Singletrails, Matsch und Dreck
2. juni, Rumænien ⋅ 🌧 16 °C
In der Nacht war’s totenstill - bis auf den Regen…. Als ich meine Sachen anziehe, ist alles klamm. Direkt vor der Tür ein riesiger Kuhfladen, die Dorfkühe sind schon wieder auf der Weide. Es gibt Frühstück bei Walter, mit Blick auf Hühner und natürlich bekommen wir frische Eier!
Als wir starten, beginnt es zu regnen. Bei meiner Reiseplanung hatte ich diese Wettervariante nicht berücksichtigt, ich bin ja im Süden unterwegs. Immerhin eine Regenjacke ist im Gepäck und ein warmes Trikot. Jerry macht das einzig richtige und zieht eine Duschhaube über den Helm, die er im vorletzten Hotel eingesteckt hat. Wir fahren die Matschwege aus dem schönen Dorf raus (hier hätte ich gern etwas mehr Zeit gehabt!) und biegen bald auf eine Mischung aus Single Trail und no Trail ab. Es geht durch hohes Gras und Brennnesseln, einen Fluss und viel Matsch ein Dorf weiter nach Crit, wo die Freundin unseres Fahrers Sorin ein sehr süßes Café hat. Auch dieses Dorf hat hauptsächlich unbefestigte Straßen, man merkt aber, dass sich viel verändert und vor allem Wanderer und Radfahrer werden hier angesprochen.
Weiter geht’s: über sehr anspruchsvolle Singletrails mitten durch den Wald. Zwar ist es mittlerweile von oben trocken, dafür ist es sehr matschig und die Wiesen, die wir durchqueren, haben nasses und langes Gras (und jede Menge Brennesseln, deren Wirkung bis zum Abend anhält). Wir werden durch eine wunderschöne Landschaft belohnt, es riecht nach Wald und sauberer Natur, wir sehen Rehe (gegen die Bären pfeift Ionut, unser Guide) und hören viele Vögel.
Einmal setzt sich so viel Matsch auf unsere Reifen, dass wir die bikes nicht mehr bewegen können - und wir selbst sind am Ende auch ziemlich matschig und kaputt. Es war herrlich 🤩
Unser Ziel Sighisoara (Schäßburg) erreichen wir in dem Moment, als ein Wolkenbruch runterkommt. Perfektes Timing! Nach 1 Stunde ist wieder bestes Wetter. Ionut gibt eine Stadtführung: zur evangelischen Kirche auf dem Berg, gleich neben der Schule, wo man nur über eine endlos lange Treppe hinkommt, über den Friedhof, auf dessen Grabsteinen fast nur deutsche Namen stehen und am Haus von Graf Dracula vorbei. Hier ranken sich diverse Sagen…. Graf Vlad III. aus dem 15. Jahrhundert, der wegen seines Drachen-Umhangs „Dracula“ genannt wurde, eine zwecks ewiger Jugend Blut trinkende Prinzessin (soll nicht geholfen haben) und weitere Geschichten. Alles, was dem Marketing dient, hilft.
Auch ohne die Sagen ist es ein richtig schöner Ort. Morgen nach dem Frühstück nehmen wir uns noch ein wenig Zeit, uns weiter umzuschauen.
🚴🏻♀️🚴🏽♂️🚴🏻♀️🚴🏽♂️🚴🏽♂️🚴🏽♂️ 47 km / 223 kmLæs mere

























Rejsendeda werden Matsch-Kindheitsträume wahr :-)
RejsendeWieder super schöne Bilder! Ach, ohne Gepäck, wäre auch mal schön 🫣
RejsendeDiese Strecke will niemand mit Gepäck machen 😂