• Tag 3 Schloss No. 1

    September 6 in France ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute geht es schon um 9 Uhr los, unser erstes Ziel: Château de Chambord.

    Von außen wirkt Chambord fast wie ein Märchenschloss, nur eben eines, das ein bisschen zu viel Fantasie abbekommen hat. Türmchen, unzählige Schornsteine, Treppen, Ornamente und kleine Details, wohin man auch schaut. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinsehen soll.

    Erbaut wurde das Schloss ab 1519 auf Wunsch von König Franz I.. Es sollte weniger ein gemütlicher Wohnsitz als vielmehr ein beeindruckendes Zeichen seiner Macht sein. Auch der Einfluss von Leonardo da Vinci ist in der Architektur deutlich zu erkennen.

    Im Inneren dann eine kleine Überraschung: Statt überall auf Gold, Glanz und königlichen Prunk zu stoßen, wirkt vieles erstaunlich schlicht und funktional. Dafür gibt es jede Menge Geschichte zu entdecken und natürlich die berühmte Doppelwendeltreppe. Zwei Treppen winden sich umeinander nach oben. Wer auf der einen läuft, kann den anderen über Öffnungen sehen und trotzdem begegnet man sich nicht. Ein ziemlich genialer Einfall, der Leonardo da Vinci zugeschrieben wird.
    Oben angekommen zeigt sich erst richtig, wie außergewöhnlich diese Mischung aus Renaissance und mittelalterlich wirkenden Türmen, Schornsteinen und Verzierungen ist.

    Und dann der Garten...
    Vor dem Schloss erstreckt sich der französische Barockgarten. Seine heutige Gestaltung geht auf die großen Gartenprojekte unter Ludwig XIV. zurück und wurde später wiederhergestellt. Die streng angelegten Beete bilden einen schönen Kontrast zur fast schon verspielten Architektur des Schlosses.

    Und Chambord ist nicht nur ein Schloss mit ein bisschen Grün drumherum: Zum Anwesen gehört ein riesiger Park, der von einer rund 32 Kilometer langen Mauer umgeben ist. Ursprünglich war die Gegend vor allem als königliches Jagdgebiet gedacht.

    Unser erstes Schloss also gleich ein ziemlich großes Kaliber. Und wir haben gerade erst angefangen …
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