• Karin Zumstein
  • Karin Zumstein

Lausanne - London VF

En 58-dags äventyr från Karin Läs mer
  • Resans start
    21 april 2026
  • In der Jugendherberge

    21 april, Schweiz ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute starten wir unsere neue Reise. Der erste Streckenabschnitt bewältigen wir mit dem Zug nach Lausanne. Hier knüpfen wir an unsere letztjährige Pilgerreise, welche uns nach Rom führte. Nun geht der Weg auf der Via Francigena nach Norden, quer durch Frankreich bis Calais, über den Ärmelkanal nach Dover und bis nach London.
    Nach unserer Ankunft in Lausanne geht es hoch zur Kathedrale. Ein kurzer Besuch um den obligaten und ersten Pilgerstempel abzuholen. Anschliessend führt der Weg auf der Via Francigena zu unserem ersten Nachtlager in der Jugi, welche etwas ausserhalb der Stadt liegt. So verkürzt sich die morgige und erste Etappe um wenige km.
    Mit dem Wetter haben wir Glück. Die nächsten Tage ist kein Regen angesagt.
    Läs mer

  • La Chaux, La Commanderie

    22 april, Schweiz ⋅ ☀️ 16 °C

    Nach einem reichhaltigen Frühstück machten wir uns auf den Weg. Bis zur Wegscheide des Jakobsweges und der Via Francigena führte dieser entlang dem Ufer des Lac Leman. Dann führt die VF in einer wunderschönen Auenlandschaft dem Flüsschen La Venoge entlang bis fast nach Bussigny. In Dorf machten wir in einer Boulangerie einen kurzen Verpflegungshalt. Weiter gings über Felder und entlang an Bachwegen bis nach Penthalaz. 
    Hier hatten wir einen ersten steilen Anstieg. Oben angekommen ist die Jurakette nicht mehr weit entfernt. In Cossonay haben wir in der Kirche den Stempeleintrag gemacht. Beim Coca-Cola-Halt merken wir, dass unsere vorreservierte Unterkunft nicht in Cossonay, sondern in der kleinen Ortschaft La Chaux befindet. Also hat sich die geplante Wegstrecke um eine Stunde verlängert.
    Es hat sich gelohnt. Die Gastgeberin ist sehr freundlich und das Zimmer ist super. Wir freuen uns nun auf das Nachtessen.
    Die stetige Bise hat uns heute gutgetan, denn die Sonne hatte schon recht Kraft, was uns teilweise ins schwitzen brachte.
    Läs mer

  • Orbe

    23 april, Schweiz ⋅ ☀️ 18 °C

    Heute wandern wir über offenes Land mit einer kühlen Morgenbriese im Gesicht nach La Sarraz. Im Dorf machen wir einen Espressohalt. Weiter geht es auf langgezogenen Wegen durch schöne Jura-Laubwälder.
    Kurz nach La Sarraz wandern wir durch ein fast schluchtartiges Tal wo früher Kalk abgebaut und gebrannt wurde. Bereits die Römer hatten in diesem Gebiet die Kalkindustrie für ihren Mauerbau eingeführt.
    Bald erreichten wir das kleine und sehr schöne Dörfchen Romainmôtier. Über einen Turmdurchgang geht es zur Abbey mit einem riesigen Innenhof. Sämtliche Gebäude erscheinen als saniert. Im Maison du Prieur genehmigen wir uns eine Quiche Lorraine zur Stärkung. Vor uns liegen noch ca. 11 km bis Orbe.
    Einmal verpassen wir den Weg. Damit wir nicht zurücklaufen müssen, quetschen wir uns durch das Unterholz. Es war schwierig mit dem Rucksack und dem dornigen Gebüsch. Guido als Vorläufer musste mit den Messer anschliessend die Dorne aus der Hand puhlen.
    In Orbe angekommen beziehen wir in einem alten Hotel eine einfache Unterkunft
    Läs mer

  • Jougne

    24 april, Frankrike ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute morgen laufen wir auf dem gestrigen Weg etwas zurück bis zur Wehranlage der L'Orbe. Über die L'Orbe, auf einem Feldweg entlag des Flüsschen hoch. Einen Abstecher zur Kirche in Montcherand mit römischen Fresken ist fast ein Muss. Dann suchen wir den Einstieg zum Gorges de L'Orbe. Hier wandern wir in den Steilhängen auf sehr schönen und meistens schmalen Pfaden. Zu Beginn besichtigen wir noch Felshöhlen und vom Wasser ausgewaschene Felswände. Nach ca. 3 km steigen wir über einen steilen Pfad zum Flüsschen hinab und queren dieses. Auf der anderen Seite angekommen geht es weiter entlang des Wassers bis zum Dorf Les Clées. Ab hier wandern wir mittig der Schluchtwand, begleitet vom Rauschen des wilden Flüsschens. Es geht meist auf engen Pfaden und vereinzelt durch niedere, in den Fels gehauene, enge Tunnels. Kurz vor Balleigues geht die VF weg von der Schlucht. Ein Steilpfad (ca. 800 m Weg, 220 m Höhe) zum Dorf hinauf bringt uns erstmals ins schwitzen. In einem noblen Restaurant trinken wir einen Kaffe und Essen heimischen Käse. 
    Bald darauf erreichen wir die grüne Grenze. Wir sind in Frankreich angekommen. Über Asphaltnebenstrassen laufen wir Richtung Jougne. Kurz vor dem Dorf geht es einem kuzen und ruppigen Steilanstieg ins Dorf hoch. Unsere gebuchte Ferienwohnung macht von aussen einen nicht so einladenden Eindruck, aber grosse Überraschung beim Türöffnen, alles neu saniert. Wir sind glücklich und zufrieden. Die Waschmaschine wir umgehend in Betrieb genommen.
    Läs mer

  • Pontarlier

    25 april, Frankrike ⋅ ☀️ 18 °C

    In einer Sandwichbar haben wir heute morgen zum Glück ein kleines Frühstück bekommen. Gestärkt nehmen wir die Wanderung nach Pontarlier auf. Es erwartet uns eine längere Strecke mit einigen auf und abs. Der Mont de l'Herba, eine typische Juraalp, erwartet uns. Hier sehen wir viele trichterförmigen Senken im Gelände. Wir vermuten, dass der Kalkfelsen durch Wasserabläufe ausgewaschen wurde. Aufgewühlte Landflächen zeigen, dass es auch Wildschweine gibt.
    Auf der Höhe laufen wir auf dem im Zickzack-Kurs verlaufende Weg. Der Tracker ist etwas wirr und die Wege sind teilweise kaum sichtbar oder schlecht ausgeschildert. Wir übersteigen einige Stacheldrähte um wieder auf normale Wege zu gelangen. In les Fourgs machen wir ein Espresso- und Colahalt. Der Weg geht nochmals aufwärts um wieder nach La Cluse-et-Mijoux abzusteigen. Am Höchstpunkt angelangt sehen wir bereits das Châteaux de Joux und das Fort Malher hoch oberhalb des Dorfes. Kaum im Dorf angekommen führt der Weg steil nach oben zum Fort. Anschliessend führt dieser wieder in den Wald und geht dann über Stock und Stein steil nach Pontarlier herunter. Im Städtchen angekommen gibt es die obligate Suche nach dem Pilgerstempel (französisch "Tampon").
    Wir werden heute fündig im Tourismusbüro. Guido hat am Stadtrand, in der Industriezone eine gute Brasserie entdeckt. Also zusätzlich zum Marsch nochmals je 2 km hin und zurück.
    Läs mer