Erste Eindrücke - erste Gedanken
Yesterday in Croatia ⋅ ☀️ 27 °C
Es ist fast 24 Uhr, als ich diese Zeilen tippe. Ich bin dem Zelt entflohen, weil es mir darin noch zu warm war und ich meinem Körper die Chance geben wollte, etwas abzukühlen. Aber wenn man der Vorhersage glauben kann, wird es heute Nacht nicht unter 27° gehen und vermutlich wird es daher eher warm bleiben. Ich blicke gerade auf unser neues großes 4-Personen Zelt mit großem Vorzelt, das wir uns dieses Jahr neu gekauft haben und mir wird deutlich, dass sich auch unser Komfortlevel in den letzten Jahren ziemlich verschoben hat. Zwar sind wir im Vergleich zu dem, was auf so einem Campingplatz noch so alles rumsteht, immer noch ziemlich spartanisch, aber im Vergleich zum Minimalismus unserer Zelturlaube mit Marlene gibt es als vierköpfige Familie einfach andere Bedürfnisse. Dazu gehört beispielsweise auch ein kleiner elektrischer Kühlschrank, der dieses Jahr auch erstmals mitfährt. Manchmal blicke ich ein bisschen wehmütig auf die Zeit zurück, zugleich weiß ich aber auch, dass es v.a. für Katrin und die Kinder auch manchmal eine Kraftanstrengung war, so Urlaub zu machen. Wir haben uns daher sehr bewusst dafür entschieden, mindestens eine Woche an einem Campingplatz zu verbleiben, um einfach auch die Chance zu haben, aus dem von meinen im Hintern wohnenden Hummeln diktierten Urlaubsplan auszubrechen. Wir versuchen dabei ja auch Kompromisse zu finden und diese Kombination aus eine Woche Urlaub in den Bergen mit den anschließenden Campingstationen auf Cres und Losinj ist sicherlich eben genau Ausdruck davon, den Bedürfnissen aller Familienmitgliedern gerechter zu werden. Und wenn ich nur heute Abend gesehen habe, wie viel weniger Stress es für Katrin bedeutet, dass wir nun ein Zelt haben, indem man im Vorzelt Gepäck sortiert abstellen und sich auch mal stehend umziehen kann, dann ist es diese Veränderung auf jeden Fall wert.
Beim Zelt- und Pavillon Aufbau war davon allerdings leider noch wenig zu spüren, denn der sehr steinige Untergrund und das richtige Abspannen des Equipments hat uns ganz schön angestrengt. Dazu musste ich noch spontan ein längeres Stromverlängerungskabel kaufen, da die Stromversorgung etwas weiter entfernt war wie erhofft. Nach über 2h Aufbau stand dann allerdings das meiste und wir konnten uns von der dann doch ziemlich langen Fahrt und dem Aufbau ein wenig erholen. Wir erkundeten zumindest ein wenig das Treiben der großflächigen Campingstadt Kovacine in der Nähe des Hauptortes Cres der gleichnamigen Insel. Vor allem machten wir - und in diesem Fall v.a. Marlene - erste Bekanntschaft mit der kroatischen Adria. Und der wunderschöne Sonnenuntergang sowie eine leckere Pizza, die wir am Kiesstrand des Campingplatzes verspeisten macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Heute Abend sagte ich zu Katrin, das ich mich ehrlich gesagt ein bisschen darauf freue, morgen einfach mal nichts geplant zu haben. Auch das ist für mich und uns sicherlich eher etwas unüblich. Doch vielleicht ist das ja auch gerade eine Chance, unseren Bedürfnissen als Familie gerecht zu werden.Read more













