Rathaus Hamburg, Neustadt und Jungfernstieg
July 25 in Germany ⋅ ☁️ 24 °C
Heute geht es Jörn etwas besser, daher macht sich die Reisegruppe nunmehr in voller Mannschaftsstärke auf den Weg. Wir starten mit einem kurzen Besuch des Goldbekmarktes im Viertel, das gehört zu unseren Besuchen in HH einfach dazu.
Jetzt lebt Silke schon so viele Jahre in HH, doch wenn wir kommen, lernt auch sie immer wieder neue Aspekte ihrer Heimatstadt kennen. Den Samstag beginnen wir in diesem Sinne mit einer Führung durch das Rathaus der freien Hansestadt Hamburg. Wir können diese Führung nur jedem empfehlen, nicht nur staunt man über die vielen Besonderheiten und Details dieses Hauses, sondern lernt auch viel über Hamburgs Geschichte bis hin zur heutigen Politik. Ganz großes Kino. Wir hatten allerdings auch eine sehr kompetente Begleitung, Respekt!
Natürlich können wir nicht alles wiedergeben was wir lernen durften, aber wollen zumindest einen kleinen Eindruck einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt vermitteln:
Das Hamburger Rathaus steht auf rund 4.000 Eichenpfählen. Wegen des weichen und sumpfigen Bodens an der Kleinen Alster brauchte das im Jahr 1897 eingeweihte Gebäude dieses feste Fundament.
Die wesentlichen Säle im Hamburger Rathaus sind der Große Festsaal, der Kaisersaal und der Turmsaal. Sie befinden sich im repräsentativen ersten Obergeschoss und zeigen den Stolz der freien Hansestadt.
Der Kaisersaal wurde für den Besuch von Kaiser Wilhelm II. im Jahr 1895 in Zusammenhang mit der Fertigstellung des Nord-Ostsee-Kanals eingerichtet. Die Bilder an den Wänden zeigen Motive der Seefahrt und des Handels.
Der Bürgermeistersaal ist in diesem Kontext ein eher bescheidener Raum mit einem großen Kamin und Marmorfiguren, die an die früheren Bürgermeister erinnern.
Der Turmsaal wird auch „Saal der Republiken“ genannt. Wände und Decken zeigen Bilder von alten Stadtrepubliken wie Venedig oder Rom und feiern die Idee der Freiheit. Überall findet sich im Haus das Kürzel SPQH. SPQR steht für Senatus Populusque Romanus und bedeutet übersetzt „Senat und Volk von Rom“. Es war das offizielle Hoheitszeichen der antiken Römischen Republik und des Römischen Reiches. Bescheidenheit ist, wie man sieht nicht das erste Gut, was einem zu Hamburg einfällt.
Der Name Phönix-Saal erinnert an den Wiederaufbau nach dem großen Stadtbrand von 1842, dem auch das alte Rathaus zu Opfer fiel. Im Raum stehen geschmolzene Reste des Silberschatzes aus dieser Zeit. Die Hammonia symbolisiert die Schutz-Göttin von Hamburg. Dieses Schutzes bedurfte es auch im zweiten Weltkrieg, denn eine Fliegerbombe landete direkt auf dem Rathausplatz und nur ein defekter Zünder gibt uns die Möglichkeit das Rathaus heute so zu besichtigen. Der besagte Zünder wird selbstredend in diesem bezeichnenden Raum ausgestellt.
Mit 720 Quadratmetern ist der „Große Festsaal“ selbstverständlich der größte Saal. Er hat hohe Wände aus Marmor, riesige Wandgemälde zur Geschichte Hamburgs und ist den großen Festakten vorbehalten.
Nach dieser großartigen Führung sehen wir das Rathaus mit ganz anderen Augen, behalten es sogar bei Kaffee und Kuchen im Saliba in den Alsterarkaden weiter im Blick.
Gestärkt begeben sich die Damen auf die Schnäppchen-Jagd, Jörn fährt nach Hause, um sich etwas auszuruhen und ich lasse mich durch die Innenstadt treiben. Am Jungfernstieg treffe ich die Mädels wieder, wir schauen in Eppendorf bei einem Eis noch den Paddlern auf dem Kanal zu, bevor wir uns mit dem kranken Hahn im Komponistenviertel beim Italiener zum Abendessen treffen.
Überraschend schnell hat sich Barbara bei Jörn angesteckt, so dass wir sonntags mit zwei Schniefnasen am Frühstückstisch sitzen. Es war der Erkältung auch nicht zuträglich, dass wir auf der Rückfahrt wieder einige Staus über uns ergehen lassen mussten, aber dennoch möchten wir uns ganz herzlich bei Silke und Jörn für die ansonsten tolle Zeit in Hamburg bedanken und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen, gerne auch in Bochum.Read more







































