kam, bestätigte aber, dass sich in der Bucht derzeit Walhaie - die wohl größten Fische - aufhalten. Er hatte mit dem Handy Unterwasserfotos gemacht. Einer wäre über 6 m lang, die anderen beiden leicht kleiner. Einer der Haie, die sich nur von Plankton ernähren, kam immer näher. War interessant zuzuschauen, wie dieser seine Runden zog.
Über weitere kleine Wege verließen wir die Insel dann doch erst gegen 18.00 Uhr und fuhren zu „Nevin‘s Pub & Restaurant“, das auch über einen Stellplatz verfügt 😃.
Wir haben sehr lecker gegessen (der Seafood-Chowder war ebenso wie der Monkfish with Prawn, spitze), haben danach noch kurz im Camper ausgeruht und sind dann um 09.30 pm zur Live-Musik - die ja im Irish Pub immer nur Begleitmusik ist - ins Pub zurück. Dieser war letztlich, erstaunlich für einen Wochentag, proppenvoll. Erst nach Mitternacht sah uns der Camper wieder. Und wir waren mit die Ersten, die gegangen sind.Read more













