• Eine Nacht zum Vergessen, ein Tag zum Träumen

    August 14 in Austria ⋅ ☀️ 26 °C

    Oh war das eine grausame Nacht. Luise war (vermutlich) aufgrund ihres Ohres ziemlich unruhig, schrie immer wieder auf und schlief maximal in 20min Abschnitten. Das führte in letzter Instanz dazu, dass selbst Marlene, die eigentlich wie ein Stein schläft, irgendwann (zwischen 3:30 und 4:00) wach wurde. Leider fand sie auch absolut keinen Schlaf mehr, selbst nachdem ich mich 1 1/2h in das viel zu kleine Kinderbett eingeengt zu ihr gelegt hatte und mit ihr Einschlafgeschichten hörte. Um kurz vor halb 6 war bei Marlene dann auch die Geduld vorbei, es nochmal mit dem Einschlafen zu probieren und meine Geduld war leider genauso am Ende.  Etwas angenervt ging es für Marlene und mich dann in das Wohnzimmer und dort verblieben wir, bis dann zwischen 7:30-8:00 die ersten anderen eintrudelten. Für das, das sie so wenig geschlafen hatte, war sie aber echt sehr viel besser heute gelaunt als befürchtet und meinen morgendlichen Groll habe ich auch im Laufe des Tages verloren. Gleichwohl stand für Katrin und mich dann die Entscheidung fest: mit Luise müssen wir zum Arzt, denn das Ohr wird einfach nicht besser. und lieber zeitnah in Österreich als auf zwei kleineren kroatischen Inseln. Und tatsächlich hat Luise jetzt direkt ein Antibiotikum verschrieben bekommen, denn wir hatten Glück und konnten bereits um 10:00 morgens bei einer Kinderärztin in Schladming vorbeikommen. Marlene verblieb dann bei Sebastian und Lena. Wir verabredeten uns für den Besuch des Riesachsees und seiner Wasserfälle, die über einen anspruchsvollen, aber kurzweiligen Alpinsteig erkundet werden können. Das Untertal selbst, dessen Talschluss die Wasserfälle bilden, ist an sich aber auch schon wunderschön. Katrin, Luise und ich kamen nach dem Arztbesuch nach und als wir die steilen Stufen nach oben stapften, konnten wir es gar nicht glauben, dass wir die anderen noch gar nicht eingeholt hatten. So schnell waren Noah und Marlene wohl unterwegs. Wir spekulierten schon, dass sie vielleicht die Ausweichstrecke über die Forststraße genommen hatten, bis wir sie dann doch noch kurz vor dem Ziel einholten. Sebastian und Lena berichteten uns, wie super die Beiden die hohen Trittstufen und Leitern bewältigt hatten und sie hatten wohl voll Spaß dabei - dabei wird der Weg häufig erst ab 8 Jahren empfohlen. Aber das haben wir ja schon häufig festgestellt: wenn der Weg ein bisschen spannender wird, stecken in Kindern wie Marlene häufig ungeahnte Kräfte und es ist viel mühsamer mit ihr ein längeres Stück in der Ebene zu laufen. Zurück ging es dann über die Forststraße runter, denn der Alpinsteig Höll ist so eng, dass er nur in einer Richtung begangen werden darf. Der Aufstieg über diese steile und langweilige Straße, wäre aber viel eher die "Hölle" gewesen.
    Die Wasserfälle waren richtig cool und die Gfölleralm oben war auch richtig klasse, denn die Preise waren deutlich günstiger als in den "Skialmen" der Reiteralm, wobei die Qualität sogar noch deutlich besser war. Am Ende der Tour erwartete uns noch der pittoresk gelegene Riesachsee, den Sebastian sogar zum Baden nutzte, während sich die Kinder mit den Keschern, die wir eigentlich für das Meer besorgt hatten, auf erfolgreiche Fischfangsuche begaben. Insbesondere Marlene entpuppte sich als famose Fischfängerin. Nach fast 2h am See ging es dann zurück ins Tal und für Luise, Katrin und mich zurück nach Schladming, denn das Antibiotikum hatten wir vormittags nicht bekommen, da es gekühlt werden muss und das wäre auf der Wanderung nach hinten losgegangen. Etwas gestresst und müde von der Nacht mussten wir uns dann noch in das Einkaufgetümmel stürzen, denn in Österreich ist mit Maria Himmelfahrt morgen ein bundesweiter Feiertag. Am Ende war auch heute aber wieder ein richtig schöner Tag und die Strapazen des Tages, aber v.a. der Nacht waren dann irgendwann auch irgendwie vergessen.
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