• Ein seltenes Ereignis

    August 12 in Austria ⋅ ☀️ 22 °C

    Die Sonnenfinsternis 1999 ist mir noch gut als besonderes Ereignis in Erinnerung, die ich im Zeltlager mit Wespenstich in die Brust verbrachte und deswegen war es mir wichtig, auch Marlene (und Luise) dies zu ermöglichen (selbstverständlich ohne Wespenstich). So oft werden wir eine solch große partielle Sonnenfinsternis nicht mehr erleben. Vielleicht nie. Wir hatten uns gut vorbereitet, die Sonnenfinsternisbrillen hatte Katrin im Voraus bestellt, unsern Vermieter hatten wir gefragt, wo man den besten Blick für Sonnenuntergänge hat und dann ging es gegen 19 Uhr los. Einmal 20min zu Fuß durch die Chaletdörfer der Reiteralm (man sieht, wieviel Infrastruktur hier im Skigebiet steckt, sie fügt sich aber teilweise etwas homogener ein, wie das in Sölden letztes Jahr war) bis wir die Almwelt Austria erreichten, von der man einen ungestörten Blick in den Nordwesten hatte. Vor Ort erwarteten uns sogar gemütliche Liegebänke und für die Kinder ein schöner Spielplatz mit Trampolin. So wurde das Warten auch keineswegs langweilig und es war schon cool, genau zu sehen, wie sich der Mond vor die Sonne schob. Die Sonnenfinsternisbrillen standen sogar hoch im Kurs, sodass ein Mann Katrin 10€ in die Hand drückte, um eine Brille von uns abzukaufen. Es war ein ziemlich gelungener Abend, auch wenn die Sonne schließlich 5-10min vor Verdunkelungsmaximum hinter einem Berg verschwand. Das war schade, aber nicht schlimm. Denn das war ja nicht das Einzige Himmelschauspiel an diesem Tag. Zurück am Ferienhaus wurden Jara und Luise ins Bett gebracht und Noah und Marlene waren ganz aufgeregt, denn sie durften lange aufbleiben mit der Hoffnung, ihre ersten Sternschnuppen des Lebens zu sehen, schließlich waren ja heute auch die Perseiden unterwegs. Ich hatte ein bisschen Sorge, dass es vielleicht noch zu früh sein könnte, aber nach ein bisschen Wartezeit und von den Kindern fälschlicherweise identifizierte Sternschnuppen entdeckten wir tatsächlich einige wunderschöne im wenig lichtverschmutzten Sternenhimmel der Berge. Das war schon toll, diesen Moment mit den Kindern teilen zu können und Marlene wird den Tag vermutlich nie vergessen, denn die erste Sternschnuppe des Lebens sieht man halt wirklich nur einmal und gleich so viele auf einmal war auch für uns ein komplett neue Erfahrung.Read more