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Österreich Kroatien 2026

A 22-day adventure by Julian & iamFARBENreich Read more
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    🇭🇷 Grad Cres, Kroatien

    Erste Eindrücke - erste Gedanken

    Yesterday in Croatia ⋅ ☀️ 27 °C

    Es ist fast 24 Uhr, als ich diese Zeilen tippe. Ich bin dem Zelt entflohen, weil es mir darin noch zu warm war und ich meinem Körper die Chance geben wollte, etwas abzukühlen. Aber wenn man der Vorhersage glauben kann, wird es heute Nacht nicht unter 27° gehen und vermutlich wird es daher eher warm bleiben. Ich blicke gerade auf unser neues großes 4-Personen Zelt mit großem Vorzelt, das wir uns dieses Jahr neu gekauft haben und mir wird deutlich, dass sich auch unser Komfortlevel in den letzten Jahren ziemlich verschoben hat. Zwar sind wir im Vergleich zu dem, was auf so einem Campingplatz noch so alles rumsteht, immer noch ziemlich spartanisch, aber im Vergleich zum Minimalismus unserer Zelturlaube mit Marlene gibt es als vierköpfige Familie einfach andere Bedürfnisse. Dazu gehört beispielsweise auch ein kleiner elektrischer Kühlschrank, der dieses Jahr auch erstmals mitfährt. Manchmal blicke ich ein bisschen wehmütig auf die Zeit zurück, zugleich weiß ich aber auch, dass es v.a. für Katrin und die Kinder auch manchmal eine Kraftanstrengung war, so Urlaub zu machen. Wir haben uns daher sehr bewusst dafür entschieden, mindestens eine Woche an einem Campingplatz zu verbleiben, um einfach auch die Chance zu haben, aus dem von meinen im Hintern wohnenden Hummeln diktierten Urlaubsplan auszubrechen. Wir versuchen dabei ja auch Kompromisse zu finden und diese Kombination aus eine Woche Urlaub in den Bergen mit den anschließenden Campingstationen auf Cres und Losinj ist sicherlich eben genau Ausdruck davon, den Bedürfnissen aller Familienmitgliedern gerechter zu werden. Und wenn ich nur heute Abend gesehen habe, wie viel weniger Stress es für Katrin bedeutet, dass wir nun ein Zelt haben, indem man im Vorzelt Gepäck sortiert abstellen und sich auch mal stehend umziehen kann, dann ist es diese Veränderung auf jeden Fall wert.
    Beim Zelt- und Pavillon Aufbau war davon allerdings leider noch wenig zu spüren, denn der sehr steinige Untergrund und das richtige Abspannen des Equipments hat uns ganz schön angestrengt. Dazu musste ich noch spontan ein längeres Stromverlängerungskabel kaufen, da die Stromversorgung etwas weiter entfernt war wie erhofft. Nach über 2h Aufbau stand dann allerdings das meiste und wir konnten uns von der dann doch ziemlich langen Fahrt und dem Aufbau ein wenig erholen. Wir erkundeten zumindest ein wenig das Treiben der großflächigen Campingstadt Kovacine in der Nähe des Hauptortes Cres der gleichnamigen Insel. Vor allem machten wir - und in diesem Fall v.a. Marlene - erste Bekanntschaft mit der kroatischen Adria. Und der wunderschöne Sonnenuntergang sowie eine leckere Pizza, die wir am Kiesstrand des Campingplatzes verspeisten macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Heute Abend sagte ich zu Katrin, das ich mich ehrlich gesagt ein bisschen darauf freue, morgen einfach mal nichts geplant zu haben. Auch das ist für mich und uns sicherlich eher etwas unüblich. Doch vielleicht ist das ja auch gerade eine Chance, unseren Bedürfnissen als Familie gerecht zu werden.
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  • Damals und heute

    Yesterday in Slovenia ⋅ ☀️ 22 °C

    Triggerwarnung: Dies ist ein nostalgischer Foodprint

    Ich schreibe diese Zeilen gerade aus dem Auto auf dem Weg nach Kroatien, während Marlene "Bullerbü" hört und Luise ein wenig Schlaf nachholt.
    Der Morgen verlief reibungslos, sodass wir gut und pünktlich aus Schladming aufbrachen und die wunderschöne Steiermark und die verbliebene Familie verlassen konnten. Das gab uns etwas Vorsprung und ermöglichte uns unsere Idee, einen Stop in Bled einzulegen, in die Tat umzusetzen.
    Am 12. August 2022 besuchten wir den traumhaft türkis-blauen Bleder See zum ersten Mal. Damals war Marlene erst zwei und durfte das erste m&m ihres Lebens essen - eine Liebesgeschichte seither.
    Seitdem hat sich viel verändert, auch vor Ort: das Ufer, an dem wir damals pausierten, ist heute gesperrt, um die dort brütende Vogelpopulation zu schützen. Dadurch konnten wir leider nicht direkt an die Stelle, wo wir damals waren. Gleichzeitig ist es ein Zeichen, dass so überlaufene Örtchen wie Bled versuchen Nachhaltigkeit zu etablieren und ihre Natur zu schützen.
    Für Marlene war es dadurch allerdings etwas schwerer, weil wir weiter laufen mussten, dabei war sie ziemlich müde, weil die Nacht doch recht kurz war. So wirklich auf Fotos wollte sie dann auch nicht.
    Es hat sich eben nicht nur der Ort verändert, sondern auch unsere Familie. Die kleine Marlene ist nun eine ältere und selbstbestimmtere Person, die weiß, was sie will und am Bleder See ein Foto machen, wollte sie nun wirklich nicht. Wir sind jetzt auch zu viert und wir alle müssen noch mehr Rücksicht nehmen - das ist nicht immer ganz leicht, auch für uns Erwachsene nicht. Es kostete uns also einiges an Überzeugung, viel Geduld und auch Akzeptanz, dass auf einem der Familienbilder nur ihre Kappe zu sehen ist.
    Manchmal vermisse ich meine kleine Marlene, deren süße Ärmchen sich um meinen Hals schlingen und die über das ganze Gesicht strahlt, weil sie eine einzelne schokolierte Erdnuss bekommt. Gleichzeitig erfreue ich mich so an den interessanten Gesprächen, tollen Fragen und ihrer Begeisterungsfähigkeit für die Welt um sie herum! Sie fordert eben nicht mehr nur eine Erdnuss im Schokoladenmantel, sondern greift nach den größeren Erfahrungen und Reizen! Auch diese Version von ihr werde ich irgendwann vermissen. Und wer weiß, vielleicht kommen wir in drei Jahren ja wieder an den Bleder See und wer weiß, was dann alles anders ist.
    Ich vermisse schon jetzt meine Kinder von heute Morgen und doch fiebere ich mit Neugier ihren zukünftigen Persönlichkeiten entgegen.
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  • Ein märchenhafter Abschluss

    August 18 in Austria ⋅ 🌧 14 °C

    Ich glaube, wir haben schon einmal geschrieben, wie sehr Marlene das Lied die "Schlechtwettermachfabrik" von "Herr Jan und seine Superbänd" liebt, da man im Lied den Schlechtwetterzwergen die Schadenfreude nicht gönnt und deshalb bei schlechtem Wetter extra gute Laune hat.
    Das war heute mal wieder unser Motto, denn der lang ersehnte Regen hat uns heute den ganzen Tag immer wieder ereilt.
    Trotzdem haben wir uns alle (mit Ausnahme des immer noch angeschlagenen Sebastians) in Regenoutfits gekleidet und sind zum Rittisberg in Ramsau am Dachstein gefahren. Dort gibt es einen kurzweiligen Märchenweg, der auf den Gipfel des Berges führt. Und obwohl es mehr als 300hm nach oben ging, sind Marlene und Noah freudig und eifrig über 1 1/2h die Stationen abgelaufen und haben sich jedes Märchen per QR-Code angehört und konnten die Fragen zu jedem Märchen am Ende ohne irgendwelche Probleme beantworten. Es hat ihnen echt Spaß gemacht.
    Zum letzten Mal in Österreich kehrten wir oben ein, aßen Pommes oder Kaiserschmarrn und tranken Skiwasser, heiße Schokolade oder Cappuccino. Zwar war der wirklich schöne Spielplatz aufgrund des Regens kaum nutzbar. Viel interessanter waren aber eh die Murmelbahnen. Marlene und Luise haben riesigen Spaß daran, jetzt an jeder Murmelbahn Murmeln zu sammeln. Während Lena mit Noah und Jara die Bergbahn zum Abstieg nutzten, war uns die Bergbahn etwas zu teuer (uns erwarten ja auch noch zwei weitere Urlaubswochen) und stattdessen sind wir die 3km auch wieder herunter gelaufen - oder, wie Marlene und ich, eher gerannt. Es war richtig spaßig, mit Marlene die Abkürzungen durch den tatsächlich etwas märchenhaft anmutigen Wald herunterzurennen. Zum Abschluss gönnten wir uns noch eine Fahrt mit der Sommerrodelbahn, die trotz Regens in Betrieb war. Marlene und ich sind auch hier ganz schön heruntergebrettert. Alles in allem war das eigentlich ein echt guter Abschluss für unsere Woche hier in Österreich. Morgen früh geht es weiter Richtung Kroatien. Wir sind sehr gespannt, wie es ist, Stefanie und die anderen zu verlassen. Letztes Jahr war das für Marlene echt sehr schwer, Noah nicht mehr um sich zu wissen...das müssen wir wahrscheinlich irgendwie gut auffangen. Bisher überwiegt aber noch die Vorfreude, morgen das Meer an den Füßen spüren zu können. Wir können es kaum erwarten, den zweiten Teil unseres Urlaubs zu beginnen. Passenderweise konnten Luise und Marlene dann aber beide erstmal nicht den Weg in märchenhafte Träume finden und die beiden turnten noch nach 21 Uhr durch die Stube, während Katrin und ich versuchten, die letzten Vorbereitungen für die Weiterfahrt zu treffen. Daher kommt auch dieser Post sehr spät. In 6h wollen wir schon wieder aufstehen! Und dann geht es los!
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  • Der Wetterumschwung kommt... verzögert

    August 17 in Austria ⋅ ☁️ 22 °C

    Der Blick auf die Wettervorhersage hatte es angekündigt. Nach den letzten sehr sonnigen und heißen Tagen stand uns heute ein Wetterumschwung bevor. Allerdings war unklar, wie stark und wie schwer der Regen bzw. die Unwetter ausfallen würden. Fast stündlich wurden gestern und heute morgen die Wetterapps gecheckt. Tatsächlich sollte es ein kleines Wetterfenster am Vormittag geben. Der Berg war dadurch heute natürlich tabu, aber ein kurzer Spaziergang durch die Talbachklamm war drin. Auch Sebastian war so halbfit, dass er uns begleiten konnte. Mit Geschichten von Waldzwerg Gustav und mit Jara auf dem Rücken führte Katrin die Kinder durch die schöne, aber wenig spektakuläre, aber zugleich gut zu laufende Klamm. Marlene fiel gar nicht erst auf, dass sie gar nicht so wenig lief. Ich bin immer wieder neu begeistert und dankbar, wie gut Katrin das kann. Am Ende zeigte sich noch die Sonne, sodass wir  sogar draußen sitzen und einkehren konnten. Für die Kinder gab es Eis, was ziemlich für Jubel sorgte. Ein Cappuccino für 5,30€ war aber schon ziemlich knackig. Die Preise sind hier manchmal echt sehr hoch. Auf dem Rückweg blickten wir den dunklen Regenwolken entgegen, aber wir kamen noch vollkommen trocken wieder am Auto an. Nachdem wir schon befürchtet hatten, dass der Tag vollkommen verregnet sein würde, wurden wir für unsere Initiative belohnt. Und das ist ja auch irgendwie ne Lehre: so Wettervorhersagen können manchmal ziemlich paralysierend wirken...aber wenn man es schafft, sich aufzuraffen, dann ist es häufig viel, viel besser als gedacht. Zwar kam der Regen dann schon noch im Laufe des Nachmittags, aber uns tat es allen gut, nochmal für einen guten halben Tag herausgekommen zu sein.Read more

  • "Wenn nichts unvorhergesehenes passiert",...

    August 16 in Austria ⋅ ☀️ 22 °C

    "Wenn nichts unvorhergesehenes passiert",...

    ...schrieb Julian heute in einer WhatsApp und ahnte nicht, dass dann noch allerhand Unvorhergesehenes passieren würde.

    Eigentlich wollten wir einen Vormittagsausflug machen und pünktlich gegen 15 Uhr zurück sein, da es regnen sollte und Mama und Papa Pfeilsticker krankheitsbedingt in der Ferienwohnung blieben und ihren Kindern einen Pausentag gönnten, weshalb Marlene aber natürlich möglichst schnell wieder zurück wollte, um mit Noah und Jara zu spielen.
    Auserkoren hatten wir als Ziel die Ursprungsalm und die Gieglachseen, wo Ende der 80er eine Heidiverfilmung gedreht wurde und die traumhaft gelegen sind. Marlene war zunächst nicht begeistert, aber nachdem unsere kleine Rakete ihren Motor gezündet hatte, stieg sie wie eine echte Rakete den Steilen Anstieg von der Ursprungsalm zu den Seen und zur Ignaz Mattis Hütte hoch. Vielleicht half eine meiner Wandergeschichten über den kleinen Waldwichtel Gustav oder der tolle Kinderweg mit etlichen Stationen oder die drei Murmeltiere auf unserem Weg - wer weiß es schon, Hauptsache die Rakete entfachte ihr starkes Feuer.
    Es war auf jeden Fall ein genialer Aufstieg mit tollen Blicken auf die Gieglachseen, die uns ein wenig ans Schottische Hochmoor erinnerten. Das da dann auch noch Pferde grasten, machte es natürlich perfekt.
    An der Ignaz Mattis Hütte legten wir dann eine kurze Rast ein, wo Luise dann mit ihrer geliebten weißen Tasche spielte und plötzlich MEINEN Personalausweis herausholte, den Julian dann in seiner Seitentasche verstaute - Merkt euch diesen Moment, er wird noch wichtig sein.
    Nach unserer Rast stiegen wir wieder hinab zur Ursprungsalm und bekamen außer ein paar Tropfen keinen Regen ab. Stattdessen genossen wir blauen Himmel und sanfte Sonnenstrahlen.
    In der Ursprungsalm tranken wir noch etwas und beobachteten ein paar lustige Hühner, die es vor allem Luise angetan hatten. Dann schrieb Julian Lena, dass wir in guten 40-60 Minuten an der Ferienwohnung wären, "wenn nichts unvorhergesehenes passiert". Kaum waren wir am Parkplatz angekommen, bemerkte Julian allerdings, dass mein Personalausweis verschwunden war. Er musste aus der Tasche gefallen sein, als er sein Handy herausgeholt hatte. Allerdings war nicht klar, wo.
    Also, bat ich Julian, die anderen zur Ferienwohnung zu bringen, während ich nochmal den Weg nach oben lief. Wir trennten uns also.
    Fast wie eine Trailrunnerin düste ich den Berg hoch und fragte jeden, ob mein Perso gefunden worden sei. Und tatsächlich hatte ich nach 15 Minuten wahnsinniges Glück - ein Pärchen hatte ihn gefunden. Sofort rief ich Julian an und er machte kehrt, fuhr die Serpentinen erneut mit allen Passagieren hoch und holte mich ab.
    Nun könnte man denken, das sei genug unvorhergesehenes, aber auf dem Weg runter, fing Luise plötzlich an zu jammern. Ehe ich mich versah, spuckte sie im hohen Bogen ihren gesamten Mageninhalt über sich und den Kindersitz und mich. Wir mussten also an einer dritten Alm halten, um sie dort komplett umzuziehen und notdürftig den Sitz zu reinigen. Danach war sie übrigens top gelaunt, lachte und sang.
    Letztlich kamen wir nicht, wie gedacht nach 60 Minuten an, sondern nach guten 150 Minuten.
    In der Ferienwohnung duschten wir den gesamten Sitz ab und wuschen Luises Kleidung. Und während wir das so machten, stopfte sie sich den Bauch voll mit Pizza, Brötchen und Saft - das Kind hatte schließlich Hunger.
    Und obwohl der Tag viel Unvorhergesehenes bereithielt, war es ein wirklich unvergesslicher Tag!
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  • Wir machen das Beste draus

    August 15 in Austria ⋅ ☀️ 23 °C

    Wie der Titel des heutigen Tages schon verheißen lässt, läuft auf unserer Reise, neben Luises Ohrentzündung, nicht alles perfekt. Denn seit heute morgen ist Sebastian mit Fieber und einem grippalen Infekt ans Bett gefesselt. Gottseidank gab es Ersatz, denn Stefanie ist heute morgen zur Gruppe hinzugestoßen. Daher wollten wir es uns heute so leicht wie möglich machen und wir fuhren mit der Bergbahn auf die bekannte Planai, die sich im Sommer quasi in einen Freizeitpark für Kinder verwandelt. Da auch Feiertag war, war auch richtig viel los und so richtig schön ist es auch nicht da oben, aber für die Kinder war mit all den vielen Spielstationen und Spielmöglichkeiten viel geboten. Insbesondere die Kugelbahnen kamen besonders gut an. Ab und zu muss man halt auch mal Kompromisse machen, aber lustig war dennoch, dass Noah und Marlene die beste Laune hatten, als wir abends zum Sonnenuntergang nochmal zu unserem Sonnenfinsternisspot liefen und sie dort nochmal Trampolinspringen konnten. Manchmal ist vielleicht auch einfach weniger mehr und die Eventification und Kommerzialisierung des Bergerlebnisses mit hunderten Geräten und Stationen ist vielleicht auch manchmal gar nicht notwendig.Read more

  • Eine Nacht zum Vergessen, ein Tag zum Träumen

    August 14 in Austria ⋅ ☀️ 26 °C

    Oh war das eine grausame Nacht. Luise war (vermutlich) aufgrund ihres Ohres ziemlich unruhig, schrie immer wieder auf und schlief maximal in 20min Abschnitten. Das führte in letzter Instanz dazu, dass selbst Marlene, die eigentlich wie ein Stein schläft, irgendwann (zwischen 3:30 und 4:00) wach wurde. Leider fand sie auch absolut keinen Schlaf mehr, selbst nachdem ich mich 1 1/2h in das viel zu kleine Kinderbett eingeengt zu ihr gelegt hatte und mit ihr Einschlafgeschichten hörte. Um kurz vor halb 6 war bei Marlene dann auch die Geduld vorbei, es nochmal mit dem Einschlafen zu probieren und meine Geduld war leider genauso am Ende.  Etwas angenervt ging es für Marlene und mich dann in das Wohnzimmer und dort verblieben wir, bis dann zwischen 7:30-8:00 die ersten anderen eintrudelten. Für das, das sie so wenig geschlafen hatte, war sie aber echt sehr viel besser heute gelaunt als befürchtet und meinen morgendlichen Groll habe ich auch im Laufe des Tages verloren. Gleichwohl stand für Katrin und mich dann die Entscheidung fest: mit Luise müssen wir zum Arzt, denn das Ohr wird einfach nicht besser. und lieber zeitnah in Österreich als auf zwei kleineren kroatischen Inseln. Und tatsächlich hat Luise jetzt direkt ein Antibiotikum verschrieben bekommen, denn wir hatten Glück und konnten bereits um 10:00 morgens bei einer Kinderärztin in Schladming vorbeikommen. Marlene verblieb dann bei Sebastian und Lena. Wir verabredeten uns für den Besuch des Riesachsees und seiner Wasserfälle, die über einen anspruchsvollen, aber kurzweiligen Alpinsteig erkundet werden können. Das Untertal selbst, dessen Talschluss die Wasserfälle bilden, ist an sich aber auch schon wunderschön. Katrin, Luise und ich kamen nach dem Arztbesuch nach und als wir die steilen Stufen nach oben stapften, konnten wir es gar nicht glauben, dass wir die anderen noch gar nicht eingeholt hatten. So schnell waren Noah und Marlene wohl unterwegs. Wir spekulierten schon, dass sie vielleicht die Ausweichstrecke über die Forststraße genommen hatten, bis wir sie dann doch noch kurz vor dem Ziel einholten. Sebastian und Lena berichteten uns, wie super die Beiden die hohen Trittstufen und Leitern bewältigt hatten und sie hatten wohl voll Spaß dabei - dabei wird der Weg häufig erst ab 8 Jahren empfohlen. Aber das haben wir ja schon häufig festgestellt: wenn der Weg ein bisschen spannender wird, stecken in Kindern wie Marlene häufig ungeahnte Kräfte und es ist viel mühsamer mit ihr ein längeres Stück in der Ebene zu laufen. Zurück ging es dann über die Forststraße runter, denn der Alpinsteig Höll ist so eng, dass er nur in einer Richtung begangen werden darf. Der Aufstieg über diese steile und langweilige Straße, wäre aber viel eher die "Hölle" gewesen.
    Die Wasserfälle waren richtig cool und die Gfölleralm oben war auch richtig klasse, denn die Preise waren deutlich günstiger als in den "Skialmen" der Reiteralm, wobei die Qualität sogar noch deutlich besser war. Am Ende der Tour erwartete uns noch der pittoresk gelegene Riesachsee, den Sebastian sogar zum Baden nutzte, während sich die Kinder mit den Keschern, die wir eigentlich für das Meer besorgt hatten, auf erfolgreiche Fischfangsuche begaben. Insbesondere Marlene entpuppte sich als famose Fischfängerin. Nach fast 2h am See ging es dann zurück ins Tal und für Luise, Katrin und mich zurück nach Schladming, denn das Antibiotikum hatten wir vormittags nicht bekommen, da es gekühlt werden muss und das wäre auf der Wanderung nach hinten losgegangen. Etwas gestresst und müde von der Nacht mussten wir uns dann noch in das Einkaufgetümmel stürzen, denn in Österreich ist mit Maria Himmelfahrt morgen ein bundesweiter Feiertag. Am Ende war auch heute aber wieder ein richtig schöner Tag und die Strapazen des Tages, aber v.a. der Nacht waren dann irgendwann auch irgendwie vergessen.
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  • 10 von 10 Punkten

    August 13 in Austria ⋅ ☀️ 20 °C

    Wie die meisten oder alle von euch wissen, sind Julian und ich naturbegeisterte Menschen, die beim Wandern in den Bergen eine tiefe Entspannung finden - mit kleinen Kindern eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Umso schöner, dass wir versuchen, einander dies immer mal wieder zu ermöglichen.
    So konnte Julian am Anfang der Ferien für drei Tage in die Alpen mit seinem Bruder und Freunden wandern. Das tat ihm gut, auch wenn er mit einer Mandelentzündung zurückkam.
    Für mich war es allerdings heute sehr überraschend, dass ich in den Genuss eines kleinen Aufstiegs mit Lena kam.
    Zunächst wanderten wir gemeinsam mit den Kindern in der Umgebung der Reiteralm entlang des Stille-Wasser-Themenwegs. Die Kinder nutzten jede Gelegenheit ans Wasser zu kommen und feierten es, mit Sebastian und mir auf einem Floß über einen See zu fahren. Sie meisterten einen wirklich steilen Anstieg über hohe Steine, um mit uns zum Spiegelsee zu kommen, der das eigentliche Highlight des Themenwegs darstellte. Doch die heißen Temperaturen der letzten Wochen haben den See austrocknen lassen. So teilten wir uns den ausgetrockneten Grund mit einer etwas sehr aufdringlichen Ziege, die von salzigen Beinen und leckeren Snacks nicht genug bekommen konnte.
    Bevor wir zur Alm gemeinsam abstiegen, boten Julian und Sebastian Lena und mir völlig unerwartet die Gelegenheit an, zu zweit noch weiter auf den Schober zu steigen. Das nahmen wir natürlich gerne an und erklommen zu zweit den etwas ausgesetzten Weg, der uns am Ende mit einem atemberaubenden Blick auf den Dachstein belohnte. Es war herrlich!
    Fröhlich und in bester Stimmung stiegen wir gemeinsam ab und liefen über den Grat zur Gasselhöh nach unten zur Reiteralm, wo Julian und Sebastian uns mit den Kindern in Empfang nahmen. Die hatten die Zeit genutzt, um Kaiserschmarrn und Pommes zu essen und auf einem Luftkissen und Trampolin ihre Energie zu verbraten.
    Lena und ich kehrten auch nochmal ein, da wir natürlich auch Hunger hatten. Jara und Luise nahmen wir mit, während Sebastian und Julian mit den beiden Großen noch eine kleine Erlebnistour machten.
    Es war ein wirklich schöner Tag und ich bin froh, heute eine so tolle Begleitung bei der Zusatzwanderung gehabt zu haben. Danke, Lena für die gute Zeit in wunderschöner Natur und bei guten Gesprächen! Für mich heute ganz klar: eine 10 von 10!
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  • Ein seltenes Ereignis

    August 12 in Austria ⋅ ☀️ 22 °C

    Die Sonnenfinsternis 1999 ist mir noch gut als besonderes Ereignis in Erinnerung, die ich im Zeltlager mit Wespenstich in die Brust verbrachte und deswegen war es mir wichtig, auch Marlene (und Luise) dies zu ermöglichen (selbstverständlich ohne Wespenstich). So oft werden wir eine solch große partielle Sonnenfinsternis nicht mehr erleben. Vielleicht nie. Wir hatten uns gut vorbereitet, die Sonnenfinsternisbrillen hatte Katrin im Voraus bestellt, unsern Vermieter hatten wir gefragt, wo man den besten Blick für Sonnenuntergänge hat und dann ging es gegen 19 Uhr los. Einmal 20min zu Fuß durch die Chaletdörfer der Reiteralm (man sieht, wieviel Infrastruktur hier im Skigebiet steckt, sie fügt sich aber teilweise etwas homogener ein, wie das in Sölden letztes Jahr war) bis wir die Almwelt Austria erreichten, von der man einen ungestörten Blick in den Nordwesten hatte. Vor Ort erwarteten uns sogar gemütliche Liegebänke und für die Kinder ein schöner Spielplatz mit Trampolin. So wurde das Warten auch keineswegs langweilig und es war schon cool, genau zu sehen, wie sich der Mond vor die Sonne schob. Die Sonnenfinsternisbrillen standen sogar hoch im Kurs, sodass ein Mann Katrin 10€ in die Hand drückte, um eine Brille von uns abzukaufen. Es war ein ziemlich gelungener Abend, auch wenn die Sonne schließlich 5-10min vor Verdunkelungsmaximum hinter einem Berg verschwand. Das war schade, aber nicht schlimm. Denn das war ja nicht das Einzige Himmelschauspiel an diesem Tag. Zurück am Ferienhaus wurden Jara und Luise ins Bett gebracht und Noah und Marlene waren ganz aufgeregt, denn sie durften lange aufbleiben mit der Hoffnung, ihre ersten Sternschnuppen des Lebens zu sehen, schließlich waren ja heute auch die Perseiden unterwegs. Ich hatte ein bisschen Sorge, dass es vielleicht noch zu früh sein könnte, aber nach ein bisschen Wartezeit und von den Kindern fälschlicherweise identifizierte Sternschnuppen entdeckten wir tatsächlich einige wunderschöne im wenig lichtverschmutzten Sternenhimmel der Berge. Das war schon toll, diesen Moment mit den Kindern teilen zu können und Marlene wird den Tag vermutlich nie vergessen, denn die erste Sternschnuppe des Lebens sieht man halt wirklich nur einmal und gleich so viele auf einmal war auch für uns ein komplett neue Erfahrung.Read more

  • Anreise mit Seepause

    August 12 in Germany ⋅ ☀️ 22 °C

    5:15 saßen wir heute morgen dann im vollbepackten Auto, nachdem die Nacht bei Marlene aufgrund ihrer Aufregung bereits um 4 Uhr beendet war, Luise und Katrin auch mehrmals wach waren und ich von Stechmücken geplagt wurde. Nicht die besten Voraussetzungen, die auch dazu führten, dass Marlene in der ersten Stunde der Fahrt viel mit Übelkeit zu tun hatte. Erst eine kurze Cappuccino- und Vomex Pause brachte spürbare Besserung. Ab dann wurde die lange Fahrt echt okay. Wir sind gut durchgekommen, sodass wir uns auch noch eine schöne Picknickpause am Chiemsee gegönnt haben. Gegen halb 2 waren wir dann nach einem Großeinkauf an der Wohnung. Kurze Zeit später trudelten bereits die Pfeilstickers ein und dann konnte der Urlaub nun tatsächlich beginnen. Die Ferienwohnung hier auf der Reiteralm bei Schladming hat einen tollen Blick auf die Bergwelt des Dachsteinmassivs. Zwar ist das Hochkommen ein bisschen mühsam, aber bei bestem Wetter ist das schnell vergessen und wir hatten einen schönen Nachmittag und "feierten" Jaras 3. Geburtstag im nahen Dunstkreis der Wohnung, der Abends noch perfekt auskling, auch wenn ich jetzt viel zu müde für den dritten Post bin. Morgen dann wieder..und euch herzlich Willkommen zu unsere neuen Reise, die uns zunächst in die österreichischen Alpen und im Anschluss nach Cres uns Losinj in Kroatien bringen wird. Wir freuen uns, wenn ihr wieder dabei seid.Read more

  • Ein fast schon stressfreies Packen

    August 11 in Germany ⋅ ⛅ 34 °C

    Die vergangenen Ferientage waren ein bisschen anstrengend. Ich hatte eine Mandelentzündung, die mit Antibiotikum behandelt werden musste, und schweren Husten. Erkältungssymptome hatten auch die anderen drei und Katrins Hals war auch schon ziemlich angegriffen. Am Montag noch beim HNO mit Luise gewesen und auch wenn der Arzt meinte, ihr Ohr sehe gar nicht so wild aus, ist heute Nachmittag dann bei ihr das Trommelfell geplatzt... wir sind so froh, wenn diese Ohrgeschichte mit der OP Ende September angegangen wird, aber für den Urlaub bedeutet das jetzt natürlich auch etwas Sorge und so haben wir gleich mal einen Kinderarzt in Schladming ausfindig gemacht, zu dem wir im Zweifel gehen könnten. 

    Das war heute auch nicht der einzige Schreckensmoment. Zum einen hatte das gemietete Auto keinen versprochenen Kindersitz, für den noch kurzfristig Ersatz organisiert werden musste. Zum anderen fiel uns auf, dass Luise gar keine festen Schuhe mehr hatte - in den letzten Wochen wurden nur Sandalen getragen - und so musste Katrin spontan noch mit Luise Schuhe kaufen gehen. 

    Nichtsdestotrotz haben wir selten stressfreier gepackt als heute. Marlene war Nachmittags noch bei ihrer Freundin Lilly und über den Tag besuchte uns Hannah und beschäftige sich v.a. mit Luise. Wir sind ziemlich dankbar, denn so hatten Katrin und ich tatsächlich mal die Chance, konzentriert zu packen und dann war es fast schon entspannt. Selbst das Tetris spielen im Kofferraum war überraschend einfach. Ich glaube, wir werden das von nun an immer so machen müssen. Hannah, wir melden unsere Urlaubszeiten frühzeitig an 😅 Am Ende des Tages überwog jetzt daher v.a. die Vorfreude und nicht der Stress. Und so deutlich war das Verhältnis selten.
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    Trip start
    August 12, 2026