Gänse Geier? Geier gennse!
10. februar, Spanien ⋅ 🌬 17 °C
In den vergangenen beiden Tagen hatten wir uns wieder das erkunden der Gegend zum Ziel gemacht. Dieses Mal sollte es, mit Opas Fernglas, auch um Tierbeobachtung gehen. Das Vogelkonzert am Morgen ist nicht zu überhören und immer wieder kreisen größere Fliegeviecher über uns. Fuchs, Wildschwein und sonstiges flugunfähiges Getier soll es hier auch geben.
Vorgestern ging es also zu Fuß nach Torre del Compte. 4 km vorbei an Mandel- und Olivenbäumen. Beim kurzen Halt auf einem toll gepflegten Friedhof, haben wir ein Grab entdeckt, auf dem "unser" Viadukt zu sehen war. Vielleicht einer der Erbauer?
"Unser Viadukt", weil es in direkter Nachbarschaft zu unserer Unterkunft steht.
Torre del Compte selbst ist ein kleiner sehr niedlicher Ort. Wahrscheinlich hat er auch Einwohner. Gesehen haben wir aber niemanden. Weder beim Gassenschlendern, noch bei der Kirche oder auf dem Rückweg begab über den ausgeschilderten Wanderweg. Siesta oder doch Angst vor Touris?
Auf dem Rückweg sind wir noch in ein altes (fast) verlassenes Kloster, nebst Klostergärten gestolpert. Die ursprüngliche Nutzung war zwar mittlerweile Geschichte, aber als Lager und Garten ist die Anlage immer noch nutzbar.
Und was war jetzt mit der Tierbeobachtung? Einen Reiher konnten wir erblicken. An seinem "eigenen" Löschteich sitzend machte er zwar eher den Eindruck, als wäre er etwas verschroben und würde von anderen vermieten. Aber Tier ist Tier und das Fernglas holt auch schräge Reiher näher. Glück hatten wir auf dem Weg aus dem menschenleeren Ort. Dort kam hinter einer Hausecke ein Gänsegeier (haben wir mit Buch und google gecheckt) hervor, flog über uns hinweg und hat sich wahrscheinlich über unsere erstaunten Blicke gewundert. Sieht man halt nicht alle Tage so nah...
Gestern haben wir uns dann für eine Stunde ins Auto gesetzt und Prat de Compte als Ziel ausgewählt. Anja war hier schon und jetzt weiß auch Olaf warum. Parkplatz am Ende der Straße, mitten in den Bergen, an einem verlassenen Bahnhof an der Via Verde. Eine Runde über den Berg und an einem Kloster und einer Schlucht vorbei zurück zum lang geschlossenen Bahnhof.
Schon direkt nach dem Start des Fußmarsch (am Ende sollten es 10 km und 500 Höhenmeter sein) war es grün und laut. Und nein, es war nicht Hulk im Zerstörungsmodus. Grün war die Umgebung. Alles, was die Gegend an Bäumen, Sträuchern und Wiesen zu bieten hat war vertreten. Teilweise Urwald. 200 Meter weiter dann wieder Olivenbäume, gefolgt von Nadelbäumen. Klingt jetzt schon traumhaft? Ist es auch. Aber das Konzert, dass die Vögel abgeliefert haben, hat den ganzen Trip mehr als abgerundet. Wir haben ein paar Schnipsel aufgenommen und werden unsere Vogelkundlerapp mal stressen müssen.
Durch dieses Paradies zog sich also unser Wanderweg. Wobei Wanderpfad mit kurzen Klettereinlagen der Wahrheit näher kommt. Links und rechts Berge, immer wieder ein grandioser Ausblick und eine ständig wechselnde Umgebung. Da war auch der kurze Off Grid Ausflug kein Problem. Der führte uns zu einer verlassenen Hütte und kurzen Träumereien, wie schön es wäre hier zu wohnen.
Wir lassen hier Bilder sprechen und kürzen die Reportage ein wenig ab. Oben auf dem Berg ein weiterer toller Blick bis hin zum Meer. Bergab jede Menge verschiedene Steine und Felsformationen. Unten angekommen steht ein Kloster mitten in den Bergen (inkl. Gaststätte und deutscher Kinderreisegruppe).
Und direkt nebenan eine "Schlucht" mit aktuell mittelgroßem Fluss. Absolut idyllisch! Das wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir hier waren!
Der Heimweg führte uns dann nochmal zur Wäscherei und in den Discounter. In Valderrobres trennten sich dann unsere Wege kurz. Olaf musste den Trainingsplan erfüllen und Anja konnte schon vorfahren und das Auto vor packen. In der Nacht sind die Besitzer des Hauses wiedergekommen und wir wollten rechtzeitig in unseren Van umziehen.
Tiere, Natur, Berge, Pfade, Ausblicke, wenig Menschen. Volle Kanne Urlaub!Læs mere























