• 22.05.2026: Akagera Nationalpark II - Sa

    May 22 in Rwanda ⋅ ⛅ 17 °C

    Somit kam es endlich zu dem Tag, auf den sich wahrscheinlich alle am meisten gefreut hatten.

    Direkt um Mitternacht, nach einem gemütlichen Abend am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel, gratulierten wir Franz zu seinem 17. Geburtstag. 🥳

    Die Nacht im Akagera-Nationalpark war alles andere als ruhig: Geräusche von Tieren, zirpende Insekten und die Rufe der Nilpferde machten die Atmosphäre mitten in der Natur zu einem ganz besonderen Erlebnis.

    Richtig begonnen hat der Tag allerdings schon sehr früh. Bereits um 5:30 Uhr wurden wir von den ersten Sonnenstrahlen und den Lauten der Nilpferde geweckt. Nach einem gemeinsamen Frühstück packten wir schnell unsere Sachen zusammen und machten uns auf den Weg zur Rezeption, wo wir unseren Tour-Guide für die anstehende Safari abholten. Schon auf diesem kurzen Weg begegnete uns eine riesige Gruppe Paviane.

    Nachdem wir bereits am Vortag auf dem Weg zum Campingplatz einen Elefanten gesehen hatten und somit den ersten der „Big Five“, waren die Erwartungen an die Safari natürlich besonders groß.

    (Zur Info: Im Tourismus- und Safaribereich stammen die „Big Five“ ursprünglich aus der Zeit der Großwildjagd. Der Begriff beschreibt die fünf afrikanischen Tierarten, die als besonders schwierig und gefährlich zu jagen galten: Löwe, Leopard, Elefant, Nashorn und Kaffernbüffel.)

    Zu Beginn unserer Safari begegneten wir erneut einigen Pavianen, bevor wir auf eine riesige Herde Zebras trafen. Die Freude war groß, als wir kurz darauf bereits das zweite Tier der „Big Five“ entdeckten: den Büffel. Zunächst konnten wir die Tiere nur aus der Ferne beobachten, doch wenig später begegneten wir einem sogenannten „Loser“-Büffel – einem älteren Büffel, der von seiner Herde audgestoßen wurde. Diesen konnten wir aus ächster Nähe bestaunen.

    Kurze Zeit später trafen wir auf eine Gruppe Giraffen, die uns mit ihrer Größe, ihrer Eleganz und ihren langen Hälsen sehr beeindruckten.

    Ein weiterer besonders schöner Moment war, als wir erneut eine Gruppe Zebras sahen, die sich zu dritt gegenseitig beim Schlafen abstützten, um sich zu schützen. Dieses Verhalten dient in der Natur der Sicherheit innerhalb der Herde, da die Tiere gemeinsam besser auf mögliche Gefahren achten und sich gegenseitig warnen können.

    Für uns war es außerdem erstaunlich zu sehen, wie viele verschiedene Tiere wie Zebras, Paviane, Impalas und andere Kleintiere friedlich gemeinsam in einem Lebensraum zusammenleben.

    Obwohl wir es zunächst für eher unwahrscheinlich hielten, sahen wir schließlich sogar eine Gruppe Nashörner, begleitet von weißen Vögeln, was uns förmlich den Atem raubte. Auch wenn wir sie nur aus weiter Entfernung beobachten konnten, waren wir überglücklich über diesen besonderen Moment und konnten damit bereits den dritten der „Big Five“ entdecken.

    Diese drei Tiere der „Big Five“ – Elefant, Büffel und Nashorn – sollten jedoch vorerst die letzten bleiben, denn die Begegnung mit den beiden übrigen Arten, dem Löwen und dem Leoparden, wurde uns als äußerst unwahrscheinlich erklärt.

    Während unserer Safari begegneten uns immer wieder Zebras sowie andere Tiere wie Impalas und Paviane. Der wahrscheinlich beeindruckendste Moment des gesamten Tages war jedoch, als plötzlich ein riesiger, männlicher Elefant nur wenige Meter vor unserem Bus stand. Voller Begeisterung blieb uns regelrecht der Atem weg und für einen kurzen Moment war es vollkommen still. Langsam lief der Elefant direkt an unserem Bus vorbei und wir konnten ihn aus nächster Nähe durch die Fenster beobachten. Diese besondere Begegnung wird uns mit Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben.

    Auf dem Weg zu unserem Picknickplatz für die Mittagspause lief uns wortwörtlich ein Nilpferd über den Weg. Leider konnten wir es dadurch nur sehr kurz sehen, was im Nachhinein vermutlich auch besser so war, denn Nilpferde gelten als die gefährlichsten Tiere des gesamten Nationalparks.

    Nach einer kurzen Mittagspause setzten wir unsere Safari fort und fuhren in den Bereich des Parks, in dem hauptsächlich die Löwen leben. Die Hoffnung, einen Löwen zu sehen, war natürlich groß. Stattdessen trafen wir jedoch lediglich auf eine weitere Zebraherde sowie auf ein Zebra, das erst am selben Morgen von einem Löwen erbeutet worden war.

    Allmählich neigte sich unsere Safari dem Ende zu und nach einer kurzen Pause mit Kuchen machten wir uns schließlich auf den Rückweg nach Kigali.

    Nach einer anstrengenden, aber unglaublich spannenden Rückfahrt kamen wir wieder an unserer Unterkunft an, wo jeder den restlichen Abend frei gestalten konnte.

    Heute gehen wir mit unzähligen tollen Eindrücken und Bildern im Kopf schlafen und freuen uns gleichzeitig auf unseren letzten Tag in Ruanda, der leider viel schneller gekommen ist, als wir erwartet hätten.

    Text: Emilia, Elischa, Anna
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