• Picos de Europa

    27. Mai in Spanien ⋅ ☀️ 15 °C

    Voranstellen muss man, wir haben gestern an der Talstation der Seilbahn versucht Tickets für heute zu erwerben und sind gescheitert. Die Empfehlung lautet, mit Beginn um 10:00 Uhr an der Gondel zu sein. Erster Versuch. Wir geben zu, 10:20 Uhr haben wir Eulen geschafft, da gab es nur noch Tickets für den Slot von 12:00 bis 12:30 Uhr. Vorteil: in 10 Minuten sitzen wir wieder auf der Terrasse unseres Campings und nach weiteren 5 Minuten gesellt sich ein Café con Leche dazu. Zweiter Versuch, 12:00 Uhr. Wir stehen in der Schlange, vor uns eine Reisegruppe, wir sind umzingelt von Australiern und Kanadiern. Alle 5 Minuten verlassen 20 Todesmutige an Bord der Gondel den sicheren Boden. Barbara wird zunehmend blasser um die Nase. Endlich sind wir ready for take off, wird ihr gewahr, ihr Leben hängt für die nächsten 5 min an einem 1,4 km langen, dünnen Faden, denn es gibt unterwegs keine Seilbahnstützen mehr. Die Enge in der Kabine und die damit korrespondierende schlechte Luft bringen auch keine Linderung. Heil an der Bergstation angekommen ist -im wahrsten Sinne des Wortes- erst einmal durchatmen angesagt. Für uns geht es weiter bergauf, eine Gruppe Jugendlicher nutzt ein Schneefeld für eine kleine Schneeballschlacht. Das Gebirge ist recht karstig, die Sonne brennt und Schatten sucht man vergebens. Wir haben heute kein Ziel und die Wegweiser sind uns keine Hilfe, denn sie lassen Zeit- Entfernungsangaben vermissen. Gerne wären wir irgendwo eingekehrt, stattdessen müssen wir uns mit dem Proviant aus dem Rucksack zufrieden geben. Auch wir erreichen ein Schneefeld, machen anschließend noch einen Schlenker zu zwei kleinen Bergseen, bevor wir uns wieder auf den Rückweg zur Bergstation aufmachen. Gegen Nachmittag ziehen Gewitterwolken heran, als der Regen dann noch in Hagel übergeht sind wir froh in unserem Wohnmobil zu sitzen. Zum Abendbrot zaubert Barbara ein Hähnchengeschnetzeltes mit Reis an Champignonsauce. Yummy.Weiterlesen