• Das V in Workation beginnt

    7 Februari, Sepanyol ⋅ ☀️ 10 °C

    Nach der ersten Arbeitswoche soll es jetzt etwas weniger Work sein. Wir haben Urlaub und wollen das auch nutzen. Also wird kurzerhand entschieden, das La Fresneda der erste "Tourispot" sein soll und wir uns Samstag das Castillo Santa Barbara anschauen. Das Wetter lädt zum Wandern ein und das nutzen wir. Nach gut einer Stunde, ohne Fremdkontakt kommen wir am Fuße des Schlosses an und sind begeistert von den vielen kleinen Gässchen, die La Fresneda zu bieten hat. Hier verirren sich eher selten Touristen hin und so sind wir einigermaßen ungestört beim Aufstieg und Erkunden der Ruinen . Denn neben der noch intakten Kirche ist das Schloss arg renovierungsbedürftig. Trotzdem steht man mitten in der spanischen Geschichte und hat noch einen großartigen Blick in die Gegend.
    Auf dem Nachbarhügel finden wir noch eine kleine Kirche die am Ende des Kreuzweges steht. Und aus irgendeinem Grund "erschien" den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts neben der Kirche "Espiral". Eine aus Steinen gelegte Spirale, die.... Naja eben eine Spirale ist. So richtig weiß niemand wer dafür verantwortlich ist, aber jetzt ist sie da und wir laufen natürlich im Kreis...
    Zurück auf dem kleinen Marktplatz gibt es noch eine Paella in der örtlichen Kneipe. Lecker und definitiv eine Empfehlung!
    Danach ging es zurück, das Wetter war uns weiter wohl gesonnen und so konnte das Resümee des Tages nur lauten: Ein toller Start in die Urlaubswoche!

    Der Sonntag stand dann eher im Zeichen des Sports. Fussball, Laufen, Football. So soll der Tag aussehen und nach recht entspanntem Start sind wir flott einkaufen gewesen (Super Bowl = Süßigkeiten Bowl) um dann Olaf beim Fußball abzuliefern.
    C.F. Valderrobres gegen Calamocha C.F. Achte Liga, der Vorletzte gegen Drittletzten. Ein Leckerbissen war da nicht zu erwarten und ich wurde nicht enttäuscht. Amateurfußball at its best (or at its mittelmäßigst). Lange Bälle ins nichts, Einwürfe auf Sackhöhe, Übersteiger im Niemandsland und überhaupt alles, was man auch von zu Hause kennt und selbst mal falsch gemacht hat. Trotzdem fühlt es sich noch an wie Fußball. Die haben Bock und die gute 120 Zuschauer machen sogar ab und zu Alarm. Nach 10 Minuten geht das Heimteam verdient in Führung. Danach passiert nicht mehr viel, also habe ich Zeit durchs Stadion zu stromern. Es ist in die Jahre gekommen aber zweckmäßig. Die drei kleinen Tribünen sind komplett überdacht und die Kneipe bietet auch Merch an. Natürlich schlage ich zu und bin damit ab sofort stolzer Fan und Schalbesitzer. Die Farben passen ja zu den Goldfüßen aus Dresden.
    Die zweite Halbzeit ist auch kein Augenschmaus, aber beide Teams kämpfen. Das 2:0 macht eigentlich den Deckel drauf, aber der Schiedsrichter will es nochmal wissen. Er zeigt vier Minuten Nachspielzeit an in der es noch einmal eine zweiminütige Verletzungspause gibt. Das lässt er natürlich nachspielen und so kommt das Auswärtsteam in der 99. Minute (??) zum Anschlusstreffer. Und weil die Sonne rauskommt, gibt es nochmal zwei Minuten drauf. Das verstehe ich ebenso wenig, wie die Fans des Heimteams, die das dem Schiri auch "kundtun". Warum den Offiziellen dann nach dem Abpfiff (2:1 Endstand) beim Gang in die Kabine gedroht werden muss erschließt sich mir dann allerdings nicht.
    Am Ende blieb es dann doch bei Worten und Gesten und die Heimfans konzentrierten sich darauf ihr Team zu feiern, als wären sie Meister geworden. Ich feiere ein bisschen mit und mache mich dann auf dem Weg zum Van. Anja wartet und ich hab ja da noch einen Trainingsplan, der eingehalten werden will.
    12 km am Ufer des Matarrana, da macht Laufen fast noch Spaß. Ich bin also etwas zu schnell, aber das ist gar nicht schlimm. Schließlich warten am Ende die beim Bäcker gekauften Süßigkeiten. Urlaub, kann man mal machen.

    Jetzt versuchen wir noch beim Super Bowl durchzuhalten und morgen (also heute) schauen wir mal, was das Leben so bringt.
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