• Tag 9-Burg, Kloster & große Gefühle

    September 12 in France ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute Morgen verabschieden wir uns von Saumur und machen uns auf den Weg zu unserem letzten Schlafplatz in Rouen.

    Wir wären allerdings nicht wir, wenn wir für die direkte Strecke nicht noch den einen oder anderen kleinen Umweg und damit gleich zwei besondere Highlights einbauen würden. 😄

    Château de Fougères 🏰

    Unsere erste Station ist das Château de Fougères, eine beeindruckende mittelalterliche Burg und eine der größten erhaltenen Festungsanlagen Europas. Die Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Über viele Jahrhunderte wurde die Burg immer wieder erweitert und diente vor allem der Sicherung der Grenze der Bretagne.

    Rund um die Burg liegt ein hübsches kleines Städtchen mit alten Stein- und Fachwerkhäusern und gemütlichen Restaurants. Genau die richtige Gelegenheit, erst einmal eine Mittagspause einzulegen, bevor wir uns auf den Weg in die Burg machen.

    Die Festungsanlage ist wirklich sehenswert und von oben genießen wir einen schönen Blick über den kleinen Ort und die Umgebung.

    Und weil wir nach so viel Mittelalter natürlich eine kleine Stärkung verdient haben, gibt es anschließend noch einen Crêpe und einen Kaffee. Man muss schließlich Prioritäten setzen. 😉☕🥞

    Le Mont-Saint-Michel 🌊⛪

    Danach geht es weiter zu unserem zweiten großen Highlight des Tages:
    Le Mont-Saint-Michel.

    Schon von weitem können wir das Kloster sehen und egal, wie oft man hinschaut, dieser Anblick beeindruckt immer wieder. Je näher wir kommen, desto gewaltiger wirkt der ganze Berg. Erst direkt vor dem Eingang erschließt sich uns so richtig die Größe dieser Anlage.

    Man stellt sich unwillkürlich vor, wie es hier wohl früher gewesen sein muss, als auf dem Felsen tatsächlich vor allem Mönche lebten und Pilger hierherkamen und nicht tausende Touristen täglich durch die engen Gassen strömen. Der heutige Massentourismus nimmt dem Ort leider ein wenig von seiner ursprünglichen Atmosphäre.

    Die Geschichte des Mont-Saint-Michel reicht bis ins Jahr 966 zurück, als hier ein Benediktinerkloster gegründet wurde. Im Laufe der Jahrhunderte entstand daraus die gewaltige Abtei, die heute wie eine mittelalterliche Krone auf dem Felsen thront. Der Mont-Saint-Michel wurde zu einem bedeutenden Wallfahrtsort und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.

    Wir erklimmen die Abtei, erkunden die beeindruckenden Räume und dürfen sogar einem Gottesdienst lauschen.
    Ein besonderer Moment und irgendwie passt er genau an diesen Ort.

    Danach beginnt das Warten auf das große Naturschauspiel des Tages: die außergewöhnlich hohe Springflut. 🌊

    Gegen 18:30 Uhr beginnt Musik zu spielen und begleitet das Herannahen der Flut. Langsam, aber unaufhaltsam kommt das Wasser zurück und verändert die Landschaft rund um den Mont-Saint-Michel.

    Der heutige Tidenhub ist beeindruckend: Der Wasserstand steigt bei dieser Flut auf rund 10,7 Meter. Ihren Höhepunkt erreicht die Flut gegen 20:08 Uhr.

    Gegen 19.45 Uhr machen wir uns schließlich auf in Richtung Festland und so erleben wir das große Finale tatsächlich noch auf unserem Rückweg. Der Mont-Saint-Michel steht nun vom Wasser umgeben da und wirkt dadurch noch einmal ganz anders und fast ein bisschen unwirklich.

    Auf dem Festland bleiben wir noch bis etwa 21 Uhr und lassen das beeindruckende Schauspiel langsam ausklingen.

    Dann heißt es endgültig: weiter nach Rouen. Zweieinhalb Stunden Fahrt liegen noch vor uns. Aber mit diesem besonderen Bild vom Mont-Saint-Michel im Kopf lässt sich auch die letzte Etappe des Tages gut aushalten. ✨
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