• Röka goes Ruanda
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Ruanda 2026

A 18-day adventure by Röka goes Ruanda Read more
  • Trip start
    May 7, 2026

    Unsere Partnerschule in Ruanda

    May 7 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute möchten wir euch die Schule vorstellen, die wir schon ganz bald besuchen werden: die ES Munzanga in Ruanda.

    Die Schule liegt im Karongi District im Westen des Landes – einer Region direkt am wunderschönen Kivusee. Die Landschaft dort ist geprägt von grünen Hügeln, Teeplantagen und beeindruckenden Ausblicken. Nicht umsonst wird Ruanda oft das „Land der tausend Hügel“ genannt.

    „ES“ steht für „École Secondaire“, also weiterführende Schule. Rund 600 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule. Viele tragen Schuluniformen und der Schulalltag unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich von unserem: Die Klassen sind oft größer, der Unterricht stärker strukturiert und Gemeinschaft sowie gegenseitiger Respekt spielen eine besonders wichtige Rolle.

    Unsere Partnerschaft ist Teil der langjährigen Verbindung zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda – einer der ältesten Länderpartnerschaften weltweit. Ziel dieser Partnerschaften ist es, Begegnungen zwischen jungen Menschen zu ermöglichen, voneinander zu lernen und neue Perspektiven kennenzulernen.

    Besonders spannend finden wir schon jetzt die Frage, wie der Alltag an der ES Munzanga aussieht. Wie läuft dort ein normaler Schultag ab? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten werden wir entdecken? Und wie werden wir wohl empfangen?

    Vor Ort freuen wir uns auf gemeinsame Aktivitäten, Gespräche, Musik, Tanz und viele persönliche Begegnungen. Genau diese Momente sind es oft, die lange in Erinnerung bleiben.

    Auch sprachlich wird es spannend: In Ruanda wird hauptsächlich Kinyarwanda gesprochen, außerdem spielen Englisch und Französisch eine wichtige Rolle. Umso besser, dass wir bereits einen kleinen Sprachkurs hatten!

    Die Vorfreude wächst – und wir sind gespannt auf alles, was uns an der ES Munzanga erwartet. 🌍
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  • Bad Kreuznach

    May 7 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

    Nächste Woche Mittwoch (13.05.2026) ist es endlich so weit: Gemeinsam mit 16 Schülerinnen und Schülern machen wir uns auf den Weg zu unserer Partnerschule in Ruanda. Seit Monaten laufen die Vorbereitungen – und jetzt wird es ernst. Die Aufregung wächst von Tag zu Tag!

    In den letzten Wochen wurde geplant, organisiert, geübt und gelacht: Tänze werden einstudiert, ein kleiner Sprachkurs und ein Einblick in das Leben in Ruanda mit unserem Experten Japhet hat bereits stattgefunden und auch unser Programm vor Ort wird mit viel Herzblut maßgeschneidert. Schritt für Schritt wird aus der Idee einer Partnerschaft eine echte Begegnung.

    Natürlich stellen wir uns gerade viele Fragen:
    – Wie werden wir empfangen?
    – Welche Menschen werden wir kennenlernen?
    – Was werden wir sehen, erleben und vielleicht auch über uns selbst lernen?

    Eines ist sicher: Diese Reise wird etwas ganz Besonderes. Sie wird uns neue Perspektiven eröffnen, spannende Begegnungen ermöglichen und viele unvergessliche Momente schaffen.

    Lasst euch überraschen – wir tun es auch!
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  • 14.05.2026: Unser erster Tag

    May 15 in Rwanda ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach einer kurzen Nacht bricht auch schon der erste Tag unserer Reise an.
    Der Tag begann für uns mit einem stärkenden Frühstück in unserer Unterkunft und danach
    ging es auch schon los.
    Nach einem „kurzen“ Zwischenstopp zum SIM-Karten beschaffen war der erste
    Programmpunkt der Besuch des Genocide Memorials in Kigali. Dort gewannen wir viele
    bleibende Eindrücke und Hintergründe zur Geschichte Ruandas.
    So stand nun auch schon der Besuch des Esperance-Projekts an. Wir durften dort einen
    Einblick in die Arbeit der Freiwilligen für die Gemeinschaft und den Sport erlangen. Zudem
    war es uns möglich ein paar Schüler*innen der Schule zu diesem Projekt zu Interviewen.
    Außerdem ging es dort für uns noch sportlich zu - ein kleines Fußballturnier mit gemischten
    Teams aus Ruandesen und uns beendete unseren Besuch und bereitete allen viel Freude.
    Nach diesem bereits langen und anstrengenden Tag ging es zur Stärkung in ein
    einheimisches Restaurant, in welchem wir gut umsorgt wurden.
    Erschöpft ging es zurück zur Unterkunft, wo das Packen und Kräftesammeln für den nächsten
    abenteuerlichen Reisetag anstand.

    Text: Lea und Lukas
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  • 15.05.2026: Besuch unserer Partnerschule

    May 15 in Rwanda ⋅ ☁️ 22 °C

    Endlich ausgeschlafen steht es sich gleich viel besser auf! Also dann: Ab in die Jeeps und auf ging es zu unserer Partnerschule. Reine Fahrzeit: ca. 4 Stunden. Wer jetzt an deutsche Strassenverhältnisse denkt, der kann sie gleich wieder vergessen! Verkehrschaos in der Hauptstadt, Massen an Menschen, die in alle Richtungen fahren, ein Gewimmel und Gewusel, das scheinbar auch ohne Verkehrsregeln klarkommt.
    Danach Straßen ohne (!) Schlaglöcher und wir haben - meine ich - nur eine Baustelle gesehen. Dann wurde es abenteuerlich. Wir haben die Hauptstraße verlassen und sind einen Weg entlang gefahren, der sämtlichen Beschreibungen nur spotten kann: Schlaglöcher, die so tief sind, dass man darin versinken könnte, Brücken, die aus losen Baumstämmen bestehen und bei falscher Fahrweise dazu führen, dass man stecken bleibt! Das ist uns natürlich auch passiert! Wir verraten aber nicht, wessen Jeep es war.
    Die Landschaft ist ein einziger Traum, die Bilder legen entsprechendes Zeugnis ab.

    Dann die Ankunft in der Partnerschule: Schüler und Lehrer standen Spalier. Wir wurden mit Trommelwirbel und Tanz empfangen. Manche einer hatte einen seltsames Gefühl, weil die Art und Weise des Empfangs doch ein wenig militärisch geprägt wirkte. Wir ersparen euch hier, sämtliche Zeremonien aufzuzählen, die wir durchlaufen haben. Aber was wir sagen können, ist: Die Menschen hier sind unfassbar freundlich! Die Schüler leben in einem Internat, das denkbar einfach ausgestattet ist. Die Dankbarkeit, die einem zu Teil wird, ist ergreifend und sämtliche Gelder, die bislang in dieses Projekt geflossen sind, haben ihre Berechtigung!
    Nächsten Dienstag findet übrigens der Spatenstich zum Bau der Mensa statt!
    Die Bilder zeigen euch die herzliche Begegnung zwischen den Schülern und Lehrern.
    Aktuell sind wir auf dem Weg zum Kiwusee, was noch mal eine Fahrzeit von 2 Stunden in Anspruch nimmt.
    Fazit: Wir hatten einen sehr ereignisreichen, tollen Tag und freuen uns schon sehr auf morgen

    Text: Aylin Hein
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  • 16.05.2026: Partnerschule - Teil 2

    May 16 in Rwanda ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute Morgen wachten wir mit einem wunderschönen Blick auf den Kivu-See auf. Danach ging es wieder zu unserer Partnerschule. Unterwegs machten wir eine außergewöhnliche Erfahrung: Auf den ländlichen Straßen liefen sehr viele Einheimische herum. Diese lächelten uns zu und winkten. Weil ein Jeep Öl verloren hatte, verzögerte sich die Fahrt ein wenig.

    In der Schule wurden wir wieder herzlich empfangen. Diesmal war der Austausch intensiver. Dort verteilten wir Lollis, Kugelschreiber und Luftballons als Gastgeschenke. Besonders Letztere kamen sehr gut an. Sie wurden uns förmlich aus der Hand gerissen. Zudem hielten wir eine Präsentation über unsere Schule, woraufhin besonders von den ruandischen Lehrern einige Fragen zu unserem Schulsystem gestellt wurden.

    Im Anschluss daran wurden wir in einem Volleyballspiel besiegt. Dieses Spiel stellte den Abschied von unserer Partnerschule dar. Danach fuhren wir mit vier Jeeps zurück zum Hotel.

    Text: Klara und Zoe
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  • 17.05.2026: Gemeinsamer Ausflug

    May 17 in Rwanda ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute war unser letzter Tag mit der Partnerschule. Zusammen mit Lehrkräften und einigen Schülern traten wir eine spannende Bootstour an. Mit vier Booten fuhren wir über den Kivusee bis hin zu einer kleinen Insel, die von vielen Flughunden und Kühen bewohnt wurde, welche wir aus nächster Nähe beobachten durften. Als Gruppe wanderten wir auf den höchsten Punkt der Insel, wo uns eine atemberaubende Aussicht erwartete. Wir erblickten die Weite des riesigen Sees bis hin zu den Ausläufern des Kongos.

    Auf der Weiterfahrt begegneten wir am Ufer einer kleinen Insel einigen Affen, die neugierig auf unsere Boote kletterten.

    Nach einem kurzen Aufenthalt auf einer weiteren, etwas kleineren Insel durften wir zurück am Bootsanleger ein leckeres Mittagessen genießen.

    Dann hieß es leider endgültig „Auf Wiedersehen“ zu unserer Partnerschule. Wir waren sehr dankbar für den Austausch und freuten uns darüber, die Partnerschaft aufrechterhalten zu können.

    Den Nachmittag gestalteten wir individuell, bevor wir abends erneut zwei Stunden auf unser Essen warteten.

    Text: Alma und Juliana
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  • 18.05.2026: Schwere Kost

    May 18 in Rwanda ⋅ ⛅ 22 °C

    Nach unserem letzten Frühstück im Hotel am Kivusee mussten wir uns von der tollen Aussicht verabschieden.
    Auf dem Plan stand heute zunächst das Museum of Environment in Kibuye. Dort erhielten wir Informationen darüber, wie Ruanda mit aktuellen, aber auch zukünftigen Herausforderungen umgeht – etwa in den Bereichen Umwelt, Erderwärmung und Klima.
    Ein spannendes Beispiel dafür ist zum Beispiel der Abbau von Methangas im Kivusee: Dieser dient einerseits der Energiegewinnung, verringert andererseits aber auch das Risiko möglicher Methangas-Explosionen.

    Die etwa einstündige Weiterfahrt zum Nyange Genocide Memorial haben wir dank bester Stimmung und Musik mit Ohrwurmpotenzial gut überstanden. Doch dort holte uns die Geschichte ein. Wir besuchten eine Gedenkstätte, an der während des Genozids 1994 mehr als 2000 Menschen in einer Kirche ums Leben kamen. Die Menschen glaubten damals, dort einen sicheren Raum gefunden zu haben. Doch schließlich rückten mehrere Bagger an und brachten die Kirche zum Einsturz. Vor allem die ausgestellten menschlichen Gebeine und Kleidungsstücke machten uns bewusst, wie viel Leid die Menschen hier erlebt und verloren haben – und das berührte uns zutiefst.

    Nachdem wir die Gedenkstätte verlassen hatten, begegneten uns Grundschüler, die uns neugierig anschauten, lächelten und zuwinkten. Dieser Kontrast zwischen schwerer Vergangenheit und lebensfroher Gegenwart war besonders eindrucksvoll.

    Nicht weit entfernt besuchten wir anschließend das Memorial der Nyange School of Heroes. Dort erfuhren wir, dass es auch drei Jahre nach dem Genozid junge Menschen gab, die bereit waren, ihr Leben dafür zu geben, dass nicht mehr zwischen Hutu und Tutsi unterschieden wurde. Als bewaffnete Rebellen die Schülerinnen und Schüler aufforderten, sich nach Volksgruppen aufzuteilen, weigerten sie sich. Acht Schüler bezahlten diesen Mut mit ihrem Leben. „We are all Rwandans“ war damals ihr Credo. Besonders eindrucksvoll zeigte die Ausstellung nicht nur diese unfassbar mutigen Jugendlichen, sondern auch aktuelle Persönlichkeiten wie Malala, die sich für die Rechte von Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen einsetzen.

    Nach einem stärkenden afrikanischen Buffet ging es weiter zu unserer heutigen Zielstadt Huye. In unserer Unterkunft gab es endlich wieder richtigen Wasserdruck, sodass eine erfrischende Dusche die Stimmung deutlich anhob. Am Abend wurde wieder gelacht, gespielt und gemeinsam Zeit verbracht.
    Damit endete der sechste Tag unserer Reise.

    Text von Greta, Merle, Fr. Ecarius, Fr. Hein

    Weitere Informationen zum Völkermord in Ruanda gibt es z.B. hier:
    https://www.zdf.de/video/explainer/mrwissen2gog…
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  • 19.05.2026: Königlicher Ausflug

    May 19 in Rwanda ⋅ ⛅ 23 °C

    Der Tag begann für uns mit einem gemütlichen Frühstück in unserem Hotel, bevor wir voller Vorfreude Richtung Kigali aufbrachen. Schon die Fahrt dorthin war spannend, denn unterwegs konnten wir immer wieder fesselnde Eindrücke der ruandesischen Landschaft sammeln.

    Wir machten einen kleinen Stopp bei einem Souvenirladen, um unseren Liebsten ein paar Mitbringsel zu kaufen.

    Ein besonderes Highlight war der Besuch des Ethnografischen Museums. Dort tauchten wir tief in die Kultur und Geschichte Ruandas ein und erfuhren vieles über die Traditionen, das Leben der Menschen und die Entwicklung des Landes. Es war faszinierend zu sehen, wie reich und vielfältig die Kultur Ruandas ist.

    Anschließend besuchten wir den Königspalast, der uns einen spannenden Einblick in das frühere Leben der Königsfamilie gab. Besonders begeistert haben uns die berühmten königlichen Kühe mit ihren riesigen, prächtigen Hörnern. Wir durften sie sogar streicheln – ein Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden!

    Den Abend verbrachten wir schließlich in einem unfassbar leckeren Rooftop-Restaurant.

    Text: Franz, Lieneke, Paul
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  • 20.05.2026: Kigali-Rundfahrt

    May 20 in Rwanda ⋅ ☁️ 20 °C

    Nach einer für die meisten viel zu kurzen Nacht starteten wir den Tag wie gewohnt mit einem gemeinsamen Frühstück.
    Anschließend begann unser Tagesprogramm mit einer kleinen Stadtrundfahrt durch die
    Hauptstadt Kigali. Dabei konnten wir einige der größten und beeindruckendsten Bauwerke der
    Stadt bestaunen, darunter das Fußballstadion sowie das Kigali Convention Center.
    Danach führte uns unser Weg direkt zum Rwanda Art Museum, das sich auf dem Gelände des ehemaligen Präsidenten befindet. Neben
    zahlreichen beeindruckenden Kunstwerken sind dort auch Fragmente des Flugzeugs ausgestellt, in dem der ehemalige Präsident bei einem mutmaßlichen Attentat ums Leben kam.
    Nach diesem eindrucksvollen kulturellen Programmpunkt stand erneut eine kleine Shopping-Tour auf dem Plan.
    Auf Empfehlung unseres freundlichen Busfahrers kehrten wir anschließend in ein authentisches und äußerst leckeres Buffetrestaurant zum Mittagessen ein.
    Gestärkt ging es für uns schließlich zum letzten offiziellen Programmpunkt des Tages: dem
    Besuch des Partnerschaftsbüros. Dort tauschten wir uns intensiv über unsere bisherigen Erfahrungen und Eindrücke in Ruanda aus. Außerdem wurden uns freundlicherweise
    zehn Isomatten für die bevorstehende Expedition in den Nationalpark gestellt.
    Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch einen Supermarkt, um uns mit Proviant für den selbstorganisierten Abend sowie für die kommenden Tage einzudecken.

    Text: Lukas, Paul
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  • 21.05.2026: Akagera Nationalpark I

    May 21 in Rwanda ⋅ ⛅ 28 °C

    Nach einer längeren Fahrt sind wir gut im Akagera-Nationalpark angekommen und haben uns bereits nach der ersten unfassbar spannenden Tierbegegnung (s. Fotos) im Lager gemütlich eingerichtet. Den Abend lassen wir am Lagerfeuer ausklingen. Morgen unternehmen wir eine Safari und dann wird es auch weitere Bilder geben.

    Text: Fr. Hein
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  • 22.05.2026: Akagera Nationalpark II - Sa

    May 22 in Rwanda ⋅ ⛅ 17 °C

    Somit kam es endlich zu dem Tag, auf den sich wahrscheinlich alle am meisten gefreut hatten.

    Direkt um Mitternacht, nach einem gemütlichen Abend am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel, gratulierten wir Franz zu seinem 17. Geburtstag. 🥳

    Die Nacht im Akagera-Nationalpark war alles andere als ruhig: Geräusche von Tieren, zirpende Insekten und die Rufe der Nilpferde machten die Atmosphäre mitten in der Natur zu einem ganz besonderen Erlebnis.

    Richtig begonnen hat der Tag allerdings schon sehr früh. Bereits um 5:30 Uhr wurden wir von den ersten Sonnenstrahlen und den Lauten der Nilpferde geweckt. Nach einem gemeinsamen Frühstück packten wir schnell unsere Sachen zusammen und machten uns auf den Weg zur Rezeption, wo wir unseren Tour-Guide für die anstehende Safari abholten. Schon auf diesem kurzen Weg begegnete uns eine riesige Gruppe Paviane.

    Nachdem wir bereits am Vortag auf dem Weg zum Campingplatz einen Elefanten gesehen hatten und somit den ersten der „Big Five“, waren die Erwartungen an die Safari natürlich besonders groß.

    (Zur Info: Im Tourismus- und Safaribereich stammen die „Big Five“ ursprünglich aus der Zeit der Großwildjagd. Der Begriff beschreibt die fünf afrikanischen Tierarten, die als besonders schwierig und gefährlich zu jagen galten: Löwe, Leopard, Elefant, Nashorn und Kaffernbüffel.)

    Zu Beginn unserer Safari begegneten wir erneut einigen Pavianen, bevor wir auf eine riesige Herde Zebras trafen. Die Freude war groß, als wir kurz darauf bereits das zweite Tier der „Big Five“ entdeckten: den Büffel. Zunächst konnten wir die Tiere nur aus der Ferne beobachten, doch wenig später begegneten wir einem sogenannten „Loser“-Büffel – einem älteren Büffel, der von seiner Herde audgestoßen wurde. Diesen konnten wir aus ächster Nähe bestaunen.

    Kurze Zeit später trafen wir auf eine Gruppe Giraffen, die uns mit ihrer Größe, ihrer Eleganz und ihren langen Hälsen sehr beeindruckten.

    Ein weiterer besonders schöner Moment war, als wir erneut eine Gruppe Zebras sahen, die sich zu dritt gegenseitig beim Schlafen abstützten, um sich zu schützen. Dieses Verhalten dient in der Natur der Sicherheit innerhalb der Herde, da die Tiere gemeinsam besser auf mögliche Gefahren achten und sich gegenseitig warnen können.

    Für uns war es außerdem erstaunlich zu sehen, wie viele verschiedene Tiere wie Zebras, Paviane, Impalas und andere Kleintiere friedlich gemeinsam in einem Lebensraum zusammenleben.

    Obwohl wir es zunächst für eher unwahrscheinlich hielten, sahen wir schließlich sogar eine Gruppe Nashörner, begleitet von weißen Vögeln, was uns förmlich den Atem raubte. Auch wenn wir sie nur aus weiter Entfernung beobachten konnten, waren wir überglücklich über diesen besonderen Moment und konnten damit bereits den dritten der „Big Five“ entdecken.

    Diese drei Tiere der „Big Five“ – Elefant, Büffel und Nashorn – sollten jedoch vorerst die letzten bleiben, denn die Begegnung mit den beiden übrigen Arten, dem Löwen und dem Leoparden, wurde uns als äußerst unwahrscheinlich erklärt.

    Während unserer Safari begegneten uns immer wieder Zebras sowie andere Tiere wie Impalas und Paviane. Der wahrscheinlich beeindruckendste Moment des gesamten Tages war jedoch, als plötzlich ein riesiger, männlicher Elefant nur wenige Meter vor unserem Bus stand. Voller Begeisterung blieb uns regelrecht der Atem weg und für einen kurzen Moment war es vollkommen still. Langsam lief der Elefant direkt an unserem Bus vorbei und wir konnten ihn aus nächster Nähe durch die Fenster beobachten. Diese besondere Begegnung wird uns mit Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben.

    Auf dem Weg zu unserem Picknickplatz für die Mittagspause lief uns wortwörtlich ein Nilpferd über den Weg. Leider konnten wir es dadurch nur sehr kurz sehen, was im Nachhinein vermutlich auch besser so war, denn Nilpferde gelten als die gefährlichsten Tiere des gesamten Nationalparks.

    Nach einer kurzen Mittagspause setzten wir unsere Safari fort und fuhren in den Bereich des Parks, in dem hauptsächlich die Löwen leben. Die Hoffnung, einen Löwen zu sehen, war natürlich groß. Stattdessen trafen wir jedoch lediglich auf eine weitere Zebraherde sowie auf ein Zebra, das erst am selben Morgen von einem Löwen erbeutet worden war.

    Allmählich neigte sich unsere Safari dem Ende zu und nach einer kurzen Pause mit Kuchen machten wir uns schließlich auf den Rückweg nach Kigali.

    Nach einer anstrengenden, aber unglaublich spannenden Rückfahrt kamen wir wieder an unserer Unterkunft an, wo jeder den restlichen Abend frei gestalten konnte.

    Heute gehen wir mit unzähligen tollen Eindrücken und Bildern im Kopf schlafen und freuen uns gleichzeitig auf unseren letzten Tag in Ruanda, der leider viel schneller gekommen ist, als wir erwartet hätten.

    Text: Emilia, Elischa, Anna
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  • 22.05.2026: Traditioneller Kochkurs

    May 23 in Rwanda ⋅ ⛅ 23 °C

    Heute Morgen wurden einige von uns noch vor dem Klingeln des Weckers aus dem Schlaf gerissen. Dies war einem Missverständnis geschuldet, wegen dem wir eine Stunde früher zu unserem Kochkurs aufbrechen mussten.

    Der Kurs begann mit einer neuen Erfahrung – nämlich dem Einkaufen auf einem großen Markt in Kigali. Nach dem Getümmel ging es mit unseren Einkäufen zu dem Airbnb, in dem der Kochkurs stattfand. Dort angekommen, bekam jeder eine Schürze, und es ging direkt ans Schälen und Schneiden des Gemüses.

    Das Kochen erfolgte auf einem traditionellen Herd, den wir von Hand anzündeten, und als Töpfe dienten Tongefäße. Während das Essen köchelte, brachte uns das sehr engagierte Team traditionelle Tänze bei. Als es anfing zu regnen, war glücklicherweise schon bald das Essen fertig. Es war eine beeindruckende Erfahrung, das autarke Kochen selbst zu erleben.

    Wie auch die Zubereitung des Essens war das gesamte Tischgedeck traditionell ruandisch. Es standen verschiedene Erbsen-, Gemüse- und Bohnengerichte sowie eine Fleischsuppe zur Auswahl. Zudem gab es fermentierte Milch und Bananenwein.

    Nach dem Essen zeigten wir den Mitarbeitern sowohl deutsche Tänze als auch die Tänze, die wir für unsere Partnerschule gelernt hatten. Diese tanzten begeistert mit, die Stimmung war ausgelassen und fröhlich.

    Anschließend verabschiedeten wir uns von den sehr freundlichen Mitarbeitern und fuhren zurück zum Hostel. Dort hatten wir noch sechs Stunden Zeit, um zu packen, uns auf den Flug vorzubereiten und den letzten Abend in Kigali ausklingen zu lassen.
    Um 22:00 Uhr werden wir uns treffen und gemeinsam zum Flughafen aufbrechen, wo gegen 02:00 Uhr unser Flug nach Istanbul startet.

    Es war eine anspruchsvolle Zeit. Wir sammelten viele neue und prägende Eindrücke, die wir aufgrund der kurzen freien Zeit teilweise noch nicht vollständig verarbeiten konnten. Trotz der Freude auf zu Hause fällt uns der Abschied von Ruanda schwer.

    Text: Helen und Phoebe
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    Trip end
    May 24, 2026