• Monika Weitermann
  • Andreas Runge
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Frankreich -

Die Schlösser der Loire Read more
  • Trip start
    September 4, 2026

    Bielefeld → Reims

    September 4 in France ⋅ ☀️ 30 °C

    Von Regenwetter in Bielefeld in die Champagne....
    Heute Morgen um 9:30 Uhr geht es endlich los.
    Unser Ziel: Frankreich und in den nächsten Tagen die wunderschönen Schlösser der Loire.
    Beim Blick aus dem Fenster sind wir allerdings zunächst ganz froh, dass wir uns überhaupt auf den Weg machen. In Bielefeld regnet es ordentlich. Da fällt der Abschied vom heimischen Wetter nicht besonders schwer. 😉
    Die Fahrt Richtung Frankreich verläuft angenehm und ohne besondere Vorkommnisse. Je weiter wir kommen, desto besser wird auch das Wetter und irgendwann scheint die Sonne. So darf Urlaub sein!
    Um 15:30 Uhr erreichen wir unser erstes Etappenziel: Reims, mitten in der Champagne.
    Hotel gefunden, eingecheckt, Koffer aufs Zimmer gebracht und dann geht es direkt wieder los. Schließlich wollen wir noch etwas von der Stadt sehen.
    Reims ist bereits ein ziemlich beeindruckender Auftakt und gefällt uns auf Anhieb. Die Stadt ist lebendig, hübsch anzusehen und die Menschen sind, wie so oft in Frankreich, freundlich und entspannt.
    Unser erstes großes Ziel ist natürlich die berühmte Kathedrale Notre-Dame de Reims.
    Und diesmal bleibt es nicht bei der Außenansicht. Wir schauen uns die Kathedrale natürlich auch von innen an. Die gewaltige gotische Architektur, die hohen Fenster und die beeindruckenden Details machen deutlich, warum Notre-Dame de Reims zu den bedeutendsten Bauwerken Frankreichs gehört.
    Ein kleines Stück französischer Geschichte gibt es gleich dazu:
    In dieser Kathedrale wurden über viele Jahrhunderte die französischen Könige gekrönt. Insgesamt fanden hier 25 Königskrönungen statt. Man kann also durchaus sagen: Wir stehen an einem Ort, an dem französische Geschichte geschrieben wurde.
    Besonders schön finden wir auch die vielen Glasfenster. Und wer genau hinschaut, entdeckt sogar moderne Elemente in dem jahrhundertealten Bauwerk.
    Und dann wird es rosa …
    Beim Bummeln durch die Stadt entdecken wir einen kleinen Laden und können natürlich nicht einfach daran vorbeigehen. 😄
    Wir kaufen die für Reims typischen rosafarbenen Biskuitkekse – Biscuits Roses de Reims.
    Die kleinen rosa Kekse gehören tatsächlich zur kulinarischen Tradition der Stadt und haben eine erstaunlich lange Geschichte. Sie wurden bereits im 17. Jahrhundert von einem Bäcker in Reims hergestellt. Traditionell werden sie gerne in Champagner getunkt – was bei uns allerdings ausfällt.
    Denn auch wenn wir mitten in der Champagne sind:
    Wir sind keine Champagner-Fans.
    🥂 ❌😄

    So verbringen wir unseren ersten Nachmittag ganz entspannt in Reims, schlendern durch die Stadt und genießen das traumhafte Wetter.
    Morgen geht es weiter Richtung Loire und damit hinein in die Welt der Schlösser, Könige und französischen Geschichte. 🏰🇫🇷
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  • Tag 2 - Champagne

    September 5 in France ⋅ ☁️ 18 °C

    Nach dem doch eher bescheidenen Frühstück in unserem B&B hieß es heute: Sachen packen und weiter geht’s! 😉

    Unser erster Stopp: Hautvillers

    Wir machten uns auf den Weg nach Hautvillers zur Abtei Saint-Pierre d’Hautvillers, der Heimat von Dom Pierre Pérignon. Der Benediktinermönch lebte hier im 17. Jahrhundert und gilt als einer der Wegbereiter des Champagners. Seine letzte Ruhestätte befindet sich übrigens ebenfalls hier.

    Ein schöner, kleiner Ort und irgendwie passend, dass unser Tag ganz im Zeichen des Champagners begann. 🥂

    Weiter nach Épernay...

    eine Stadt, die nicht nur für ihr Champagner-Erbe, sondern auch für eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen Frankreichs bekannt ist.
    Hier schlenderten wir über die berühmte Avenue de Champagne – eine Straße, unter der sich nicht nur kilometerlange Kellergewölbe mit Millionen von Champagnerflaschen befinden, sondern prachtvolle Villen.

    Anschließend ging es weiter Richtung Blois zu unserer nächsten Unterkunft. Vorher mussten wir allerdings noch einen kleinen Einkaufsstopp im Supermarkt einlegen, schließlich kann man nicht nur von schönen Aussichten leben. 😉

    Die bekamen wir dann beim Belvédère de Cramant reichlich geboten. Bei diesem herrlichen Ausblick legten wir noch eine kleine Pause ein und stärkten uns für die Weiterfahrt.
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  • Blois

    September 5 in France ⋅ ☀️ 26 °C

    Unser neues Zuhause für die nächsten Tage

    Gegen 17.30 Uhr erreichten wir unser Airbnb in Blois und wurden bereits von Benjamin und seiner Tochter erwartet.

    Die Wohnung liegt in einem ruhigen Viertel oberhalb der Stadt, ganz in der Nähe der Kathedrale Saint-Louis. Von hier aus ist alles Wichtige gut zu Fuß erreichbar, allerdings merkt man doch bei den Höhenunterschieden ziemlich schnell, ob die Beine noch so wollen wie der Kopf. 😅

    Nachdem wir uns einen groben Überblick verschafft und noch etwas gegessen haben, lassen wir es für heute gut sein.
    Jetzt heißt es: Füße hoch und die vielen Eindrücke des Tages erst einmal sacken lassen. 😊
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  • Tag 3 Schloss No. 1

    September 6 in France ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute geht es schon um 9 Uhr los, unser erstes Ziel: Château de Chambord.

    Von außen wirkt Chambord fast wie ein Märchenschloss, nur eben eines, das ein bisschen zu viel Fantasie abbekommen hat. Türmchen, unzählige Schornsteine, Treppen, Ornamente und kleine Details, wohin man auch schaut. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinsehen soll.

    Erbaut wurde das Schloss ab 1519 auf Wunsch von König Franz I.. Es sollte weniger ein gemütlicher Wohnsitz als vielmehr ein beeindruckendes Zeichen seiner Macht sein. Auch der Einfluss von Leonardo da Vinci ist in der Architektur deutlich zu erkennen.

    Im Inneren dann eine kleine Überraschung: Statt überall auf Gold, Glanz und königlichen Prunk zu stoßen, wirkt vieles erstaunlich schlicht und funktional. Dafür gibt es jede Menge Geschichte zu entdecken und natürlich die berühmte Doppelwendeltreppe. Zwei Treppen winden sich umeinander nach oben. Wer auf der einen läuft, kann den anderen über Öffnungen sehen und trotzdem begegnet man sich nicht. Ein ziemlich genialer Einfall, der Leonardo da Vinci zugeschrieben wird.
    Oben angekommen zeigt sich erst richtig, wie außergewöhnlich diese Mischung aus Renaissance und mittelalterlich wirkenden Türmen, Schornsteinen und Verzierungen ist.

    Und dann der Garten...
    Vor dem Schloss erstreckt sich der französische Barockgarten. Seine heutige Gestaltung geht auf die großen Gartenprojekte unter Ludwig XIV. zurück und wurde später wiederhergestellt. Die streng angelegten Beete bilden einen schönen Kontrast zur fast schon verspielten Architektur des Schlosses.

    Und Chambord ist nicht nur ein Schloss mit ein bisschen Grün drumherum: Zum Anwesen gehört ein riesiger Park, der von einer rund 32 Kilometer langen Mauer umgeben ist. Ursprünglich war die Gegend vor allem als königliches Jagdgebiet gedacht.

    Unser erstes Schloss also gleich ein ziemlich großes Kaliber. Und wir haben gerade erst angefangen …
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  • Gemeinde Chaumont-sur-Loire

    September 6 in France ⋅ ☁️ 28 °C

    Château Chaumont & Gartenfestival 🌿🏰

    Gegen 13 Uhr erreichen wir unser nächstes Ziel,
    das Schloss Chaumont-sur-Loire.
    Das Château thront auf einem Hügel direkt über der Loire und bietet einen weiten Blick über das Flusstal. Schon von außen ist das Schloss mit seinen Türmen, Zinnen und dem hellen Stein wirklich hübsch anzusehen. Es wirkt wehrhaft und elegant zugleich und zeigt noch deutlich seine mittelalterlichen Ursprünge, wurde aber später im Stil der Renaissance umgebaut.

    Unser eigentliches Highlight ist jedoch der weitläufige Schlosspark mit dem Internationalen Gartenfestival. Jedes Jahr entstehen hier zahlreiche ganz unterschiedliche Gärten, die von Künstlern, Landschaftsarchitekten und Designern gestaltet werden. Mal verspielt und überraschend, mal futuristisch, mal ganz natürlich. Die Ideen sind unglaublich vielfältig und oft ziemlich außergewöhnlich. Überall gibt es neue Materialien, Formen und kleine Überraschungen zu entdecken. Ich habe natürlich nur ein paar Beispiele fotografiert, schließlich kann ich euch nicht den kompletten Schlosspark ins Handy packen. 😉

    Mittlerweile knacken wir allerdings locker die 30°-Marke, entsprechend anstrengend wird die Besichtigung, aber wir geben alles! Schließlich wollen wir ja nichts verpassen. 😅

    Zurück in Blois schnappen wir uns unsere Bücher und machen uns noch auf den Weg zu den Jardins de l’Évêché, den ehemaligen Bischofsgärten direkt hinter der Kathedrale.
    Die gepflegten Terrassen bieten eine einzigartige Aussicht mit Blick auf die typischen Landschaften des Loiretals. Auf der unteren Terrasse, befindet sich ein Rosen- und Heilpflanzengarten.
    Ganz in der Nähe finden wir eine Pizzeria, besorgen uns etwas zu essen und machen es uns gemütlich. Bei Pizza und dieser tollen Aussicht lassen wir den Tag entspannt ausklingen.
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  • Tag 4 – Chenonceau

    September 7 in France ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute geht es schon vor 8 Uhr los und unser Weg führt uns zum Château de Chenonceau.

    Pünktlich um 9 Uhr sind wir vor Ort und staunen erst einmal, wie viel hier zu dieser frühen Stunde schon los ist. Wobei wir eine Stunde später feststellen werden: Das war noch gar nichts! 😉 Gut, dass wir so früh dran waren.

    Chenonceau ist wohl eines der außergewöhnlichsten Schlösser an der Loire. Es überspannt mit seinen eleganten Galerien den Fluss Cher und wirkt dadurch fast so, als würde es auf dem Wasser schweben.

    Seine Geschichte ist eng mit einer Reihe bemerkenswerter Frauen verbunden, weshalb Chenonceau auch den Beinamen „Schloss der Damen“ trägt. Catherine Briçonnet war maßgeblich am Bau des heutigen Schlosses beteiligt, später prägten vor allem Diane de Poitiers und Catherine de’ Medici das Anwesen. Diane ließ die berühmte Brücke über den Cher errichten, Catherine de’ Medici ließ darauf die große Galerie bauen und genau diese Verbindung über dem Wasser macht Chenonceau heute so unverwechselbar.

    Die Gärten
    Auch die Gärten sind ein echtes Highlight. Mit viel Liebe angelegt, gepflegt und immer wieder neu gestaltet, bilden sie zusammen mit dem Wasser und dem Schloss eine wunderschöne Einheit.
    Auf der einen Seite liegt der Garten von Diane de Poitiers, auf der anderen der etwas intimere Garten von Catherine de’ Medici. Dazu kommen weitläufige Parkanlagen, ein Labyrinth und sogar ein eigener Blumengarten, aus dem die Blumen für die Dekoration des Schlosses stammen.

    Im Schloss
    Auch von innen hält Chenonceau, was der erste Eindruck verspricht. Die Räume sind elegant eingerichtet, mit kostbaren Möbeln, Wandteppichen und zahlreichen Gemälden. Besonders beeindruckend sind natürlich die beiden langen Galerien über dem Cher: viel Licht, große Fenster und immer wieder dieser besondere Blick auf den Fluss.
    Aber auch die kleineren Räume erzählen ihre ganz eigenen Geschichten – von den Damen, die hier gelebt haben, von königlichen Gästen und vom Leben vergangener Jahrhunderte.

    Chenonceau ist damit nicht einfach nur ein weiteres Schloss auf unserer Reise. Es verbindet Geschichte, Architektur, Wasser und Garten auf eine ganz besondere Art.
    ...
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  • Amboise – ein kleiner Bummel

    September 7 in France ⋅ ☀️ 26 °C

    Gegen 13 Uhr geht es weiter nach Amboise. Nach dem Schlossbesuch am Vormittag steht jetzt erst einmal etwas Entspannung auf dem Programm.

    Wir bummeln durch die hübschen Gassen, schauen uns ein bisschen um und lassen die Atmosphäre der kleinen Stadt auf uns wirken. Das berühmte Schloss thront über der Stadt und ist natürlich nicht zu übersehen. Diesmal haben wir es uns allerdings ganz entspannt vom Fluss aus angesehen.

    Ein bisschen schlendern, schauen und die Eindrücke auf sich wirken lassen, genau das Richtige nach dem Vormittag in Chenonceau.

    Gegen 15.30 Uhr geht es dann wieder zurück nach Blois. Ein bisschen Pause muss schließlich auch mal sein, denn für heute Abend steht dort noch etwas Besonderes auf dem Programm. ✨
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  • Blois...

    September 7 in France ⋅ ☀️ 33 °C

    Schloss, Könige, Intrigen und ein spektakulärer Abend

    Am späten Nachmittag ist es dann endlich so weit: Auch das königliche Schloss von Blois bekommt heute unseren Besuch. Schließlich wohnen wir schon mitten in der Stadt, da wäre es ja fast unhöflich gewesen, das Schloss weiterhin links liegen zu lassen. 😉

    Und dieses Schloss hat es wirklich in sich. Über viele Jahrhunderte wurde hier französische Geschichte geschrieben: Erst residierten die Grafen von Blois und die Herzöge von Orléans hier, später wurde das Schloss zur Lieblingsresidenz mehrerer französischer Könige und Königinnen. Entsprechend bunt ist auch das Gebäude selbst. Vier Flügel, vier ganz unterschiedliche Stile und dazwischen jede Menge Geschichte.

    Louis XII. machte Blois zu seiner königlichen Residenz, François I. ließ den Renaissanceflügel errichten und auch Catherine de Médicis verbrachte hier viel Zeit. Sie war nicht nur Königin, sondern spielte als Mutter dreier französischer Könige – François II., Charles IX. und Henri III. – eine bedeutende Rolle in der französischen Politik.

    Und dann wäre da noch Henri III, bei ihm wird es richtig dramatisch. Im Schloss von Blois ließ er 1588 seinen politischen Gegenspieler, den mächtigen Herzog von Guise, ermorden. Genau solche Geschichten machen die Räume plötzlich sehr viel lebendiger: Hinter den hübschen Fassaden ging es damals nicht nur um höfische Etikette, sondern auch um Macht, Intrigen und manchmal um Leben und Tod.

    Auch Jeanne d’Arc, der Dichter Ronsard und später Gaston d’Orléans gehören zu den Persönlichkeiten, deren Geschichten mit Blois verbunden sind. Man könnte also durchaus sagen: In diesem Schloss ist ziemlich viel Prominenz der französischen Geschichte ein und ausgegangen... langweilig wurde es dabei offenbar selten.

    Die Besichtigung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Das gesamte Schloss ist wirklich hübsch anzusehen, und durch die unterschiedlichen Baustile wirkt der Innenhof fast wie ein kleines architektonisches Geschichtsbuch.

    Danach geht es erst einmal zurück in die Wohnung. Etwas essen, kurz verschnaufen und die Füße davon überzeugen, dass sie heute noch nicht Feierabend haben. 😄

    Gegen 19.30 Uhr zieht es uns dann wieder in die Stadt. Bei einem gemütlichen Cocktail lassen wir den Abend zunächst ganz entspannt angehen. Aber natürlich ist der Abend noch nicht vorbei.
    Gegen 21:40 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg zum Schloss, denn um 22 Uhr beginnt das „Son et Lumière“, die berühmte Klang und Lichtshow im Innenhof.

    Und was dort passiert, ist wirklich spektakulär.

    Sobald es dunkel wird, erwacht das Schloss regelrecht zum Leben. Die vier Fassaden werden zur riesigen 360-Grad-Projektionsfläche. Licht, Musik, Stimmen und Spezialeffekte erzählen die Geschichte von Blois und seinen berühmten Bewohnern. Fassaden verändern sich und dramatische Szenen werden direkt auf die Mauern projiziert.
    Aus Geschichte wird plötzlich großes Kino, nur dass die Leinwand aus mehreren hundert Jahre alten Schlossmauern besteht....
    Wir sind begeistert,
    ein mehr als würdiger Abschluss unseres Tages.

    Zufrieden und mit ziemlich vielen neuen Eindrücken machen wir uns schließlich auf den „Heimweg“.

    Mehr Frankreich an einem Tag geht eigentlich kaum ☺️
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  • Tag 5 – Orléans

    September 8 in France ⋅ ☁️ 20 °C

    ... und eine gewisse Jeanne d’Arc

    Heute lassen wir es etwas gemütlicher angehen und starten erst nach 10 Uhr. Das Wetter allerdings scheint davon wenig beeindruckt und begleitet uns die ganze Fahrt mit Nieselregen und einer ziemlich hartnäckigen Wolkendecke. Beste Voraussetzungen also für einen Ausflug in die Stadt, wenn man Regenjacken für eine kulturelle Sehenswürdigkeit hält. 😉

    In Orléans angekommen, fahren wir erst einmal ins Parkhaus. Und dann passiert etwas, womit wir schon fast nicht mehr gerechnet haben: Kaum kommen wir wieder ans Tageslicht, blauer Himmel! Als hätte der liebe Gott tatsächlich ein Einsehen mit uns. Wir nehmen das Geschenk natürlich dankbar an und machen uns auf den Weg.

    Wer ist eigentlich diese Jeanne d’Arc?...

    Eine Frau begegnet uns in Orléans praktisch auf Schritt und Tritt: Jeanne d’Arc. Auf Statuen, Bildern und an historischen Orten ist sie allgegenwärtig.

    Die junge Französin wurde im 15. Jahrhundert zur berühmtesten Heldin der Stadt. Gerade einmal 17 Jahre alt, überzeugte sie den französischen Thronfolger Karl VII., ihr zu vertrauen und sie im Kampf gegen die Engländer einzusetzen. 1429 kam sie nach Orléans, das damals von den Engländern belagert wurde. Ihr Auftreten gab den französischen Truppen neuen Mut und tatsächlich gelang es, die Belagerung zu durchbrechen.

    Jeanne d’Arc wurde damit zur Symbolfigur des französischen Widerstands. Ihr eigenes Schicksal nahm allerdings ein tragisches Ende: Sie wurde gefangen genommen, als Ketzerin verurteilt und 1431 in Rouen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Erst viele Jahre später wurde ihr Urteil offiziell aufgehoben. Heute ist sie Nationalheldin Frankreichs und sogar Heilige.

    In Orléans ist sie natürlich besonders präsent, schließlich hat sie hier einen ziemlich entscheidenden Teil ihrer kurzen, aber außergewöhnlichen Geschichte geschrieben.

    Wir besuchen ihre Statue und schauen uns auch das Haus an, in dem sie während ihres Aufenthalts in Orléans gewohnt haben soll. Wobei „Haus von Jeanne d’Arc“ natürlich deutlich imposanter klingt als „hier hat die junge Dame mal ein paar Tage gewohnt“. 😉

    Die Kathedrale Sainte-Croix

    Von dort geht es weiter zur Cathédrale Sainte-Croix, einem der Wahrzeichen von Orléans. Schon von außen ist sie mit ihren beiden mächtigen Türmen und der beeindruckenden Fassade kaum zu übersehen.

    Auch von innen macht sie ordentlich Eindruck: hohe Gewölbe, lange Fensterreihen und viel Licht lassen den gewaltigen Kirchenraum erstaunlich leicht wirken. Einige Bereiche werden derzeit restauriert, was den Gesamteindruck zwar ein wenig einschränkt, aber gleichzeitig zeigt, wie viel Aufwand betrieben wird, um dieses historische Bauwerk zu erhalten.

    Und natürlich begegnet uns auch hier wieder Jeanne d’Arc, ihre Geschichte ist mit der Kathedrale und der Stadt einfach untrennbar verbunden.

    Hôtel Groslot

    Anschließend schauen wir beim Hôtel Groslot vorbei. Das ehemalige Rathaus stammt aus dem 16. Jahrhundert und war ursprünglich das Stadthaus der wohlhabenden Familie Groslot. Später wurde es zum Rathaus von Orléans.

    Besonders interessant: König Franz II. starb hier 1560, gerade einmal 16 Jahre alt. Auch seine junge Frau Maria Stuart hielt sich zu dieser Zeit in Orléans auf. Ein Haus also, das in seiner hübschen Renaissance-Fassade deutlich harmloser aussieht, als es die Geschichte vermuten lässt.

    Danach schlendern wir noch ein wenig durch Orléans, schauen hier und da in die Straßen und lassen die Stadt auf uns wirken. Doch der blaue Himmel hat leider nur einen kurzen Gastauftritt. Schon zieht es wieder zu und die ersten Tropfen fallen.

    Bevor aus unserem Stadtbummel noch eine unfreiwillige Kneippkur wird, beschließen wir, den Besuch lieber zu beenden und fahren zurück nach Blois.

    Dort lassen wir den Tag ganz gemütlich ausklingen. Schließlich wartet morgen schon die nächste Station auf uns: Saumur.

    Und wer weiß, vielleicht hat der liebe Gott dort ja inzwischen gelernt, dass wir gegen ein bisschen mehr Sonnenschein überhaupt nichts einzuwenden hätten. 😄
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  • Tag 6 – Unterwegs nach Saumur

    September 9 in France ⋅ 🌬 25 °C

    Von Nutzgärten, Dornröschen und einem Schloss mit Logenplatz

    Um 9.30 Uhr verlassen wir ordnungsgemäß unser Airbnb in Blois und machen uns auf den Weg Richtung Saumur. Heute stehen zwei ganz besondere Stationen auf dem Programm und spätestens am Nachmittag wird klar: Frankreich kann nicht nur Geschichte, sondern auch Märchen.

    Erster Stopp: die Gärten von Villandry

    Schon beim Betreten der Gärten von Villandry sind wir uns einig: So schön kann Nutzgarten sein! 
    Was hier wächst, könnte theoretisch auf dem Teller landen, sieht dabei aber so kunstvoll aus, dass man schon bei dem Gedanken an Ernte ein schlechtes Gewissen bekommt.

    Die berühmten Renaissancegärten wurden Anfang des 20. Jahrhunderts von Joachim Carvallo neu gestaltet. Dabei entstanden streng geometrische Gartenbereiche mit Gemüse, Kräutern, Blumen und Hecken, eher Gartenkunst als Gemüsebeet.

    Das dazugehörige Château de Villandry gehört zu den letzten großen Renaissance-Schlössern, die an der Loire errichtet wurden. Diesmal lassen wir das Schloss allerdings links liegen und widmen uns ganz seinem grünen Schmuckstück.

    Zweiter Stopp: Château d’Ussé – Dornröschens Zuhause

    Weiter geht es zum Château d’Ussé, dem Schloss, das aussieht, als hätte jemand ein Märchenbuch aufgeschlagen und daraus einfach ein echtes Schloss gebaut.

    Märchen trifft auf Historie. 

    Das Château d’Ussé entstand über mehrere Jahrhunderte und vereint mittelalterliche Ursprünge mit späteren Renaissance- und klassizistischen Veränderungen. Seine Türme, Erker und weißen Fassaden machen es zu einem der märchenhaftesten Schlösser an der Loire. Kein Wunder also, dass es als Inspiration für Dornröschens Schloss gilt.

    Und tatsächlich wird das Märchen hier richtig lebendig: In einem der Türme wird die Geschichte von Dornröschen mit liebevoll gestalteten Szenen erzählt. Man steigt dabei tatsächlich Turm für Turm nach oben und begegnet unterwegs der schlafenden Prinzessin, dem Prinzen und natürlich auch der bösen Fee.

    Die Dornröschen-Inszenierung hat uns richtig gut gefallen, eine schöne Idee, die Geschichte des Schlosses einmal nicht nur mit Jahreszahlen, sondern mit ein bisschen Fantasie zu erzählen.

    Aber auch ohne Märchenbonus ist Ussé ein echter Hingucker. Von außen wunderschön, und auch im Inneren gibt es einiges zu entdecken. 🫶🏻

    Nach einer ausführlichen Besichtigung heißt es schließlich wieder: Märchenbuch zuklappen und weiterfahren.

    Unser nächstes Ziel ist unsere Unterkunft an der Loire.
    Und die Lage könnte kaum besser sein: Nur etwa 100 Meter entfernt thront auf einem Felsplateau das Château de Saumur.

    Der Check-in läuft völlig unkompliziert, und nachdem unser Gepäck verstaut ist, machen wir uns zu Fuß auf in die nahegelegene Stadt. Ein gemütliches Abendessen muss schließlich auch noch sein.

    Fazit...Zwei Schlösser, ein Märchen, kunstvoll gezüchtete Gemüse und ein Schloss vor der Haustür. 
    Frankreich hat heute eindeutig wieder ordentlich aufgefahren. 😉
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  • Tag 7 – Heute wird’s prickelnd 🥂

    September 10 in France ⋅ ⛅ 20 °C

    Am Vormittag machen wir uns zu Fuß auf den Weg ins Randgebiet von Saumur.
    Dort erwartet uns eine Kellerführung mit anschließender Verkostung.

    Bouvet-Ladubay gehört zu den wenigen Häusern, die ihren Grundwein teilweise noch in großen Holzfässern reifen lassen. Das sorgt für zusätzliche Aromen und Charakter. Das eigentliche Prickeln kommt allerdings erst später durch die zweite Gärung in der Flasche dazu. Also: Erst gemütlich im Holz, dann ordentlich unter Druck! 😅

    Die Tour und auch die Verkostung waren durchaus aufschlussreich. Und ....tata 🥳 wir haben tatsächlich zwei Favoriten für uns entdeckt. Manchmal muss man sich eben einfach durchprobieren! 🥂😉

    Nach der Verkostung bei Bouvet-Ladubay geht es wieder zurück nach Saumur. Unterwegs legen wir noch einen kurzen Supermarktstopp ein und besorgen ein paar Kleinigkeiten für unser „faire un casse-croûte“ – eine kleine französische Brotzeit, eine Stärkung muss schließlich sein, bevor es weiter geht 😅🥖
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  • Bootstour und Chateau

    September 10 in France ⋅ ☀️ 23 °C

    Zurück in der Innenstadt von Saumur sichern wir uns Tickets für eine einstündige Bootstour auf der Loire. Bis zur Abfahrt bleibt noch Zeit für einen Kaffee. ☕
    Die Bootstour ist eine richtig schöne Abwechslung zu den vielen Schlössern der letzten Tage. Eine Stunde lang lassen wir Saumur und die Loire gemütlich an uns vorbeiziehen und erfahren dabei noch einiges über die Stadt, den Fluss und die Umgebung.
    Danach heißt es: Schloss zum Abschluss! Wir erklimmen noch das Château de Saumur und schauen es uns zumindest von außen an. Für eine weitere Innenbesichtigung reicht die Schlösser-Ausdauer heute dann doch nicht mehr. 😅
    Anschließend geht es hinunter in die Stadt. Wir suchen uns ein nettes Plätzchen zum Essen und lassen den Tag ganz entspannt ausklingen.
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  • Tag 8 Höhlen

    September 11 in France ⋅ ☀️ 17 °C

    Parcours Troglodytique – Souzay-Champigny

    Unser erster Stopp führt uns heute auf den Parcours Troglodytique in Souzay-Champigny. Ein kurzer, kostenloser Weg durch die für die Loire-Region typischen Höhlen und Felsengänge. Immer wieder gibt es kleine Buchten und Nischen zu entdecken, irgendwie spannend und ein bisschen geheimnisvoll. 😄

    Am Ende gibt es sogar ein kleines Café. Leider heute ohne Kaffee, denn das hatte geschlossen. Man kann eben nicht alles haben! 😉

    Weiter geht es zu den Les Pommes Tapées du Val de Loire und hier wird es noch einmal richtig typisch für die Region. Die Anlage befindet sich in einem alten Troglodytenkeller, der direkt in den weichen Tuffstein geschlagen wurde.

    In diesen kühlen Felsenräumen wurden früher Äpfel getrocknet und anschließend flach gepresst, um sie haltbar zu machen. Daher auch der ungewöhnliche Name „Pommes Tapées“ -
    die „geklopften Äpfel“.

    Im kleinen Museum bekommen wir einen interessanten Einblick in dieses traditionelle Handwerk und erfahren, wie aus frischen Äpfeln ein haltbares Lebensmittel für den Winter wurde. Anschließend schauen wir noch im kleinen Verkaufsbereich vorbei, natürlich gehört auch das Probieren dieser besonderen Spezialität dazu. 🍎

    Nach den Höhlen geht es nun weiter zu den großen Sehenswürdigkeiten der Region den Châteaux.
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  • Châteaux

    September 11 in France ⋅ ⛅ 21 °C

    Château de Montsoreau. Seine besondere Lage fällt sofort auf: Es steht tatsächlich direkt an der Loire und gehört damit zu den wenigen Schlössern der Region, die unmittelbar am Fluss liegen.

    Im Vergleich zu den großen und prachtvollen Loire-Schlössern, die wir in den letzten Tagen gesehen haben, wirkt Montsoreau allerdings eher unscheinbar. Schön gelegen, aber für uns kein absolutes Muss. Ein Blick von außen reicht heute völlig aus.

    Ganz anders präsentiert sich unser nächstes Ziel: das Château de Montreuil-Bellay. Schon von außen gefällt uns das hübsche Schloss mit seinen Türmen, Mauern und der schönen Aussicht.

    Auch innen gibt es einiges zu sehen und die Räume vermitteln einen schönen Eindruck vom Leben vergangener Zeiten. Dazu kommt eine kleine Weinprobe und spätestens da sind wir natürlich ganz aufmerksam. 😉🍷

    Der Rosé hat es uns besonders angetan: richtig lecker! Also wird kurzerhand eine Flasche mitgenommen. Man muss schließlich auch an den gemütlichen Abend denken. 😄

    Die Geschichte des Schlosses reicht weit ins Mittelalter zurück. Die Anlage wurde über die Jahrhunderte immer wieder verändert und erweitert und gehört heute zu den sehenswerten historischen Schlössern der Region.
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  • Kloster

    September 11 in France ⋅ ⛅ 24 °C

    Unser letzter Stopp für heute ist die Abbaye Royale de Fontevraud und die beeindruckt uns noch einmal ganz besonders.

    Die riesige mittelalterliche Klosteranlage wurde im 12. Jahrhundert gegründet und entwickelte sich zu einem bedeutenden religiösen Zentrum. Besonders ungewöhnlich: An der Spitze stand über Jahrhunderte eine Äbtissin, die sowohl über die Nonnen als auch über die dort lebenden Mönche herrschte.

    Fontevraud ist außerdem eng mit dem englischen Königshaus verbunden. In der Klosterkirche befinden sich die berühmten Grabfiguren von Heinrich II., Eleonore von Aquitanien, Richard Löwenherz und Isabelle von Angoulême.

    Die gesamte Anlage ist unglaublich weitläufig und besteht aus zahlreichen Gebäuden und Bereichen. Wir sind eine ganze Weile unterwegs, aber es lohnt sich. Die Größe, die Geschichte und die besondere Atmosphäre dieser alten Klosteranlage haben uns wirklich beeindruckt.

    Zurück in Saumur...
    Am späten Nachmittag geht es zurück nach Saumur und damit ist auch schon unser letzter Abend hier angebrochen.

    Nach den vielen Eindrücken der letzten Tage machen wir es uns heute ganz gemütlich: Brot, Käse, Wurst und natürlich unser französischer Wein. 🥖🧀🍷

    Kein großes Programm mehr, einfach Füße hoch und den Abend genießen. Morgen heißt es dann wieder Koffer packen und weiterziehen.
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  • Anschied von der Loire

    September 12 in France ⋅ ☀️ 13 °C

    Ein paar Tage war Saumur unser Ausgangspunkt für viele schöne Unternehmungen. Auch wenn wir von der Stadt selbst gar nicht so viele Fotos gemacht haben, hast sie uns sehr gut gefallen.

    Die Loire hat uns auf dieser Reise immer wieder begleitet, mit ihren Schlössern und Gärten, kleinen historischen Städten, beeindruckenden Landschaften und natürlich dem Wein, der hier einfach dazugehört. Von Chambord über Chenonceau und Blois bis nach Saumur gab es
    jeden Tag etwas Neues zu entdecken. Und selbst nach mehreren Schlössern war noch lange nicht Schluss mit Staunen.

    Die Loire lassen wir nun hinter uns, aber bevor es wirklich nach Hause geht, wartet heute mit Château de Fougères und dem Mont-Saint-Michel noch ein ganz besonderes Finale auf uns. 🏰🌊
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  • Tag 9-Burg, Kloster & große Gefühle

    September 12 in France ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute Morgen verabschieden wir uns von Saumur und machen uns auf den Weg zu unserem letzten Schlafplatz in Rouen.

    Wir wären allerdings nicht wir, wenn wir für die direkte Strecke nicht noch den einen oder anderen kleinen Umweg und damit gleich zwei besondere Highlights einbauen würden. 😄

    Château de Fougères 🏰

    Unsere erste Station ist das Château de Fougères, eine beeindruckende mittelalterliche Burg und eine der größten erhaltenen Festungsanlagen Europas. Die Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Über viele Jahrhunderte wurde die Burg immer wieder erweitert und diente vor allem der Sicherung der Grenze der Bretagne.

    Rund um die Burg liegt ein hübsches kleines Städtchen mit alten Stein- und Fachwerkhäusern und gemütlichen Restaurants. Genau die richtige Gelegenheit, erst einmal eine Mittagspause einzulegen, bevor wir uns auf den Weg in die Burg machen.

    Die Festungsanlage ist wirklich sehenswert und von oben genießen wir einen schönen Blick über den kleinen Ort und die Umgebung.

    Und weil wir nach so viel Mittelalter natürlich eine kleine Stärkung verdient haben, gibt es anschließend noch einen Crêpe und einen Kaffee. Man muss schließlich Prioritäten setzen. 😉☕🥞

    Le Mont-Saint-Michel 🌊⛪

    Danach geht es weiter zu unserem zweiten großen Highlight des Tages:
    Le Mont-Saint-Michel.

    Schon von weitem können wir das Kloster sehen und egal, wie oft man hinschaut, dieser Anblick beeindruckt immer wieder. Je näher wir kommen, desto gewaltiger wirkt der ganze Berg. Erst direkt vor dem Eingang erschließt sich uns so richtig die Größe dieser Anlage.

    Man stellt sich unwillkürlich vor, wie es hier wohl früher gewesen sein muss, als auf dem Felsen tatsächlich vor allem Mönche lebten und Pilger hierherkamen und nicht tausende Touristen täglich durch die engen Gassen strömen. Der heutige Massentourismus nimmt dem Ort leider ein wenig von seiner ursprünglichen Atmosphäre.

    Die Geschichte des Mont-Saint-Michel reicht bis ins Jahr 966 zurück, als hier ein Benediktinerkloster gegründet wurde. Im Laufe der Jahrhunderte entstand daraus die gewaltige Abtei, die heute wie eine mittelalterliche Krone auf dem Felsen thront. Der Mont-Saint-Michel wurde zu einem bedeutenden Wallfahrtsort und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.

    Wir erklimmen die Abtei, erkunden die beeindruckenden Räume und dürfen sogar einem Gottesdienst lauschen.
    Ein besonderer Moment und irgendwie passt er genau an diesen Ort.

    Danach beginnt das Warten auf das große Naturschauspiel des Tages: die außergewöhnlich hohe Springflut. 🌊

    Gegen 18:30 Uhr beginnt Musik zu spielen und begleitet das Herannahen der Flut. Langsam, aber unaufhaltsam kommt das Wasser zurück und verändert die Landschaft rund um den Mont-Saint-Michel.

    Der heutige Tidenhub ist beeindruckend: Der Wasserstand steigt bei dieser Flut auf rund 10,7 Meter. Ihren Höhepunkt erreicht die Flut gegen 20:08 Uhr.

    Gegen 19.45 Uhr machen wir uns schließlich auf in Richtung Festland und so erleben wir das große Finale tatsächlich noch auf unserem Rückweg. Der Mont-Saint-Michel steht nun vom Wasser umgeben da und wirkt dadurch noch einmal ganz anders und fast ein bisschen unwirklich.

    Auf dem Festland bleiben wir noch bis etwa 21 Uhr und lassen das beeindruckende Schauspiel langsam ausklingen.

    Dann heißt es endgültig: weiter nach Rouen. Zweieinhalb Stunden Fahrt liegen noch vor uns. Aber mit diesem besonderen Bild vom Mont-Saint-Michel im Kopf lässt sich auch die letzte Etappe des Tages gut aushalten. ✨
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  • Tag 10 – Der letzte Reisetag 🇨🇵-🇩🇪

    September 13 in France ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute Nacht um 0:30 Uhr haben wir endlich unser Hotel in Rouen erreicht und konnten uns zur Ruhe begeben. Wobei das mit der Ruhe nur stellenweise funktioniert hat ...zu viele Eindrücke waren wohl noch längst nicht verarbeitet. 😉

    Entsprechend unausgeschlafen ging es heute Morgen erst einmal zum Frühstück. Danach Koffer verstauen und los Richtung Heimat.

    Das Wetter hatte sich offenbar unserer Stimmung angepasst: Letzter Urlaubstag, da darf auch der Himmel ruhig mal weniger strahlen ☁️😉

    Zwischenstopp: Amiens

    Unser letzter Stopp in Frankreich führte uns nach Amiens. Das Viertel entlang dem Fluß Somme ist hübsch und lädt sogar zu kleinen Bootsfahrten ein, heute allerdings keine Option für uns. Dafür wartete nur wenige Gehminuten entfernt schon die eigentliche Sehenswürdigkeit: die gewaltige Kathedrale Notre-Dame d’Amiens.
    Schon von außen eine echte Augenweide, aber innen … einfach zum Niederknien. 😍...
    Auch hier findet gerade ein Gottesdienst statt, was die ganze Atmosphäre noch unterstützt.

    Die Kathedrale wurde ab 1220 erbaut und gilt als eine der bedeutendsten gotischen Kirchen Frankreichs. Ihre Größe und die erstaunlich filigrane Bauweise machen schnell klar, warum sie zu den großen Meisterwerken der französischen Gotik zählt und zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

    Auf dem Rückweg zum Auto entdeckten wir dann noch eine kleine Pizzeria mit erstaunlich günstigen Preisen. Da wir auch in den teureren Restaurants bisher nicht unbedingt vom kulinarischen Glück verfolgt waren, dachten wir: Warum eigentlich nicht? Probieren wir es einfach mal.
    Und siehe da: Frankreich kann es tatsächlich! 😄
    Für gerade einmal 20 € wurden wir zu zweit richtig lecker satt und vor allem glücklich. Manchmal braucht es eben keine große Speisekarte und weiße Tischdecken.

    Um 13:30 Uhr hieß es endgültig Abschied nehmen. Kurz hinter der belgischen Grenze noch ein letzter Kaffee, dann wurde das Wetter immer schlechter. 🌧️
    Also keine weiteren Zwischenstopps mehr🚗

    🇫🇷 Fazit

    Frankreich hat uns wieder einmal mit seiner Gastfreundschaft begeistert und uns viele neue Eindrücke beschert. Schlösser, Klöster, Gärten, kleine Städte, große Geschichte und natürlich jede Menge schöne Momente 🇫🇷 🫶🏻
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    Trip end
    September 13, 2026