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Endlich mal wieder in Hamburg

Manche haben einen Koffer in Berlin, wir haben mindestens zwei in Hamburg. Read more
  • Trip start
    July 23, 2026

    Ankunft in Hamburg

    July 23 in Germany ⋅ ☀️ 20 °C

    Fast drei Jahre waren wir nicht mehr in HH. Letztes Jahr haben wir Silke und Jörn für drei Tage in Frankreich auf einem Campingplatz besucht, weil wir uns schon so lange nicht mehr gesehen hatten. Die Hinfahrt ist -wie fast immer- spaßbefreit, es sind zwar nur knapp 370 km, trotzdem brauchen wir 4,5 Stunden, da wir fast eine Stunde im Stau stehen. Dafür werden wir mit einem freien Parkplatz vor der Haustür belohnt, das hat hier Seltenheitswert. Kaffee und Kuchen beruhigen unsere Gemüter, dann heißt es die Füße im Stadtpark vertreten, bevor wir uns im Biergarten am See erst einmal ausgiebig auf den neusten Stand bringen. Eigentlich kann man an diesem Spot wunderbar den Sonnenuntergang genießen, doch leider schieben sich die Wolken in den Weg und dann wird der Wind schnell kühl. Es ist spät geworden und wir sind alle hungrig, also entschließen wir uns für den Einkehrschwung bei der benachbarten Döner Queen an der Jarrestrasse, yummy.Read more

  • Isemarkt, Elphi und der grüne Bunker am Dom

    July 24 in Germany ⋅ ⛅ 18 °C

    Leider hat sich Jörns Erkältung über Nacht verschlechtert, insofern ziehen wir heute nur mit Silke los. Wir starten mit einem Marktbesuch. Unter dem Hochbahnviadukt der U-Bahnlinie 3 erstreckt sich zwischen Hoheluftbrücke und Eppendorfer Baum der Isemarkt. Es ist die Lage unter dem Viadukt, die dem Markt seine besondere Atmosphäre verleiht. Er gehört nicht nur zu den bekanntesten und größten Wochenmärkten Hamburgs, sondern zählt mit einer Länge von knapp 600 Metern und rund 200 Ständen auch zu den längsten Wochenmärkten Europas. Wir lieben dieses Potpourri aus Farben und Düften, hier kann man nicht nur Lebensmittel und Blumen zu Apothekenpreisen erwerben, auch heißt es hier sehen und gesehen werden. Wir schwimmen mit dem Strom, befriedigend rechts und links unsere Neugier und lassen das pralle Leben an uns vorüberziehen, herrlich.
    Während die Mädels anschließend in Eppendorf Shoppen gehen, unternehme ich einen ausgiebigen Spaziergang durch die benachbarten Stadtviertel. Danach haben wir uns den äußerst leckeren Blechkuchen im gemütlichen Petit Café mit Wohnzimmeratmosphäre wahrlich verdient.
    Unser Tagesticket soll sich lohnen, also geht es auf zur Elbphilharmonie in der Speicherstadt. Die Tickets für die Besichtigung sind derzeit immer noch umsonst, also lassen wir uns von den Rolltreppen zur Plaza hinaufbringen und genießen -mit einem Kaltgetränk in der Hand- die kongenialen Ausblicke auf den Hafen und die Landungsbrücken.
    Silke hat noch ein weiteres Highlight im Ärmel, es geht zum Heiligengeistfeld auf St. Pauli, allerdings schauen wir uns den dort beheimateten DOM lediglich aus luftiger Höhe vom Dachgarten des Bunkers an.
    Der heute grüne Bunker wurde im Zweiten Weltkrieg als Flakbunker errichtet. Während des Luftkriegs diente das massive Betonbauwerk nicht nur der Luftabwehr – auf seinen vier Turmvorsprüngen standen Flugabwehrkanonen – sondern bot auch Menschen aus dem Stadtteil Schutz.
    2017 wurde die Entwicklung des Bunkers genehmigt: Eine fünfstöckige Aufstockung schafft Raum für Hotel, Gastronomie, Fitness und Events. Ein besonderes Highlight: Die begrünte Fassade und das Dach verwandeln das historische Bauwerk in eine urbane Oase. Seitdem wandern unzählige Menschen über den begrünten Bergpfad zum Dachgarten, der nicht nur eine Auszeit inmitten der Stadt, sondern auch einen atemberaubenden Ausblick bietet.
    Auch diese Attraktion ist gratis und obwohl der Betonklotz von unten gar nicht so hoch aussieht, vermittelt er uns das typisch Bergwanderfeeling: man denkt permanent gleich müsste man eigentlich oben sein, doch nach der nächsten Kurve finden sich immer wieder neue Treppenstufen. Die Ausblicke entlohnen jedoch für jede Mühe und gerade mit der quirligen Traditionskirmes zu unseren Füßen ergeben sich bleibende Eindrücke. Hat man endlich den „Gipfel“ erreicht, wird im Dachgarten für Abhilfe hinsichtlich unseres Dursts gesorgt. Der Hunger leitet nach kurzer Zeit allerdings schon den Almabtrieb ein.
    Abschließend gönnen wir uns noch einen Kurzurlaub in der Bretagne mitten in Hamburg.
    Das Ti Breizh an der Deichstrasse ist ein charmantes Restaurant mit herzhaften Buchweizen-Galetten und süßen Crêpes nach bretonischer Art. Während wir uns hier verwöhnen lassen verbleibt uns nur, Jörn weiterhin gute Besserung zu wünschen.
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  • Rathaus Hamburg, Neustadt und Jungfernstieg

    July 25 in Germany ⋅ ☁️ 24 °C

    Heute geht es Jörn etwas besser, daher macht sich die Reisegruppe nunmehr in voller Mannschaftsstärke auf den Weg. Wir starten mit einem kurzen Besuch des Goldbekmarktes im Viertel, das gehört zu unseren Besuchen in HH einfach dazu.
    Jetzt lebt Silke schon so viele Jahre in HH, doch wenn wir kommen, lernt auch sie immer wieder neue Aspekte ihrer Heimatstadt kennen. Den Samstag beginnen wir in diesem Sinne mit einer Führung durch das Rathaus der freien Hansestadt Hamburg. Wir können diese Führung nur jedem empfehlen, nicht nur staunt man über die vielen Besonderheiten und Details dieses Hauses, sondern lernt auch viel über Hamburgs Geschichte bis hin zur heutigen Politik. Ganz großes Kino. Wir hatten allerdings auch eine sehr kompetente Begleitung, Respekt!
    Natürlich können wir nicht alles wiedergeben was wir lernen durften, aber wollen zumindest einen kleinen Eindruck einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt vermitteln:

    Das Hamburger Rathaus steht auf rund 4.000 Eichenpfählen. Wegen des weichen und sumpfigen Bodens an der Kleinen Alster brauchte das im Jahr 1897 eingeweihte Gebäude dieses feste Fundament.

    Die wesentlichen Säle im Hamburger Rathaus sind der Große Festsaal, der Kaisersaal und der Turmsaal. Sie befinden sich im repräsentativen ersten Obergeschoss und zeigen den Stolz der freien Hansestadt.

    Der Kaisersaal wurde für den Besuch von Kaiser Wilhelm II. im Jahr 1895 in Zusammenhang mit der Fertigstellung des Nord-Ostsee-Kanals eingerichtet. Die Bilder an den Wänden zeigen Motive der Seefahrt und des Handels.

    Der Bürgermeistersaal ist in diesem Kontext ein eher bescheidener Raum mit einem großen Kamin und Marmorfiguren, die an die früheren Bürgermeister erinnern.

    Der Turmsaal wird auch „Saal der Republiken“ genannt. Wände und Decken zeigen Bilder von alten Stadtrepubliken wie Venedig oder Rom und feiern die Idee der Freiheit. Überall findet sich im Haus das Kürzel SPQH. SPQR steht für Senatus Populusque Romanus und bedeutet übersetzt „Senat und Volk von Rom“. Es war das offizielle Hoheitszeichen der antiken Römischen Republik und des Römischen Reiches. Bescheidenheit ist, wie man sieht nicht das erste Gut, was einem zu Hamburg einfällt.

    Der Name Phönix-Saal erinnert an den Wiederaufbau nach dem großen Stadtbrand von 1842, dem auch das alte Rathaus zu Opfer fiel. Im Raum stehen geschmolzene Reste des Silberschatzes aus dieser Zeit. Die Hammonia symbolisiert die Schutz-Göttin von Hamburg. Dieses Schutzes bedurfte es auch im zweiten Weltkrieg, denn eine Fliegerbombe landete direkt auf dem Rathausplatz und nur ein defekter Zünder gibt uns die Möglichkeit das Rathaus heute so zu besichtigen. Der besagte Zünder wird selbstredend in diesem bezeichnenden Raum ausgestellt.

    Mit 720 Quadratmetern ist der „Große Festsaal“ selbstverständlich der größte Saal. Er hat hohe Wände aus Marmor, riesige Wandgemälde zur Geschichte Hamburgs und ist den großen Festakten vorbehalten.

    Nach dieser großartigen Führung sehen wir das Rathaus mit ganz anderen Augen, behalten es sogar bei Kaffee und Kuchen im Saliba in den Alsterarkaden weiter im Blick.

    Gestärkt begeben sich die Damen auf die Schnäppchen-Jagd, Jörn fährt nach Hause, um sich etwas auszuruhen und ich lasse mich durch die Innenstadt treiben. Am Jungfernstieg treffe ich die Mädels wieder, wir schauen in Eppendorf bei einem Eis noch den Paddlern auf dem Kanal zu, bevor wir uns mit dem kranken Hahn im Komponistenviertel beim Italiener zum Abendessen treffen.

    Überraschend schnell hat sich Barbara bei Jörn angesteckt, so dass wir sonntags mit zwei Schniefnasen am Frühstückstisch sitzen. Es war der Erkältung auch nicht zuträglich, dass wir auf der Rückfahrt wieder einige Staus über uns ergehen lassen mussten, aber dennoch möchten wir uns ganz herzlich bei Silke und Jörn für die ansonsten tolle Zeit in Hamburg bedanken und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen, gerne auch in Bochum.
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    Trip end
    July 26, 2026